Ueber Steuerpolitik.
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Wirtschaft kann ich meine Unterschrift aber unterkeinen Umständen geben. Ausgaben und Einnahmenmüssen stimmen, sei es durch Erhöhung der Einnahmen,sei es durch das allerrücksichtsloseste Abstreifen aller der-jenigen Ausgaben, welche die Einnahmen überschreiten.Daß dadurch eine Kalamität in vielen Zweigen deröffentlichen Wohlfahrt erzeugt wird, ja, daran, meineHerren, zweifle ich gar nicht, aber gerade, weil ich darannicht zweifle, habe ich die Verpflichtung, Ihnen das klarzu legen, habe ich die Verpflichtung gefühlt, dahin zuwirken, daß der Finanzminister Ihnen den reinsten Weineinschenke und Ihnen Voraussage, wie die Dinge kommenwürden. Sie würden mit Recht einer Finanzwirtschast,die sich in einem dunklen Vertrauen auf gute Ergebnisseder Zukunft verließe, den Vorwurf machen, daß sie sichder Verantwortlichkeit ihrer Stellung nicht bewußt wäre.Aber so möchte ich auch Sie bitten, — haben Sie nicht dasVertrauen auf irgend ein Ereignis, das zwischen jetztund dem Herbste eintreten und Geld schaffen könnte unddie Negierung der traurigen Alternative, in die sie durchIhre Verweigerung gedrängt würde, überheben könnte!Ich sage gar nicht, daß ich bei Beantragung dieserSteuern an Ihren Patriotismus appelliere. Ich hassedie großen Worte am meisten in Geldsachen. Ich appel-liere einfach an Ihr eignes Pflichtgefühl. Sie sindhierher gekommen, um mit uns zusammen an der Re-gelung des Haushaltes des norddeutschen Volkes unddes beträchtlichen Teiles davon, den das preußische Volkbildet, zu arbeiten. Ich sordre Sie einfach auf, diesePflicht zu erfüllen, und wenn Sie verlangen, daß nütz-liche, fruchtbringende Ausgaben für die Volkswohlfahrtgeleistet werden, uns die Mittel dazu zu bewilligen.