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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
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175
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Ueber Wahlbeeinflussungen. l75

schehen? Es ist nicht einmal behauptet worden. Sogardie Gegner des gewählten Kandidaten geben zu, daß eineDrohung in keiner Weise vorgekoininen ist. Es wirdangegeben, die Belehrung, die der Wahlkonunissär an dieWahlvorstände über seine Wünsche hat gelangen lassen,enthielten eine Beeinflussung. Wenn nun unter diesenWahlvorständen wirklich einer gewesen wäre, der sich vordem Landrate so gefürchtet hätte, daß er ihm alles hättezuliebe thun mögen, gegen seine politische Ueberzeugung,wie sollte er es anfangen, dieser Furcht zu gehorchen?'Welches ist die Handlung, die Unterlassung, die er begehen,die er erzwingen könnte, um irgend jemand von seinerUeberzeugung abwendig zu machen, um irgend einen un-erlaubten Einfluß zu üben? Er hat nichts zu thun, alsdie verschlossenen Zettel entgegenznnehmen und sie zuöffnen. Bei der öffentlichen Abstimmung zu Protokollist das etwas andres, da kann das Ansehen der Personeinen erheblichen Einfluß üben, und da habe ich gar nichtsdagegen einzuwenden, wenn Sie da skrupulös sind undjeden Einfluß bekämpfen, den Sie nicht Ihrerseits auchins Gefecht zu führen im stände wären, obschon, wennman in gegenseitige Anklagen und kleinliche Rekrimina-tionen eingehen will, man doch auf sehr einflußreichePrivatleute stößt, wo die auffällige Erscheinung sich dar-bietet, daß oft von Tausenden von Arbeitern nicht eineinziger sich findet, der eine andre politische Ueberzeugunghätte, als sein Herr, (Das ist richtig!) ein Fall, dermeines Erachtens viel auffälliger ist und viel beweisenderfür die Wahlbeeinflussung, daß unter 6000 Fabrikarbei-tern keine Meinungsverschiedenheit in der Politik ist, wieeine solche Ermahnung. Aber hier, wo wir jetzt die ge-heime Abstimmung mit geschlossenen Stimmzetteln haben,