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Die Landtagssession 1867—68.
wir konstitutionell regieren, so bedürfen mir einer Ma-jorität; verweigern Sie (nach rechts) uns Ihre Stimmen,so müssen wir eine andre Majorität zu finden suchen,und finden wir sie nicht, was kommt dann heraus?Daß die Regierung genötigt ist, sich auf mehrere ver-schiedene Parteien zu stützen, mit denen sie innerlich nichtso einig ist, wie sie es mit der konservativen Partei zusein glaubte; daraus folgen alle die Schwächen einesKoalitionsministeriums, auf das ich gestern schon hin-deutete, das nicht handeln kann, weil es jeder RichtungRechnung tragen muß, bald der einen, bald der andern,und nicht von der Stelle kann. Wollen Sie dieseSchwankungen über den Staat verhängen? Ich kannnicht erwarten, daß Sie von mir verlangen werden,und von dem jetzigen Ministerium verlangen, daß wennSie (nach rechts) uns die Majorität versagen, wir nichts-destoweniger fortfahren sollen, alle Unannehmlichkeitender Stellung zu tragen, ohne nach Abhilfe zu suchen,daß wir uns zum Organ einer einzelnen Fraktion, einereinzelnen Partei machen, um es darauf ankommeu zulassen, ob die ganze für das Land bedrohliche Situationdes Konfliktes sich in dieser schwierigen Zeit erneuernsoll oder nicht. Daß ich den Konflikt nicht fürchte —meine Herren, ich habe ihm ehrlich die Stirn gezeigtdrei Jahre hindurch, aber ihn zu einer permanentennationalen Institution zu machen, ist nicht meine Ab-sicht. (Bravo!)
Dem Abg. v. Vincke persönlich bemerkte der Graf:
Es kann nicht meine Absicht sein, in einem so vor-gerückten Stadium der Debatte, am dritten Tage der-selben kurz vor Schluß der Sitzung, den Herrn Vor-