Soll Preußsnseme dipl. Vertretung a. d. Bund übertragen? 69
näher stehen, über denselben gesprochen haben wird.Wenn ich jetzt schon das Wort ergreife, so geschieht esnnr in der Absicht, einige Jrrtümer zu berichtigen, dieder Herr Vorredner hier zu Tage gefördert hat. InBezug auf das Amendement v. Bennigsen bemerkeich, daß ein Mittel, welches der Herr Vorredner angab,um zum Ziele zu kommen, gerade die entgegengesetzteWirkung haben würde, nämlich das Mittel, in seinerWeise den Norddeutschen Bund abzukürzen dadurch, daßman ihn zu einem Gesamtdeutschen erweiterte. DieSchwierigkeiten, die Frage über das Gesandtschaftsrechtzu erledigen, würden dadurch nur um so viel größerwerden; Bayern z. B. würde in der Beziehung nochganz andre Ansprüche machen als Sachsen, und das-jenige, was wir jetzt unfern Bundesgenossen gegenüberthun, könnte auf die künftige Entschließung der süd-deutschen Staaten von erheblichem aufmunternden oderabschreckenden Einflüsse sein. (Sehr richtig!)
Hauptsächlich aber ergreife ich das Wort, um derBehauptung zu widersprechen, daß Diplomaten, wie derGraf v. Platen-Hallermünde und andre seinerGesinnungsgenossen, die die Anerkennung der neuenVerhältnisse verweigert haben, von uns Wartegelder,Pensionen oder irgend welche Emolumente beziehen; ichweiß nicht, aus welchen trüben Quellen der Herr Vor-redner diese Mitteilung geschöpft hat. Daß wir aberdenjenigen, welche sich der neuen Ordnung der Dingeunterworfen haben, das wohlverdiente Gehalt, resp.Pension, was sie im Dienste der früheren Landesherr-schaft gewonnen haben und was sie gesetzlich würden ein-klagen können, nicht streichen können, das wird mir derHerr Vorredner wohl zugeben müssen. (Sehr richtig.)