18 Erste ord. Session d. Nordd. Reichst. 10. Sept.— 26. Okt. 1867.
Handlungen der Ersten hessischen Kammer gemacht hat,kann ich als eine begründete Aeußernng, als eine zu-treffende, von seiten des Großherzoglich hessischen Mi-nisters nicht ansehen. (Bewegung.)
3. Inr Nor-schlcswigschrn Frage.
24. September 1867.
In diese Adreßdebatts glaubte der Abg. Hänel auch dis so-genannte Nordschleswigsche Frage hineinziehen zu sollen. Eräußerte die Besorgnis, eine angebliche Mission des Prinzen Hohen-lohe bezwecke nichts andres, als die Preisgsbung Nordschleswigsan Dänemark. Darauf erwiderte Graf Bismarck:
Ich will zunächst nur konstatieren, daß mir voneiner Mission des Prinzen Hohenlohe, obschon ich seitjener Zeit ununterbrochen an der Spitze der Geschäftegestanden habe, nichts bekannt ist. Wohl ist mir er-innerlich, daß der Prinz Hohenlohe bei der früherenRegierung des Herzogtums Schleswig oder der' Herzog-tümer beschäftigt gewesen ist, zur Assistenz des dortigenPräsidiums. Eine gesonderte Mission hat derselbe nichtgehabt, es ist das eine Fiktion.
Ich habe demnächst zu konstatieren, daß ich prin-zipiell nicht auf demselben Boden stehe wie der HerrVorredner. Ich halte eine Herrschaft Deutscher überwiderstrebende Nationen, ich will nicht sagen eine Herr-schaft, aber ein Zusammenleben Deutscher in demselbenGemeinwesen mit solchen Nationen, welche danach streben,sich von diesem Gemeinwesen zu lösen, nicht für nütz-lich; mitunter aber ist es notwendig. In Polen istes notwendig, wie ein Blick auf die Karte zeigt; und