Der Norddeutsche Bund u. d. süddeutschen Staaten. H
zeigen, üben solltet:, einen Druck, der meines Erachtensdas Gegenteil seiner Absicht erreichen würde. (LebhaftesBravo!)
Der hessische Abg. Frhr. Nordeck zur Rabenau machtehiernach darauf aufmerksam, daß der hessische MinisterpräsidentFrhr. u. Dalmigk in der hessischen ersten Kammer sich dahin aus-gesprochen habe, Preußen würde durch den Antrag, die süddeutschenStaaten, mindestens aber das ganze Großherzogtum Hessen inden Norddeutschen Bund aufzunehmen, „in Verlegenheit gesetztwerden". Graf Bismarck erklärte dazu:
Mir ist die von dem Herrn Vorredner angeführteAeußerung des Großherzogl. hessischen Staatsministers,von der ich glaube verstanden zu haben, daß sie in eitleröffentlichen Sitzung erfolgt sei, damals entgangen, sonstwürde ich Gelegenheit gehabt haben, auf diplomatischemWege die Ansicht zu berichtigen, die sie ausspricht. (Hört!Hört!)
Als preußischer Minister der auswärtigen Angelegen-heiten bin ich sicher, daß die Königliche Regierung mitkeinem Worte der Großherzoglich hessischen zu der dieserAeußerung zu Grunde liegenden Ueberzengung einen An-laß gegeben hat. Ich würde, wenn amtliche Schritteerfolgten, dem Sinne der damaligen Interpellation derhessischen Abgeordneten (wegen des Anschlusses ganz Hes-sens an den Nordbund) zu entsprechen, nicht für Preußeneine Verlegenheit fürchten — weit eher für die übrigensüddeutschen Regierungen, deren Stellung durch den Vor-gang einer unter ihnen einigermaßen erschwert werdenwürde. (Hört! Hört!)
Das liegt aber auf einem ganz andern Felde, welcheseiner der Herren Vorredner, Herr Aegidi, vorher mitGeschick und Sachkenntnis berührt hat. Aber die An-führung, wie sie hier der Herr Vorredner aus den Ver-