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Der russische Grenzverkehr,
internationales Einschreiten, für eine drohende Haltunggegen einen mächtigen Nachbarstaat unmöglich einenAnlaß geben; sie liegen nicht in dem üblen Willen,sondern sie liegen in den eigentümlichen Einrichtungendes Nachbarstaates. Eine Abhilfe im großen und ganzenkann nur dadurch geschafft werden, daß das russischeReich sich dem Verkehr ans eigner Ueberzengung, daßes in seinem Nutzen und in seinem Interesse liege, mehrals bisher öffnet und seine Gesetzgebung reformiert. Daskönnen wir nicht erzwingen, das müssen wir abwarten;und jede Verhandlung in der Tonart, wie sie hier aufder Tribüne wohl angeschlagen werden kann, wie siesich aber ein großer Staat, der sich selbst respektiert, nichtgefallen läßt, müssen nachher — plootuntuv ^olüvi —die Unterthanen ausbaden, deren Verhältnisse dadurchuur noch schlimmer werden. (Sehr richtig!)
Sie haben, glaube ich, kein.Recht, die KöniglicheNegierung anzuklagen, daß sie auf ihre Würde und aufden Schutz ihrer Unterthanen nicht eifersüchtig sei; beijeder Gelegenheit aber sich auf die Macht und das An-sehen zu berufen und mit einer solchen befreundetenRegierung eine gereizte Korrespondenz hervorzurufen,halte ich nicht für weise. Wir geben die Hoffnung nichtauf, daß dieselbe Regierung, die mit so großer Energiedie Emanzipation der Bauern von der Leibeigenschaftdnrchgeführt hat, die bereit ist, in ihrer inneren Ver-waltung dem Geiste der Neuzeit Rechnung zu tragen,wie der Herr Interpellant es verlangt, und vielleichtnoch darüber hinaus unter Umständen, auch den Handelvon den Fesseln emanzipieren werde, die jetzt auf ihmlasten, lind welche die meisten Staaten des westlichenEuropas längst abgeschüttelt haben. Aber, wie gesagt,