Die Annexion v. Hannover, Hessen, Nassau u. Frankfurt. 13
gewinneil soll in jenen Ländern, den Uebergang in der-jenigen schonenden Weise, welche die Allerhöchste Botschaftin Anssicht stellt, vorzubereiten.
Es wird demnächst in kürzerer oder längerer Frist,hoffentlich bald, Ihnen eine Vorlage gemacht werden,die eine volle Verschmelzung der Gebiete nach Art. 2der Verfassung in Aussicht nimmt. Und dann erlaubeich mir erläuternd zu bemerken, daß die Verhältnisse derHerzogtümer Schleswig-Holstein gesetzlich nicht eher re-guliert werden können, als bis der jetzt verhandelte undvoraussichtlich seinein Abschlüsse nahe Frieden mit Oester-reich wirklich ratifiziert ist, weil erst dann die vollerechtliche Besitzergreifung dieser Länder stattfinden kann,und daß es ebenso mit den Ergebnissen derjenigen Ver-handlungen der Fall sein wird, welche gegenwärtig mitBayern, Württemberg, Baden und dem GroßherzogtumHessen noch schweben, mit einigen dieser Staateil bereitsunterzeichnet sind, mit andern ihrem Abschluß nahen.
Diejenigen Vorlagen, die auf Grund dieser Ver-handlungen später zu machen sein werden, sind bedingtdurch den Abschluß der Verhandlungen.
Ich stelle dem Herrn Präsidenten anheim, die Be-schlußnahme des Hauses über die Wahl einer Kommis-sion zur geschäftlichen Behandlung der Vorlage herbei-zuführen.
Das Haus beschloß zur Vorberatung des Gesetzentwurfs dieNiedersetzung einer Kommission von 15 Mitgliedern.
Dieselbe Botschaft und denselben Gesetzentwurf brachte derMinisterpräsident an dem nämlichen Tage auch in der 7. Sitzungdes Abgeordnetenhauses ein und fügte hinzu:
Meine Herril! Nachdem Se. Majestät der Kölligselbst zu Ihnen über die Sache gesprochen hat, wird es