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Arabien.
dem Sohne Abrahams, abzustammen sich rühm-ten, mit Namen Mostaraber, d. i. Arabisirte, u.später Jsmaeliten. Während elftere feste Wohn-sitze hatten, Ackerbau u. auch Handel mit Ost-indien, Persien, Syrien u. Abessinien trieben,zogen die anderen nomadisch im Lande umher u.dehnten schon in alter Zeit ihre Züge über dieeigentliche Grenze bis in die Syrische Wüste aus.Geschützt durch die Natur des Landes vor nnver-inntheten Angriffen, behaupteten die Araber wäh-rend des Alrerthnms wenig gestört ihr Land undihre Sitten; die im N. wohnenden machten mehr-mals Kriegszüge ohne größere Bedeutung gegenihre Nachbarn. Die Hylsos der 15. u. 16. Dy-nastie in Ägypten werden für Araber gehalten;das Berhältniß zu den Israeliten, anfänglich einfeindliches, oft zu Kriegen führend, wurde späterein freundschaftliches, u. Salomon, wie Josaphatstand mit ihnen in Handelsverbindungen, die aberunter Jorain, des Letzteren Sohn, wieder gestörtwurden; erst dem König Usta in Juda gelang es,seine Grenzen gegen die Araber sicher zu stellen.Von der Eroberungslust der persischen Könige,denen die nördlichen Stämme Heeresfolge leisteten,blieb A. unberührt; Alexander den Gr. hinderte seinfrüher Tod; die Verwirrung der Diadochenzeit be-nutzend, unterwarfen sich einige Stämme einenTheil Chaldäas, das sie Jrak-Ärabi nannten; einanderer Stamm ans Jemen eroberte sich einenTheil von Syrien. Einen kleinen Strich Landesverloren sie aber an Ptolemäos in Aegypten, wo-gegen ein Feldzug des Antigonos gegen denStamm der Nabatäer im Peträischen Ä. (312 v.Chr.) für diesen unglücklich endete. Erst Antiochosdem Großen von Syrien gelang es, Siege übermehrere arabische Stämme zu erkämpfen u. dieStadt Nabbath Moab 219 v. Chr. zu erobern;aber in Folge der Kriege mit Ägypten mußte erschon 217 v. Chr. die kaum errungenen Vortheilewieder aufgeben. Inzwischen hatten die Arabersich mehrere israel. Städte bemächtigt u. durch ihrenAnschluß an Syrien der Tyrannei der Syrer gegendie Inden freien Spielraum gelassen. Die Makka-bäer führten daher 7 Jahre lang Krieg gegen sie,aber ohne Erfolg, bis es endlich dem JohannesHyrkanos 129 gelang, Jdumäa zu erobern n. diedaselbst wohnenden A. nach ihrem Übertritte zumJudenthum dem Jüdischen Staate einzuverleiben;aus ihnen ging der spätere König der JudenHerodes d. Gr. hervor. In Peträa hatte sichunterdessen ein Königthnm gebildet, u. wird alserster König daselbst Simalkun (um 144 v. Chr.)genannt. Seine Nachfolger, Obodos (Obeidas)und Aretas mit Namen, führten hartnäckige undwechselvolle Kriege mit den Inden u. deren nach-herigcn Schntzherren, den Römern, bis im Jahre116 n. Chr. unter Trajan eine neue römischeExpedition bis Khatif vordrang n. Peträa, Gerasan. a. Städte der röm. Pro». Palästina Tertia zn-thcilte, aber vor Aträ erfolglos znrllckweichen mußte.Das verwüstete Peträa blieb seitdem in Schuttund Asche, n. wurde Bostra die neue Hauptstadtn. zugleich Hauptstapelplatz für den Handel nachMesopotamien. Jndeß erfreuten sich die Römereines sicheren Besitzes nicht lange; schon nach Tra-jans Tode erhoben sich die Araber wieder, so daß
nur die früheren Besitzungen Peträas, östlich vomJordan, römisch blieben. Als Niger u. Severnsum die Kaiserkrone stritten (195 n. Chr.), fandjener bei den Hadscharenern, deren Stadt Akrevon den Römern unberührt geblieben war, Unter-stützung. Später erweiterte Anrelianus die Gren-zen bis in das nördliche A. u. führte 274 in seinemTriumphzuge zu Rom Araber auf. Endlich dieserfortwährenden Angriffe müde u. auch nicht gesonnen,sich dem fremden Joche zu unterwerfen, verließendie Nabatäer in Peträa Stadt n. Reich u. wan-derten in die Wüste.
Im Süden des Landes hatten die Joktani-den unter Joktans Sohn, Jarhab, von dem A.den Namen erhalten haben soll, ein Reich inJemen gegründet, das sich unter der Dynastieder Kahtaniden (Joktaniden) bes. im SW., in Saban. Hadhramant, ausdehnte. Den Joktaniden folg-ten die Himjariten (Homeiriten) angeblich 2500 I.vor Mohammed, unter denen um 1570 v. Chr.Hareth er Rajisch (Aretas) ganz Jemen unterwarf.Zur Zeit Salomons waren aber die Sabäer in Je-men die mächtigsten, n. die Königin Balkis vonSaba besuchte Salomon. Um 520 v. Chr. kamdie kahtanidische Dynastie bes Afrik zur Tobba-(Herrscher-)Würdc, die sich noch bis ins 6. Jahrh.n. Chr. hielt. Unter dem Tobba Ämru (120 v. Chr.)wanderte eine ganze Reihe von «Stämmen aus,um neue Reiche zu gründen, über welche aberüberall Tobbas aus der Dynastie der Kahtanidenherrschten. Streifzüge der A. von Jemen nachPersien wurden von den Herrschern des letzterenmehrmals selbst mit der Gefangennahme der Tob-bas von Jemen bestraft (im 4. u. 5. Jahrh.), wo-gegen aber auch wiederum mit Hilfe der Arabermancher Perser-Schah zum Throne gelangte undsich darauf erhielt. Seit der Zerstörung Jerusa-lems hatten sich eine Menge von Juden im ReicheJemen angefiedelt, denen im 2. n. 3. Jahrh. Chri-sten aus Abessinien folgten n. später christliche Hä-retiker, namentlich Monophysiten n. Nestorianer,während die christlich gewordenen Araber meist zumArianismus sich bekannten. Jndenthum u. Chri-stenthnm bekämpften sich fortwährend, meist zumNachthcil des letzteren, das noch dazu in dem demSternendieusts treu gebliebenen Fürstenhause derHimjariten einen erbitterten Feind hatte. Einesolche Verfolgung der Christen durch den juden-frenndlich gesinnten König Dju NnväS führte denÄthiopierkönig Elesbaas nach Jemen, das er um508 nach Chr. unterwarf, während die Anhängerdes Djn Nuvas sich in den nördlichen Theil desLandes zurückzogen. Die Kämpfe zwischen denInden u. Christen dauerten unter allerlei Wechsel-fällen fort, bis endlich Seif, Fürst von Dhaasar, 579mit persischer Hilfe der äthiopischen Herrschaft inJemen ein Ende machte u. sich selbst zum Königvon Jemen erhob, aber unter persischer Oberho-heit. Mit seinem Sohne Maadi Karab, der 584gegen die Äthiopier siel, starb das Geschlecht derJoktaniden aus, u. setzten nun die Perser Statthal-ter in Jemen ein, die aber fortwährend mit denÄthiopiern zu kämpfen hatten, bis endlich ihrerHerrschaft durch Mohammed ein Ende gemachtwurde. Das Hochland von Nedsched in Hidschazbildete ebenfalls seit dunkler Zeit ein eigenes Reich,