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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Aquila

Fa^ade und dem Marmorqrabmal des Heiligen,unter den Klöstern das Äloster Sa. Maria diCollemaggio durch seine gothische Fa^ade aus.Die 16,»00 Ew. treiben Industrie in Leinwand,Leder, Seide, Hüten, Papier n. besonders Sas-franbau. A. hieß schon iin Alterthum so und wareine Stadt im Gebiete der Vcstiner; von KaiserFriedrich II. wurde sie znm Schutze gegen diePäpste befestigt; 1703 wurde sie durch ein Erd-beben zerstört, wobei 2000 Menschen das Lebenverloren. 11. März 1821 besetzten sie die Öster-reicher; 1841 fanden hier politische Unruhen statt.

Asiurla, Graf von A., von der Stadt Aquilahergcnommcner Titel, welchen Prinz Ludwig KarlMaria Joseph, 6. Sohn des Königs Franz I.von Neapel, gcb. 19. Juli 1824, führt.

AsiUtln (Äkylas, vielt, der jüdische Name On-kelos), 1) A., ein Jude aus Pontns, später inRom; ging bei der Vertreibung der Juden durchClaudius mit seiner Gattin Priscilla nach Korinth,wo sie den Apostel Paulus kennen lernten, Christenwurden n. für die Verbreitung des Evangeliumssehr thätig waren. Sie gingen dann mit demApostel nach Ephesos und leisteten der Sache desChristcnthums auch hier ersprießliche Dienste. Zu-letzt lebten sie wieder in Rom u. sollen dort ent-hauptet worden sein. 2) A. Ponticus, jüdi-scher Baumeister u. Mathematiker, angeblich vonSinope, welchem Kaiser Hadrian die Wieder-herstellung des Tempels in Jerusalem anfgetragenhaben soll. Christ geworden, soll er, wegen astro-logischer Beschäftigung cpcommnnicirt, znm Jnden-thnm znrückgetrcten sein u. im Gegensätze gegendie von den Christen gebrauchte Septuaginta einegenau ans Hebräische sich anschließende Übersetzungdes A. T. ins Griechische verfertigt haben. Frag-mente davon in der Hcxapla des Origenes.3) Kaspar, gcb. 1488 in Augsburg; wurde 1514Prediger in Bern, 1515 Fcldprediger bei Franzv. Sickingcn, 1516 Pfarrer in Jcngen bei Kanf-bcnren. Als Lutheraner durch den Bischof vonAugsburg cingekerkcrt, wurde er auf Fürspracheder Königin Maria von Ungarn frcigelasscn, gingnach Wittenberg, ward Lehrer der Söhne Sickingcnsans der Ebcrnbnrg n. nach dessen Tode Lehrer n.Prediger in Wittenberg, wo er Luther bei derÜbersetzung des A. T. unterstützte; 1527 wurde erSuperintendent in Saalfeld. Wegen seiner An-hänglichkeit an den gefangenen Kurfürsten u. Hef-tigkeit gegen das Interim setzte Karl V. einenPreis von 5000 Gulden auf seinen Kopf; er fandaber Schutz bei hohen Gönnern u. war seit 1552wieder in Saatfeld, wo er 1560 st. Vgl. Gcns-ler, Vita. 0. Xguilas, Jena 1816.

Nsinilano, Sebastiane, Arzt im 15. u. 16.Jahrh., gcb. zu Aqnila; Galenist, dadurch be-nrerkcnswcrth, daß er die verhängnißvolle Qneck-silberknr bei syphilitischen Krankheiten anfbrachte;schrieb: Do morbo xallioo omnia «zuas sxbant,Vened. 1566, u. Os isbri 8-wAninLS, ack wwntsM6als»i, Franks. 1604.

AsiNtlar, s. Agnilar 1).

üquilarls Lam., Pflanzengatt, ans der Fam.der Aqnilarineen (X. 1), mit kreiselförmiger sünf-lappiger Blüthenhülle; Staubgefäße innerhalb desurnensörmigen Frnchtbodens; Narbe sitzend; Same

Aquileja.

mit einem schwammigen Samenmantel; südasiatischeBäume, mit sehr harzigem Holze. Arten: X. ovabaL. u. X. XZalloclmin Laon., auf Malacca; lieferndas Adlerholz.

üqullaeinoso, L. Lv., dicotyle, zu der Ordnungder Parietalen gehörige natürliche Pflanzenfam.des tropischen Asien, mit rühriger, gefärbter, ein-facher Blüthenhülle, verkehrt eiförmiger, plattge-drückter, unvollständig zweifächeriger, zwciklappigcr,ein- bis zwcisamiger Kapsel, hängenden Samen,Keimling ohne Eiweiß. Gattungen: Xgnilaria,Laon., O^rinopo-kn., Ossuckais L>esn. u. a.

üquilsgia L., Pflanzengatt, aus der Fam. derRanuncnlacecn (XIII. 5); Kelch sünfblätterig,blumenkronenartig; fünf trichterförmige, in einenhohlen, gekrümmten Sporn ausgehende, honig-tragende Blumenblätter; zahlreiche Staubgefäße,die innersten zu häutigen Schuppen verkümmert;Kapsel aus 5 bis 15 cinfächerigen, vielsamigenBalgkapseln zusammengesetzt; Blüthen nickend. Ar-ten: X. vuIZaris L. (Pantöffelchen), in Deutschland;X. eanaäsnsis L., in Canada, Virginien rc. DieA-arten sind beliebte, ausdauernde Stauden un-serer Gärten, deren glockenförmige blaue, weißeoder rothe, einfache oder gefüllte Blüthen zeitig imFrühjahre erscheinen; ans nicht allzntrockenem Bodengedeihen sie leicht ohne weitere Cnltur; Vermehr-ung durch Samen und Theilung.

Asinileja (Aglar oder Aquilcgla), im Alter-thnm blühende Stadt mit angeblich über 100,000Ew.; jetzt armseliger Ort im Bez. Gradisca desösterreichischen Kr/ Görz (Küstenland), H Stundevoin Adriatischen Meere, am Canal della Virginen. durch den schiffbaren Canal Anfoca mit demMeere verbunden; hat einen 101942 erbautenDom, einst Metropolitankirche des Patriarchen vonA., viele römische Alterthümcr; 830 Ew. A. wurde186 v. Chr. von den transalpinischen Galliernangelegt ». 181 von den Römern in eine lateini-sche Colonie umgewandelt; sie war znm Schutzegegen die nordischen Barbaren stark befestigt undgalt als der Schlüssel Italiens von NO. Mitdem Süden stand sie durch die Via XomiUa inVerbindung, und da von ihr alle Straßen nachRhäticn, Pannonien, Dalmatien ausgingcn, ge-langte sie bald zu hoher Blüthe. Marc Aurelmachte A. auch zur ersten Festung des RömischenReiches. 167 n. Chr. machten die Germanen einenvergeblichen Versuch, A. in ihre Gewalt zu brin-gen; auch Maximians belagerte cs 235 vergebensn. st. dabei. 340 Niederlage des Kaisers Constan-tia II. gegen seinen Bruder Constans, wobeiErsterer blieb; 388 Niederlage u. Tod des Usur-pators Maximns durch Theodosius I: am 6. Scpt.394 Niederlage des Usurpators Eugenins durchdenselben. 452 wurde es von Attila gänzlich zer-stört; ein Theil der Einwohner flüchtete sich aufdie Lagnneninsel der Brenta u. legte den Grundzu der Stadt Venedig; A. kam, obgleich von denOstgothcn wieder anfgebaut, nicht wieder in Blüthe.Am 28. Aug. 489 Niederlage Odoakers durch dieOstgothen. Hier die Aqnilcgischen Concilien, 381(gegen die Arianer), 556, 698 u. 1184. In derMitte des 6. Jahrh. wurde das Bisthnm in einPatriarchat verwandelt, welches den ersten Rangnach dem Papste erlangte u. in langein Streite mit