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Apure —
Heren Blüthe tief heruntergekommen. Der Boden!ist zum Thcil sandig, steppcnartig, wasserarm,meist wellig (isolirt der 1500 m hohe M.Gargano), doch nicht unfruchtbar, n. hat Weidenn. Waldungen. Die unwissenden, trägen n. rohen,aber gastfreundlichen Einwohner betreiben Bich-zncht, Fischfang, Wein- n. Obstbau (Südfrüchte);ans den Strandscen wird Salz gewonnen.4) Geschichte. Die alten Bewohner A-s hatteneine monarchische Verfassung, welche jedoch späterder republikanischen der einzelnen Städte wich.Mit den Römern kamen die Apnlcr zuerst 326v. Ehr. in Berührung, indem sie ihnen Hilfs-lrnppen gegen die Sammler lieferten. Zu derFolge stellten sie sich ihnen jedoch feindselig ent-gegen, fochten aber stets unglücklich, so 323—317,bis sie im 3. Samnilischcu Kriege als Verbündeteder Sammler 297 v. Chr. Lurch P. Dccius beiMalevcntnm vollständig geschlagen u. unterworfenwurden. Im 2. Panischen Kriege stellten sie sichauf Hannibals Seite n. wurden nach dessen Be-siegung abermals unterworfen, um nun dauerndunter römischer Herrschaft, zu bleiben u. RomsSchicksal zu theilen. Nach dessen Untergang vst-gothisch, dann unter Byzanz, verblieb letzteremseit 568 nur der südliche Theil, mährend der nörd-liche zu dem longobardischcn Herzogthnm Bcne-vcnt gezogen wurde, dessen Fürst Landulf I. 929auch den nördlichen Theil A-s eroberte; erst nachnahezu 50 Jahren kam A. wieder an die Grie-chen zurück, die aber durch die Härte ihrer Re-gierung zu wiederholten Empörungen Anlaß ga-ben. Während einer dieser Empörungen (981)unter dem apulischen Bürger Melos kamen dieersten Normannen in das Land, die auch nachMelos' Flucht den Kampf gegen die Griechen fort-setztcn. Im Herbste 1022 kam Kaiser Heinrich II.,durch den von ihm zum Herzog von A. ernann-ten Melos veranlaßt, selbst, um die Angelegen-heiten des Landes zu ordnen, wobei auch dieNormannen reichlich bedacht wurden, dafür aberauch Las Herzogthnm zu schützen hatten. ' Jndcßwurden bald aus den Beschützern Eroberer undHerrscher, und 1043 schon ward der NormanneWilhelm I., der Eisenarm, unter der Lehnsherr-schafr der Könige von Italien zum Grasen vonA. erwählt u. das Land in 12 Grafschaften ge-thcilt. Wilhelm st. 1046. Sein Bruder Hum-srcd, Nachfolger des 1051 ermordeten Drogo,schlug die Griechen, nahm den Papst gefangen u.machte weitere Eroberungen in A.; er st. 1057.'Nach ihm erhob sich sein Bruder, Gniscard vonCalabrien, nachdem er kurze Zeit für seinen NeffenBccelarL (Abecelard) die Regentschaft geführt, zumGrafen von A., erhielt 1059 vom Papst Niko-laus II., wegen der ihm gegen den Kaiser geleiste-ten Hilfe, Len Titel eines Herzogs von A. u. Ca- ^labricn u. 1060 die Belehnung mit diesen Ländernnebst allen Theilen Italiens u. Siciliens, die er ^den Saracenen entreißen würde (woher der päpst-liche Stuhl für immer ein Lehcnrecht über dieseBesitzungen des Königs von Neapel in Anspruchnahm). Robert hob die Vorrechte u. die Selbstän-digkeit ans, welche der apnlische Adel bis dahin ge-nossen hatte, eroberte 1060 durch seinen jüngstenBruder, Roger, Grasen von Calabrien, einen Theil ,
- Apyrcxie.
>von Sicilien n. vollendete bis 1072 die Erober-ung Siciliens, wodurch er die das nachmaligeKönigreich Neapel bildenden Staaten unter seinemSccptcr vereinigte. 1070 nahm er auch Bari,1076 n. 1077 Amalfi u. Salerno ein n. wurde vomPapste nach Anssterbcn des Fürstenhauses von Bcne-vcnt mit dem Herzogthnm gleichen Namens belehnt.Von 1080 an führte er glücklich Krieg gegen den by-zantinischen Usurpator Alexius Komncnos, starbaber, im Begriffe, gegen Constantinopel vorznrücken,ans Cephalonia 1085. In dem nun folgendenSucccssionsstreitc zwischen Roberts Söhnen Bohe-mund n. Roger behielt letzterer zwar die Ober-hand, ging indcß 1088 eine Theilung ein,nach welcher er seinem Bruder Bohcmnnd Cittäd'Oria, Otranto, Gallipoli und Tarent abtrat.1089 erkannte Roger die Oberhcrrlichkcit desPapstes an. 1100 folgte ihm sein Sohn Wil-helm II., der den Papst gegen Kaiser Hein-rich V. unterstützte u. 1127 kinderlos starb. Nunbesetzte Roger II. von Sicilien A. u. Calabrien,vereinigte beide Theile wieder u. behauptete sichnicht nur gegen die störrischen Barone n. Städte,sondern auch gegen den diese Lande selbst bean-spruchenden Papst, u. zwang denselben sogar, ihm1128 A. u. Calabrien als Lehen zu übergeben u.ihn als Herzog dieser Lande anznerkenncn. Sokam A. u. Calabrien an Sicilien, später mit Si-cilien an Neapel, dessen Schicksale sie theiltcn, u.1860 zum neuen Königreich Italien.
Apürc, 1) linker 'Nebenfluß des Orinoco in dersüdamcrikanischen Republik Venezuela, 1576 bmlang, wovon 1400 Icm schiffbar; entspringt in derProvinz Merida, ans dem östlichen Theil derAnden, unter dem Namen Uribantc. 2) Staatin Venezuela; grenzt im O. n. S. an Guianaund Columbia, hat über 50,000 Hjkm und32,485 Ew.; der Boden ist tiefeben n. ganz be-waldet, dagegen gibt es gute Weideplätze, welchedie Viehzucht besonders begünstigen; das Klimaist heiß u. gesund, ausgenommen in der Nähe derLagunen. Eintheilnng in 4 Kantone: Achaguas,San Fernando, Mantccal und Guadualito mitgleichnamigen Hauptstädten.
Apurlmac, Nebenfluß des Ucayali, der einender Quellströme des Amazonenstromes bildet; ent-springt auf den Anden in Peru, westlich vomTiticacasee.
Apüs (gr.,Mehrzahl Apödes, im Nentr. Apöda),1) fnßlos; daher 2) an Apodie leidend. 8) EinstName des Paradiesvogels (IMraciisoa apväa 4,.),4) Gattung der zu den Krustenthieren gehörigenFamilie der Blattsüßer.
üopvornls maxlmus (Ns. v. gr. aipz-s,
hoch, u. ürvis Vogel, lat., max., der größte, alsogrößter Hochvogel), Riesenvogel auf Madagaskar,dessen Laufknochen im Alluvium u. dessen wohl-crhaltcne Eier im Schlamme aufgefunden wurden,zur Ordnung der straußartigen Vögel, von Anderenzu den Geiern gerechnet. Die Eier sind 5—-6malso groß als die des Straußes u. 150mal so großwie Hühnereier. Ob der Vogel noch lebt, wievon den Eingeborenen behauptet wird, oder ans-gcstorben ist, ist noch zweifelhaft.
Apyrcxie (v. Gr.), Fieberlosigkeit, fieberfreierZeitraum zwischen 2 Anfällen des Wcchselfiebers