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schm Naturforschern ganz geändert, kheils in be-sonderen Classen (Orustaeea n. Xraoimiäss) zn-sammengestcllt, theils unter die eigentlichen Jn-secten vcrtheilt. Hier jetzt eine Unterordnung derSchnabclkerfe, umfaßt die parasitischen Familiender Pelzfresser n. Läuse.
llpterus (gr., nngeflügelt), Beiname einigerJnsectcnartcn, die der Unter- oder Oberflügel,oder beider entbehren; z. B. Xnbis aptsrn, Ün-rabi nptsri.
kpter^x -Maro,, höchst absonderlicher Vogel, derin den unbewohnten, waldreichen Gegenden derNordinsel von Neuseeland lebt, aber dem Ans-sterben nahe ist. Erst 1812 kam er durch Bar-clay nach Europa, ist jetzt unter dem Namen Kiwi(A-. Amntslii) bekannt u. wird unter dem 'NamenZwerg- oder Schncpfenstrauß mitnntcr den Strau-ßen angereiht. Eine zweite Art (.1,. Owvni) ge-hört der Südinsel an, ans welcher auch noch einedritte, größere Art (X. Uos-ron) Vorkommen soll.Der Körper, etwa von der Größe eines Huhnes,ist ganz bedeckt mit langen, locker herabhängen-den, haarartigcn Federn, welche am meisten andas Gefieder des Kasuars erinnern n. ebenso wiedort die Flügelstnmmel gänzlich verdecken. Dervon kurzem Halse getragene Kopf läuft in einenüberaus langen, rundlichen Schncpfenschnabel aus,an dessen äußerster Spitze die Nasenöffnnngenmünden. Es sind Nachtvögel, welche sich denTag über in Erdlöchern versteckt halten n. nachtsans Nahrung (Jnscctcnlarven n. Würmer) ans-gehen. Sie leben paarweise. Das Weibchen legt,wie es scheint, zweimal im Jahre ein ausfallendroßes Ei, welches in einer ausgegrabenen Erd-öhle vom Weibchen, nach Anderen abwechselndvom Männchen n. Weibchen bebrütet werden soll.
Aptiren (v. Lat.), brauchbar machen, zn-richten; von Theaterstücken: zur Aufführung cin-richtcn (inscenircn). Aptitndc (fr.), natürlichesGeschick, das Passende oder Tüchtige, AptirtesZündnadelgewc hr, das durch Änderung desVerschlusses verbesserte, mit neuer Patrone undVisircinrichtung versehene ältere preußische Zünb-nadclgcwehr. Aptirtc Geschützrohre u. Las-set en rc., durch Umänderung, z. B. der glattenKanonen in gezogene, noch verwendbar gemachtesälteres 'Artilleriematerial.
üpt^clnis, s. n. Ammoniten.
Apüa (a. Gcogr.), Stadt in Ligurien; jetztPonte Tremoli. Die Apuauer widerstanden denRömern lange, wurden aber 180 v. Chr. besiegtu. nach neuer Empörung ins Samniterland ver-setzt. Nach A. benannt sind die ApuanischenAlpen, mächtiger Gebirgsstock des HetrurischenApennin, nördl. vom Serchiothal, zwischen Car-rara n. der Garfagnana, in der italienischen Prov.Massa-Carrara, mit dem Pnnto Li Uccello 1877 m,Monte Sagro 1810 m, Monte Pisanino 2046 in,Piania dclla Croca 1845 in u. a.; hat steile Ab-hänge n. birgt den ausgezeichneten Marmor vonCarrara.
Apulejns (Appulejus). Die Xxuisjn §enswar ein angesehenes römisches Geschlecht, mit denFamilien Celsns, Decianns, Pansa, Saturninns,Tappo (in Aqnileja) rc. Außerdem: LuciusA., Platonischer Philosoph, Redner u. Schrift -
- Apulien.
stellen, geb. um 130 n. Chr. zu Madanra inAfrika; studirte zu Carthago n. Athen. Durchden Tod seines Vaters vermögend geworden,durchreiste er Griechenland, wo er in alle Myste-rien sich einweihen ließ. 'Nachdem er sein Ver-mögen ans diese Weise erschöpft hatte, lebte erkurze Zeit als Sachwalter in Rom, dann wurdeer Lehrer der Philosophie n. Priester in Carthago.Hier durch die Verheiralhung mit einer alten rei-chen Wittwe, Ämilia Pudcntiila, in den Verdachtder Zauberei gekommen, vcrtheidigle er sich mitGlück in einer noch vorbandcnen Rede (XpoloMnäs maZia, hcransg. von G. Krüger, Berl. 1864)n. wurde srcigesprochen. Er lebte dann noch langehochgeehrt zu Carthago. A. war ein Mann vonGeist, vielem Wissen n. vielseitigem Interesse, abervon sehr äußerlicher, selbstgefälliger Gesinnung.Wegen seines großen Formtalcnts, das jedoch oftschwülstig u. affectirt erscheint, n. wegen seinerreichen, oft abenteuerlichen Phantasie ist er einerder interessantesten Autoren aus der VerfallzeitRoms, zumal er auch für die religiösen Tendenzender Zeit ein lebhaftes synkrelistisches Interesse zeigt;dem Christenthum ist er jedoch abgcwandt. Inder Philosophie folgt er besonders dem Platon.Von seinen mannichsaltigcn, lateinisch geschriebenenSchriften sind noch erhalten: Llobamorylrossoniibri XI. oder Xsinus aureus (der goldene Esel), hu-moristisch - phantastischer Roman, mit Lncians Im-Icios verwandt, doch noch weiter ansgeschmückt,hcransg. von Eyßenhardt, Berl. 1869; berühmtist darin die Episode von Psyche u. Amor, her-ausgeg. von O. Jahn, Lpz. 1856, deutsch vonI. Bintz, Lpz. 1872. Ferner schr. er: Os äsoLoeralis: Ölvriäa (Blnmenlese ans seinen dekla-matorischen Vorträgen); Oloriäorum guae supor-sunt, von G. Krüger, Berl. 1865; Os äo^makoOlaivnis; Os iminäo. Sämmtliche Werke hcransg.Rom 1469, Fol., von Ondendorp, vollendet vonBosscha, Leyden 1786 —1823, 3 Bde.; Hilde-brand, 1842; deutsch: Der goldene Esel, von Rode,Dessau 1783, 2 Bde. Der Oermss'I'rismsAistnsn. a. Schriften sind ihm untergeschoben.
Apulien (Apnlia), 1) (a. Gcogr.) im wei-teren Sinne der südöstliche Theil von Italien,also Dannia, Peucetia n. Japygia (Messapia u.Calabria) mit der Iksgio Laisntinorum; im enge-ren Sinne die Districie Dannia n. Penceria: lagzwischen den Frentani, dem Adriatischen Meere,dem Tarentinischen ZNeerbusen, Samninm n. Ln-canien; die Bevölkerung bestand ans den ausoni-schcn Apnlern n. cingewanderteu Illyriern n.Hellenen. 2) (M. Gcogr.) Im Mittelalter wurdeunter A. oft das gcsammte Festland des König-reichs beider Sicilien verstanden. Der 'NormanneWilhelm Eismann, Eroberer Unteritaliens, nanntesich 1043 Graf von A., sein Bruder, RobertGuiscard, 1059 Herzog von A., Calabricn n.Sicilien; durch Errichtung des Königreichs beiderSicilien unter Roger 1130 verschwand der 'NameA. als Landesbezeichnnng. 3) (N. Gcogr.) Dasalte A., im Volksmunde noch Puglia, zerfällt jetztin die italienischen Provinzen Capiranara, Terradi Bari n. Terra d'Ortanto, zusammen 22,115ssZIcm mit (1871) 1,420,892 Ew., umfassend236 Gemeinden. Das Land ist von seiner frü-