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Aprikoscnöl —
Ringe eine zapfenförmige Erhöhung; sie lebt aufAprikose, Pfirsich, Rose, Birke, Hagebuche u. Weiß-dorn, wo man sie gegen Ende Sommers amrifftu. wo sie mitunter argen Schaden anrichtet. ImSpätjahre verwandelt sie sich in einem aus Ge-spinnstfädcn u. Holzsplittern gefertigten Cocon ineine rorh-branne Puppe mit behaarter Schwanz-spitze, welche sich erst im folgenden Sommer ent-wickelt. Der Schmetterling ist röthlich-gran mitzickzacksörmigen Zeichnungen n. welligem Rande;Große 40 mm; Europa, nordwärts bis Schweden.
Äprikoscnöl, ein ans den Samen der Apri-kosen dargcstelltes fettes Öl, mit welchem zuweilendas Mandelöl verfälscht wird.
Aprikosenspinncr (Lastträger, Sonderling,Esparsettvözclchcn, Bürstenbinder, Or'b.vm anti-gna. L.); Raupe dünnbaarig, mit gelben oderschwarzen Haarbüscheln (Bürstenranpe), grau, obenschwarz, beide Farben durch weiße Linien getrennt,mit rothen Punkten; lebt auf vielerlei Bäumen,namentlich ans Obstbänmen, Rosen, Erlen, Wei-den, Schlehen; ist mitunter sehr schädlich. In derMitte des Sommers fertigt sie ein braun-grauesGcspinnst u. verwandelt sich darin in eine blaß-gelbe, dunkelbraun gereiste Puppe, ans welchernach 3 Wochen der kleine Schmetterling kommt.Männchen mit dunkelbraunem Leibe, Flügel roth-brann, auf den vorderen stehen einige dunkleStriche u. am Hinterrande ein weißer, dunkel ein-gefaßter Fleck; Größe 22 mm. Das Weibchenhat einen dicken, grau-braunen Leib, aber keineFlügel; Europa, nach Norden bis Schweden.
April (angeblich von lat. aporrrs, öffnen: derdie Blnihcn öffnende; iral. Aprils, franz. -Vvril,engl. Lpril, lat. TprUis, von itarl d. Gr. Ostor-mnnvtii, Holland. Orasmaauck genannt), im alt-römischen Kalender der 2., im Jnlianischen der4. Monat des Jahres, der Venus geweiht; be-stand zu Nomnlns Zeit ans 30, zu Numas Zeitans 29 Tagen, bis zu Julius Cäsar, der ihmwieder 30 Tage zutheilte; man personificirte ihnauch als Gottheit. Für Feld, Wiese, Garten istder April einer der Monate, welche die Thätigkcitdes Landwirthes am meisten in Anspruch nehmen.Wegen der öfteren u. rascheren Veränderung derWitterung im A. nennt man veränderliche Witte-rung Aprilwettcr u. danach die Wünschen. Ein-fälle eines unbeständigen Menschen Aprillaune.Die durchschnittliche Temperatur in Mitteleuropabeträgt 1" U. Das Aprilschicken ist zweifel-haften Ursprunges, nach Grimm wahrscheinlich derÜberrest eines keltischen Festes n. ans Frankreichzu uns hernbcrgcbracht. Aprilsnarr, der in denA. Geschickte. Im Volksabcrgl auben gehörtder 1. A. zu den Unglückstagen, spccicll weil anihm Judas Jschariot geboren sein soll. Wer andiesen, Tage zur Welt kommt, bleibt krüppelhast,stirbt eines schlimmen Todes, am Strang, odergeht elend unter u. s. w; am 1 . A. darf mankeine Milch verkaufen, sonst stirbt die Kuh n. s. w.Vgl. Wnttke, Der deutsche Volksaberglaube derGegenwart, Berl. 1869.
Aprilblume ist Lrwmons usmorosa,
Aprilsnarr, s. u. April.
Aprilwcizcn, Wcchsclwcizen, engl. Bartweizen,welcher sich besonders zur Aussaat im zeitigen
Frühjahre eignet. Da er auch im Spätherbstegesäet werden kann, nennt inan ihn auch Wechsel-weizen.
/i prima vista (ital., auf das erste Sehen), vomBlatte (spielen, singen).
- pridri (v. Lat.), s. n. a posteriori.
/l propos (v. Franz.), so v. w. beiläufig, beidieser Gelegenheit.
Apsaras (Nom. Sg. Apsarlls; ind. Myth.) sindhimmlische Nymphen, wohnen in Brahmas Welt,dienen dem Indra u. werden ans Bitten der Göttervon Indra auf die Erde gesandt, um Büßer, diedurch ihre Kasteiungen eine zu große Macht zuerlangen im Begriffe sind, zu verführen u. sieihres errungenen Verdienstes zu berauben. Inder himmlischen Welt empfangen sie die imKampfe gefallenen Krieger als Garten. IhreZahl ist sehr groß, doch werden nur wenige vonihnen mit Namen angeführt.
Apscheron, Cap, Halbinsel; s. n. Baku.
Apsiden (v. gr. irapsis, Vcrknotnng, Znsam-mcnfügnng, Gewölbe), die beiden Punkte der ellipti-schen Planetenbahn, in welchen der Planet der Sonneam nächsten stehr (Pcrihelinm) u. dann wiederam entferntesten von ihr ist (Aphelinm). Sie be-zeichnen die äußersten Endpunkte der großen Achseder Erdbahn, welche daher auch A-linie genanntwird. Die A-linie thcilt die Ellipse, in welchersich der Himmelskörper bewegt, in 2 symmetrischeHälften.
Apsis, Aüsis, Apside (v. Gr.), auch Tribuna,Concha, Exedra, die Urform des hohen Chores inden christlichen Kirchen; wird in der altchristlichenn. romanischen Baukunst der meist in Form einerhalbkreisförmigen Nische das Mittelschiff abschlie-ßende Altarplatz genannt; nicht selten sind indessendie Apsiden inwendig halbkreisförmig, von außenpolygonal abgeschlossen. Solche Nischen wurdenin der späteren römischen Zeit besonders bei einerGattung öffentlicher Gebäude, den Basiliken, ge-bräuchlich und sind als deren Nachbildung zubetrachten. In der späteren christlichen Zeit er-hielt die Apside dadurch eine Verlängerung, daßman ihr den eborns, der früher im Schiff war,zufügte, wodurch dieser Raum den Namen hoherChor erhielt.
Apsychie (v. Gr.), höchster Grad der Bewußt-losigkeit, der Öhnmacht; Scheintod.
Äpt, Hanptst. im gleichnamigen Arrond. desfranzösischen Dep. Vanclnse, amCanlon; SitzeinesUntcrpräfccten, Communalcolleg, alte Kathedrale;fabricirt Wachskerzen, vorzügliche Confiturcn undeingemachte Früchte, Seide, Fayenccwaaren, Leder;treibt Handel mit Vieh, Trüffeln, Korn n. Süd-früchten; 5892 Ew. Die Stadt ist römischen Ur-sprungs u. wurde von Julius Cäsar verschönert,daher sie Hpta lluiin hieß. Das frühere Bis-thnm wurde in der Revolution von 1789 aufge-hoben. Dabei eine römische Brücke von drei Bogen(kont llnkion).
kptonoMos (kin-zt., Gatt, der zu den Schwimm-vögeln gehörenden Fam. der Pinguine. L.. xa-taAonioa, der Königstanchcr.
üpters (gr. Flügellose), nach Linne, der dabeidem Aristoteles folgte, die flügellosen Jnsecteu;schon von Fabricius u. später von Len französi-