nach Tabatinga an den Grenzen Perus. 1868kam er wieder in keine Heimath, kehrte 1871 nachAmerika zurück n. st. am 18. Juli 1872 in Britisch-Gniana an den Folgen einer schweren Verletzungmit Schwefelsäure, die er zum Schutze gegen dieIndianer mit sich führte. Er schr.: Unter denTropen (über Venezuela und Britisch-Gniana),Jena 1871, 2 BLe.kppunto (ital.), s. ^.xgioinb.ü prseo. n. ü prset., Ablnrzung für anno prao-osäeute, im vorhergehenden, oder anno praots-rito. iin vorhergegangcnen Jahre.
Apraxin, russische Grafcnfamilie, deren Adelans dem 15. Jahrh. datirt: 1) MarfaApraxina,Tochter des Grafen Matwei; wurde 14. Febr. 1682die Gemahlin des Czars Fedor III. n. st. 31. Dec.1715. 3) Graf Peter Matwejewitsch, ältererBruder der Bor., gcb. 1659; begleitete Peter d.Gr. 1697 nach Holland, war an der Bekämpfungder Strelitzcn bctheiligt u. erfocht als Gcncral-licntcnant mehrere Siege über die Schweden;1703 zu den rebellirendcn Völkern an der Wolgageschickt, brachte er den Kalmückenkhan Ajuka un-ter russische Botmäßigkeit; im Proceß gegen Alexei,Sohn Peters d. Gr., in den er verwickelt war,wurde er freigesprochen; starb 1720. 3) GrafFedor Matwejewitsch, Bruder des Vor., geb.1671; einer der hervorragendsten Feldherrn Perersd. Gr., dessen Errichtung einer Marine er nament-lich unterstützte. Zuerst Woiwodc von Archangcl,betheiligte er sich später ruhmvoll an den Kriegenseines Kaisers, vereitelte 1709 die Expedition desschwedischen Generals Lübckcr in Jngermanland,eroberte als General-Admiral der Flotte 1710Wyhorg in Karelien, 1713 Helsingfors n. Abo inFinnland und zwang von' 1718 an durch eineOperationen an der schwedischen Küste dies Reichzu dem Frieden von Nystadt 1721 (10. Sept.),in welchem es die Ostsccproviuzcn (Kurland aus-genommen) n. das östliche Finnland verlor. 1722bethciligte er sich an dem Feldzüge gegen Persien.Obwol ein Gegner der Reformen Peters, standA. bei demselben in solcher Gunst, daß er zwei-mal von der Schuld der Bestechlichkeit u. Ver-untreuung sich loskaufen durfte. A. st. 10. Nov.1728 zu Moskau. 4) Stephan Fedorowitsch,Verwandter der Vor., geb. 1702; machte denTürkenkrieg unter Münnich mit, wurde, noch sehrsehr jung, General n. benutzte seine einflußreicheStellung zur Bekämpfung des Grafen L'Estocgund der preußischen Partei am russischen Hofe.Als Feldmarschall führte er Ende Juni 1757die russische Armee gegen Preußen und schlugnach Eroberung der Festung Memel den GeneralLehwaldt 30. Äug. 1757 bei Großjägerndorf. Daer diesen Sieg nicht benutzte, sondern im Einver-ständniß mit dem Reichskanzler Bestnschew sichmit Hinterlassung der Kranken nach Kurlandzurückzog, wurde er vor ein Kriegsgericht gestellt,vor dessen Entscheidung er jedoch im Gefängniß31. Ang. 1758 starb. (S. Biographien der russi-schen Feldmarschälle, 4 Bde., Petersb. 1840—41).Das jetzige Grafengeschlccht A. stammt von AndreiMatwejewitsch, einem jüngeren Bruder Peters n.Fedors (2 u. 3), dem I. Febr. 1722 in den Grafen-stand erhobenen Oberschenkel! am Hose Peters d. Gr.
Aprikosciirulc. 781
üptds (fr., v. lat. ack xrvasiiiii), 1) hernach;3) Nachspiel.
Aprica-Pasi, 1235 IN hoher Paß in der ital.Prov. Brescia; führt westl. von Edolo aus demVal Camonica in das Vcltlin.
Apriccna, Flecken im Distr. San Severo deritalienischen Prov. Capitanata, an der EisenbahnAncona-Brindisi; die Gemeinde mit Zugchör5370 Ew.
Aprics (Hophra), König von Ägypten, Nach-komme des Psaminctich; regierte 590—571 v. Ehr.,wo eine Empörung unter der Anführung des Amasisgegen ihn ausbräch, in Folge deren er gestürzt n.vom Volke getödtet wurde. Diese von Hcrodoterzählte Geschichte erscheint jedoch nach neuerenForschungen nicht glaubwürdig.
Aprikose ist die höchst wohlschmeckende Fruchtvon ^rmoniasa viilAUi!» INr,»., einem ans Per-sien u. Armenien stammenden Baume ans derFant, der Amygdalecn, der jetzt überall bei unscultivirt wird. Die sehr harte Hülle der Samenliefert eine schwarze Farbe; die Samen selbst sindwie die Mandeln thcils süß, theils bitter. DieZahl der durch die Cultur erhaltenen Sorten istnicht so groß, als bei unseren anderen besserenObstarten, n. deren Verschiedenheit unter einandernicht so bedeutend, daß sich daraus eine als brauch-bar anzncrkenncnde Eintheilnng gründen ließe;auch der Unterschied der Früchte mit süßen n.solcher mit bitteren Kernen ist für die Classificationzu unsicher. Die A-n haben ein angenehmes,saftiges, schmelzendes, gewürzhaftcs Fleisch, welchesbei einigen Sorten jedoch leicht mehlig wird, wes-halb solche Früchte etwas vor der völligen Reifeabzunehmcn u. bis zum Weichwerden anfznbe-wahren sind. Die mehr oder weniger runden,meist orangcgelben u. mit wolliger Haut bedecktenFrüchte gelten roh genossen als etwas schwer ver-daulich, sind aber eingemacht oder als Compotschr beliebt.
Der Aprikosenbaum verlangt in den kälte-ren Gegenden eine warme Lage und Schutz imWinter, gedeiht am besten in warmem, sandigemund kalkhaltigem Boden, wogegen er in schweremoder kaltem Boden leicht dem Erfrieren ausgcsetztist; in den wärmeren Gegenden wird derselbe alsHochstamm u. am Spalier, gezogen, in den kälte-ren nur am Spalier bei Bedeckung im Winter.Die Vermehrung geschieht meist durch Veredlung,am besten durch Ocnlircn auf Pflaumen- oderA-wildlingc; auch durch Aussaat der Steine vonden guten Sorten pflegt man wieder edle Sorten,wenn auch nicht ganz dieselben, zu erziehen; dieauf Pflaumen veredelten Stämme sind aber dauer-hafter. Richtiges Beschneiden der A-nbänme istzur Erziehung schöner Spaliere erforderlich, aberziemlich schwierig; im Allgemeinen darf cs nichtzu stark geschehen u. wird am besten in den wär-meren Gegenden im Herbste, in kälteren im Früh-jahre erst kurz vor der Blürhe, welche bei LenA-nbänmen am frühesten von allen unseren Obst-bänmcn eintritt, vorgenommen.
Aprikoscneule (Pfeilnachtfalter, ^.eronzetn?8i Oe/issm/i.), Schmetterling aus der Fam. derEulen. Die behaarte Raupe ist schwarz, weiß,gelb u. roth gezeichnet n. trägt ans dem vierten