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Appression
ok eonrt) als Sachwalter heranbilden; s. Lar-ristor.
Appression (v. Lat.), Andrückung; daher A-s-Pumpe, so v. w. Druckpumpe, u. A-swerk,so v. w. Druckwerk. In der B otauik heißt A. dieAnschmiegung gestreckter Pflanzcuorgaue (Stengelvon Schlingpflanzen, Klammerwnrzeln rc.) aneinen festen Körper bei dauernder Berührung.
Appretur, 1) (Appretiren) die Verrichtung,wodurch Fabrikaten, besonders gewebten und ge-wirkten Maaren ein schöneres Ansehen gegebenwird. Der solches verrichtet, heißt Appreteur.Die A. des Tuches umfaßt das Rauhen, Sche-ren n. Pressen; s. Tuchfabrikation. Beim Appre-tiren der glatten Wollenzenge werden die einzel-nen und kurz hervorstehcnden Haare abgesengtoder weggebrannt; darauf reinigi man sie ineiner Art von Walkmühle n. wäscht sie in reinemWasser aus, glänzt sie durch den Druck von glat-ten Walzen in einem Kalander, oder reibt sie miteinem glatten Steine; zuletzt werden sic gepreßt.Die holländische A. besteht darin, daß mandie Zeuge mit einem Absud von Gummi, Akclei-samen, Flöhsamcn und Hanscnblasc anfcuchtctn. dann in die Presse bringt. Beim Pressenwerden die Zeuge auf einer kupfernen Platteansgebrcitct, die ans einem unter der Presse ste-henden eisernen Tische befestigt ist. Unter letzteremist ein Kvhlcnfencr. Baumwolle uzen ge wer-den bei der Appretur auch gesengt u. in derWalke gewaschen, hierauf gebleicht, gestärkt, ge-glättet n. gepreßt. Gleiches, nur ohne die Manipu-lation des Scngens, geschieht bei der Appreturder Leinwand. Die gleichseitigen glatten Sei-denstoffe (Taffet rc.) werden durch Überziehenüber Walzen geglättet u. später gepreßt. LeichteWaare wird vorher mit Gummi genäßt undgetrocknet. Die schweren zweiseitigen Seiden-stoffe (Atlas rc.) ohne A.; solche mit Kattuncin-schlag oder leichte ganz seidene Waare wird ausder Rückseite mit Gummi genäßt, schnell getrocknet,damit Nichts dnrchdringt, darauf kalandert (einePapicrwalze u. eine Eisenwalze) n. endlich gepreßt.Schwere ganz seidene Sammete ohne A.; leichteWaare mit baumwollenem Einschläge, besondersSchappsammete werden geschoren, dann auf Rah-men gespannt, links mit Gummi bestrichen, schnellgetrocknet, endlich durch Überziehen über heißeWalzen geglättet. Bei gewirkten Maaren er-folgt die A. nach den Stoffen, aus denen sic be-stehen; bei Stroh hüten durch Bestreichen mitStärke oder Gummi u. darauf folgendes Glänzendurch Reiben mit einem glatten Holze; beimAppretiren des Leders krispelt man dasselbe mitdem Krispelholze, wodurch die Narben hervorge-triebcn werden, oder bringt die Glätte durch Rei-ben mit Kork oder einer Glaskugel hervor. 2)Was auf die Zeuge aufgetragcn wird, um ihnenGlanz zu geben.
Approbircn (v. Lat.), gntheißen, billigen, ge-nehmigen nach ersolgtcr Prüfung. Daher Appro-bation: 1) Billigung, Zustimmung, insonder-heit behördliche Genehmigung zur Ausübung einerHandlung, eines Geschäftes oder Amtes, nachdemder dieselbe Nachsnchende sich auch als befähigt u.berechtigt dazu erwiesen hat. 2) In der Kathol.
— ApPUN.
Kirche die Erklärung des Bischofs, daß gegen denDruck eines Buches von religiösem Inhalte keinkirchliches Bedenken obwalte; daher das solchenSchriften zum Beweise ihrer Rechtgläubigkcit bei-gefügtc A.pxrobs,t>ur. 3) Die von der obersten Kir-chenbehörde ausgesprochene Genehmigung der An-stellung eines Glistlichcn.
App rochen (v. Franz.), Laufgräben. Ap-prochiren, mit Laufgräben (u. überhaupt) sichnähern. Approchant, annähernd, ähnlich. Ap-prochement, Annäherung.
Appropingnation, 1) Annäherung, das Her-annahen; 2) die Annäherung der Schädclknochendes Kindes bei der Geburt während des Durch-ganges durch das Becken.
Appropriation, 1) An-, Zueignung, An-maßung. 2) Die Wiedervereinigung eines vorherzu Eigenthum n. zu Nießbrauch getheiltcn Eigen-thnnis, wo dem Einen Grund n. Boden, demAnderen aber die Nutzung desselben zngehörte, inder Person Dessen, welchem das nutzbare Eigen-thnm zustand. S. Consolidation. A-sklansel,die mit dem irländischen Zehntgcsetze 1834 inVerbindung gebrachte Zusatzbestimmung, daß diedurch jenes Gesetz erzielten Überschüsse der Ein-künfte vom Kirchengnte zu gemeinnützigen Zwecken,besonders im Schul- und Armenwesen verwendetwerden sollten; bildete bis Ang. 1838, wo sie vonbeiden Häusern des Parlaments angenommenwurde, einen Gegenstand ernsten Zwiespaltes zwi-schen Whigs und Tories. In späteren Jahrenmehrmals wieder zur Sprache gebracht, hat dieSache ihre volle Erledigung durch die 1869 vonbeiden Häusern angenommene und unterm 26.Juli sanctionirte Irische Kirchenbill, welche dieEntstaatlichung der Irischen Kirche und die Säcn-larisation der Kirchengüter dnrchführte. S. Groß-britannien.
Approviantircn (v. Fr.), so v. w. Vcrpro-viantircn.
Approximation, 1) Annäherung überhaupt,besonders in der Mathematik; s. Annäherung.2) In der Theologie die Annäherung der gött-lichen Substanz an die Seelcnsnbstanz des Men-schen, als Endergebnis; der vollendeten Gnaden-wirknngen des Heiligen Geistes; schwärmerischeLehre, besonders Inst. Fenerborns, um 1620.Approximativ, annähernd, ungefähr, der Wahr-heit nahe kommend; daher Approximative, derAnnäherungspunkt bei Verträgen.
Apptti (fr.), 1) Stützpunkt, so besonders ^.ppni-rmrin, der Malerstock, worauf der Maler die ar-beitende Hand stützt. 2) (Kriegsw.) Stützpunkt,Anlchnnngspnnkt; s. auch anlehnen.
Appulcjus, s. Apulcjns.
Appuls (v. Lat.), 1) Anstoß, Antrieb; 2) dasscheinbare Anstößen eines Himmelskörpers an einenFaden oder ein sonstiges im Gesichtsfelde desFernrohres angebrachtes Merkmal.
Appnn, Karl Ferdinand, Naturforscher u.Reisender, geb. 24. Mai 1820 in Bunzlan; wurde1849 vom König Friedrich Wilhelm IV. vonPreußen zur Erforschung SAmerikas ausgcsen-det n. bereiste 10 Jahre lang Venezuela, dannDemerara, einen Theil Brasiliens auf dem RioBranco, Rio Negro u. dein Amazonenstrom bis