Applctvii —
Plare in derselben Zeit erzeugte, wie die gewöhn-liche Schnellpresse. Sie wurde durch bessere Con-structionen verdrängt. Daß dieselbe wesentlich zuder neuerdings verwirklichten Idee, auf endlosesPapier zu drucken, beigetragen, darf als wahr-scheinlich angenommen werden. A. starb in Dartfordam 10. Fcbr. 1871.
Applcton, Daniel, geb. 1785; gründete mitgeringen Mitteln eine Buchhandlung in Ncw-Uork, die er durch Fleiß n. Umsichtigkeit bald zueiner der bedeutendsten Verlags- und Import-geschäfte der Der. Staaten erhob; er starb am27. März 1849.
Applicätc, 1) so v. w. Ordinate; 2) Appli-katen nannte man früher ein System von Sehneneiner krummen Linie, welche einer gegebenen Linieparallel sind und von einem Durchmesser derkrummen Linie halbirt werden.
Applikation (v. lat. aWlioo, ich wende an),1) Anpassung, Anwendung. 2) Anwendung einerallgemeinen Wahrheit auf Fälle der Erfahrung.3) (Med.) Anwendung besonders von äußerenHeilmitteln. 4) Fähigkeit, sich in Etwas zu finden,Brauchbarkeit.
Applicationsdruck, so v. w. Tascldruck; da-her Applicationsfarben; s. u. Zcngdruck.
Applicatur (v. Lat.), Fingersatz beim Spiele»musikalischer Instrumente, wobei Höhe n. Tiefe derTöne durch Anschlag oder Ausdrücken der Fingerhervorgebracht wird. Von der richtigen A. hängtder Grad der Fertigkeit, Sicherheit n. Schönheitdes Spiels ab.
Appling, County im nordamcrik. UnionsstaatcGeorgia, unter 31" n. Br. u. 82° w. L.; 5080Einw.; Boden schlecht; Conntysitz: Holmcsvillc.
Applombircn, s. Plombiren.
/lppoggiüto (ital., gestützt, angelehnt) bedeutetbeim Vortrage von Vocal- und Jnstrnmcmal-Cantilenen Las harmonische, getragene Jneinander-verschlingcn zweier Töne und ist daun gleichbe-deutend mit kortairwniu.
Appoint (fr., ital. LppuMo), ans den Punkt,genau, 1) ein Wechsel, wenn durch denselben eineSchuld genau ausgeglichen wird; dann auch, wenner als ergänzender oder einzelner Thcil einergrößeren Summe angesehen wird; 2) so v. w.Wechsel; wird 3) auch anstatt Stück (Abschnitt beiPapiergeld, Wcrthpapicren u Wechseln) gebraucht;-4) A-s (Appuuto) trassiren, durch Wechseleine Forderung vollständig entnehmen.
Appomodox, 1) Fluß im nordainerikanischcnUnionsstaate Virginia, nördlicher Zweig des James-flusscs; bis Petersburg für kleinere Fahrzeuge 40engl. M. schiffbar, von da noch eine Strecke wei-ter kanalisirt. 2) County im vorgenannten Staate,unter 37° n. B. und 78° w. L.; 8950 Ein-wohner; Producte: Mais, Weizen, Tabak; Eisen-bahn von Petersburg nach Lynchbnrg; Conntysitz:Cloverhill.
Apponircn (v. Lat.), beisetzen, hinzusügeu; da«von 4ppormtur, es werde beigefügt oder beigelcgt;Lxxonantllr aeta. cs sollen die Acten beigelegtwerden, ans Eingaben von den mit dem Referatüber dieselben Beauftragten geschrieben.
Appontji, alte ungarische Familie, die 1718vom Kaiser Karl VI. in den Freiherrn- u. 173
Appreiiti. 779
in den Grafenstand erhoben wurde. Sic thciltsich in die ältere und jüngere Linie. Aus crslererbemerkenswerth: 1) Graf Anton Georg, un-garischer Staatsmann, geb. 4. Dec. 1751; starb17. März 1817; Gründer der Apponyilchcn Fa«milicnbibliothck, die Graf Georg, 50,000 Bbc.stark, 1827 in einem eigenen Hause in Prcßbnrgder Benutzung des Publicums übergab. 2) Gr..Anton, Sohn des Vor., geb. 7. Scpt. 1782;widmete sich dem diplomatischen Fache, ward Ge-sandter zu London n. Rom u. 1826 in Paris.Hier leistete er besonders 1830, nach der Iuli-Rcvolntion, dem Kaiscrstaate die ausgezeichnetstenDienste u. bekleidete diesen Posten bis Sept. 1849;er starb 17. Oct. 1852. 3) Gr. Georg, nngar.Staatsmann, geb. 29. Dez. 1808; war anfangs'Hofsccrctär an der ungarischen Hofkanzlci inWien, wurde seit 1846 zum zweiten u. seit 1847zum obersten ungarischen Hoskanzlcr ernannt; Füh-rer der Conservativen gegen die Partei Kossuths.Rach Auflösung der Hoskanzlei in Folge der Revo-lution, im März 1848, zog er sich ins Privatlebenzurück, ans dem er jedoch 1859 wieder hervor-trat. 1860 in den verstärkten Rcichsrath nachWien berufen, verthcidigte er daselbst die legitimenRechte Ungarns u. wurde am Ende des JahrcS.Incksx onriao zu Pest, welches Amt er im Aprill8l>3 niederlegte. Seit 1872 bemüht er sich, einekatholische Partei in Ungarn zu gründen. 4) GrafRudolf II., älterer Sohn von A. 2), geb. 1.Ang. 1812, zuerst Secretär bei der Botschaft inParis, seit 1849 Gesandter in Turin n. dort EndeSept. 1853 abberufen, 1856 Gesandter in Mün-chen, 1860 Botschafter in London, seit 1871 inParis, wo er 31. Jan. 1872 die Stellung antrat.
Apportiren (fr. apxortor), 1) hcrzubringcn;2) besonders von Hunden, welche dem Herrn be-stimmte Gegenstände bringen; s. n. Dressirc». Da-von Apportirbock, so v. w. Dressirbock; apporto;bring' her! Apportage, Trägerlohn.
Apports (fr.), beigebrachte oder vielmehr bei-zubringcnde Wcrthe bei Gründungen zur Verhüt-ung von Schwindel u. Betrug; in der bctr. Ge-setzgebung bisher noch viel zu wenig beachtet.
Apposition (v. Lat.), Hinzusetzung; iu^derGrammatik nähere Bestimmung des in einem Sub-stantiv enthaltenen Begriffes durch nachsolgcndesubstantive Ergänznng; z. B.: Paris, die Haupt-stadt Frankreichs; Alexander der Große rc.
Apprccation, flehentliche Bitte; daher appre-catorisch, inständig bittend.
Appreciiren (v. Franz.; lat. a-tiircn) schätzen,abschätzen; davon Appreciation, Schätzung,Würdigung.
Apprehcndircn (v. Lat.), ergreifen, anffasscn.Davon apprcycnsiv, leicht ergrcifbar, reizbar,aus Einbildung furchtsam. Apprehensiou, 1)das Erfassen, Ergreifen; 2) (Psychol.) die Ver-knüpfung des Mannigfaltigen der sinnlichen Ein-drücke zur Einheit der Wahrnehmung; 3) Be-griffsvermögen, Intelligenz; 4) (Med.) so v. w.Starrsucht.
Apprenti (fr.), 1> Lehrling; daher Appren-lissage, Lehrzeit. 2) (Mittellat.) -Ipprontüoii nälegaru, Solche, welch! sich durch einen sechsjäh-rigen Aufenthalt auf Rcchtsakademien (Inus