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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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764
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7d4 Äpollvnische Parabel — Apologie der Augsburgischen Confesston.

men, heransg. von Belker, ebd. 1813; Über dieConjunctionen u. Adverbien, heransg. von Belker,im 2. BL. der ^nsoäota §r. Diese Schriftenbildeten Theile eines vollständigen grammatischenSystems, welchem später auch Priscianns folgte.A-s L>ohn war der Grammatiker Herodianos.Bon einem anderen A. ist die Sammlung vonwunderbaren Geschichten, heransg. in WcstermannsLcript. paraäoxoArapIii, Br. 1839, u. in Jdelers8eript. moäioi, Bcrl. 1841. 6) A. aus Dral-les, Sohn des Artemidoros n. Schüler des Mcne-krates, Bildhauer, lebte kurz nach Alexander d. Gr.;schuf im Vereine mit seinem Bruder Tauriskosdie berühmte plastische Gruppe des FaruesischenStiers.

Apollonischc Parabel (Math.), die gewöhn-liche Parabel, ein Kegelschnitt, zum Unterschiedevon höheren Parabeln; so genannt nach dem Ma-thematiker Apollonias von Perga; s. Parabel.

Apolloinus von Tyrus, ein im Originalverloren gegangener griechischer Roman aus dem5. oder 6. Jahrh. n. Chr. Schon im 9. Jahrh.wird einer lateinische Übersetzung erwähnt. EineNacherzählung enthält Gottfrieds von Vitcrbo(2. Hälfte des 12. Jahrh.) Pantheon od. allgemeineChronik. Zum Theil aus dieser Quelle scheinendrei im Wesentlichen übereinstimmende lateinischeBearbeitungen geflossen zu sein: 1) in den llsstaLomaiiornm; 2) eine u. a. von Welser herans-gegebcne, Angsb. 1595; 3) eine ohne Jahreszahlu. Druckort in den letzten 3 Jahrzehnten des15. Jahrh. erschienene. Bereits im 12. Jahrh.war dieser Roman in deutscher Dichtung vorhan-den. Einen (bis jetzt nngedrucktcn) A. von Tyr-land dichtete, wahrscheinlich nach den Costa Ho-maiiornm, im Anfänge des 14. Jahrh. der ArztHeinrich von der Neuenstadt zu Wien (Auszug inNeichardts Buch der Liebe, 1779, S. 363 ff.).Aus dein 15. Jahrh. stammt die prosaische Be-arbeitung von Heinrich Stcinhövcl (Angsb. 1471u. a.). Das deutsche Volksbuch (Angsb. 1471 rc.,niederdeutsch Hamb. 1601) scheint aus Gottfriedvon Biterbo hervorgegangen. Eine angelsächsischeBearbeitung gehört dem 11. Jahrh. an (heransg.von Torpe, Lond. 1834). Nach Gottfried vonBiterbo gab Joh. Gower (14. Jahrh.) den Ro-man in seiner Conlsssio amanbis, Inst. VIII.,wieder. Aus dem Französischen stammte das eng-lische Volksbuch, 1510, 1576, 1607. Der unterShakespeares Namen gehende keriolss Nrinos ol'IZrs ruht auf der Gowerschen Erzählung u. demenglischen Volksküche, das mit dem deutschen ge-nau übereinstimmt. Antönungen an den A. fin-den sich in Shakespeares Wintermärchen, Irrungen,Viel Lärm um Nichts. Aus dem Perikles schöpfteGeorgWiltins seine gleichnamigeErzählung(1.Aus-gabe 1608, neuere von Tycho Mommsen, Oldenb.1857). Übersetzungen des A. in fast allen Spra-chen des Abendlandes. Vgl. Karl Simrock, DieQuellen des Shakespeare in 'Novellen, Märchenu. Sagen, mit sagcngeschichtlicheu Nachweisnngen,2. Aust., Bonn 1870, II. 163 ff.; Wiedergebungdes Romans nach den Costa Rornanorum u.dem deutschen Vollsbuche, sodann ein Abschnitt zurSagenvergleichnng.

Apollos, Abkürzung aus Apollonios, Alexan-

drinischer Jude, als Gelehrter und Redner ge-schätzt; trat seit 55 in Ephesos u. anderen Ortenals Prediger des Evangeliums u. Täufer auf,ging später nach Korinth, wo er wider seinenWillen zu Parteiungen Anlaß gab, gegen welchePaulus, den A. selbst werthschätzend, im erstenKorintherbriefe streng eifert. Das Besondere anA-s Lehre wird die sog. Philonische Theologiemit ihrer angeblich tieferen Schriftdeutung undrhetorisirenden Schulweisheit gewesen sein. GegenLuthers Vermuthung, daß A. den Hebräerbriefgeschrieben, spricht das nachgewiesene jüngere Alterder Schrift.

Apollyon (so v. w. Verderber), Name desAbaddon, Offenb. Joh. 9, 11.

Apologet (v. Gr.), Vertheidiger einer Sache oderPerson mit Gründen gegen Einwürfe. DaherApologetik, die Wissenschaft, welche, im Unter-schiede von der die Wahrheit des christlichen Glau-bens im Ganzen voranssetzendeu Dogmatik, dasChristenthum mit philosophischen und historischenGründen gegen seine Gegner zu vertheidigen sucht.Sie will zeigen, daß der von der Religionsphilo-sophie gewonnene allgemeine Rcligionsbcgriff imChristcnthum concret erfüllt sei, will psychologischund historisch die absolute Bestimmung desselben,Religion für alle Völker u. Zeiten, die Religiondes einzelnen Menschen u. der Menschheit zu sein,Nachweisen. Je nach der Art u. Form der Beweis-führung berührt sich die Apologetik mit der Polemik.Die ersten christlichen A-en stellten das Heiden-thnm in seiner Süchtigkeit, das Judeuthum inseiner Unzulänglichkeit, das Christenthnm in seinergöttlichen Größe und Einzigkeit dar: Qnadratus,Aristides, Jnstinus Martyr, Athenagoras, Tatian,Theophilns, Tertullian, Minncius Felix, Clemens,Origenes, Eusebius, Arnobius, Lactantius, Au-gustin (Corpus apoloZotarum, herausgeg. vouOtto,Jena 1848 ff.). Später galt es die Vertheidig-nng noch fortwährend gegen die Angriffe der Judenu. jetzt besonders auch gegen den Islam: Agobardvon Lyon, Abälard, Thomas von Aguino, Ray-mnnd Martini. Seit dem Aufkommen des Hu-manismus, dann der Philosopie und endlich derNaturwissenschaften mußte die apologetische Tä-tigkeit gegen deren Kritik n. Skepsis sich wenden:Marsilius Ficinus, Savonarola, Grotins, Pascal,Locke, Clarke, Addison, Lilienthal, Euler, Haller,Sack, Jerusalem, Nösselt, Leß, Spalding. Steueredeutsche Werke von Sack, Drey, Stirm, Ullmann,Hundeshagen, Delitzsch, Luthardt, Christlieb, Zesch-witz, Baumstark rc. Vgl. Tzschirner, Geschichteder Apologetik, 1. Theil, Lpz. 1805; G. H. vanSenden, Gesch. der Apologetik, 1831 ff. (deutschvon Quack u. Binder, Stuttgart 1846, 2 Bde.);Werner, Gesch. der apologetischen u. polemischenLiteratur der christlichen Theologie, Schaffhansen1861—65, 4 Bde.

Apologie (v. Gr.), Schutz-, Vcrtheidigungs-schrift (s. u. Apologet); Name mehrerer Schriftender Alten; bekannt sind die A-n des Sokratesvon Platon u. Tenophon u. die A. des Apnlejns,eine Selbstvertheidigung gegen die Beschuldigungder Zauberei.

Apologie der Augsburgischen Confesston,

eines der symbolischen Bücher der Protestantischen