Aimimsäther -
wärmtem Wasser; durch Lüftung der Fenster u.leichte Beschattung ist die übergroße Hitze zu mil-dern. Im Scpt. werden die nun kräftig heran-gewachsenen Pflanzen in 20 am große Töpfe inlockere Erde gepflanzt, wobei gewöhnlich dieWurzeln, die sich rasch wieder bilden, nebst demuntersten Theil des Strunkes ganz abgeschnittcnwerden; die Töpfe werden in einen frisch erwärm-ten Wintcrkastcn, oder in das 24" Ii. haltendeLohbcet eines Warmhauses bis an den Rand ein-gegraben, woselbst sie den Winter über bleibenkönnen, oder auch zeitig in ein Frnchthans gebrachtwerden. Die Einrichtung des letzteren ist verschie-den: es wird der blcichmäßigen Erwärmung wegenmöglichst tief in die Erde gelegt n. mit einem Loh-beete versehen, welches durch Wasserheiznng oderDünger von unten beliebig 20—24" II. warm ge-macht werden kann, u. auf welchem die Pflanzen,frei eingepflanzt, oder mit den Töpfen eingcgraben,nahe unter die Fenster kommen. Hier blühen siebei 18—20" Lnftwärme im Frühjahre u. reifenvon Juli bis Oct.; begossen werden sie reichlichu. auch, außer während der Blüthe- n. Reifezeit,täglich mit erwärmtem Wasser bespritzt. Der lä-stigste Feind der A-Caltnr ist die A-Schildlans,welche nicht wieder zu vertilgen ist, wenn sie über-hand genommen hat, n. die Cnltnr zu Grunderichten kann; sie muß von den größeren Pflanzensorgfältig abgesncht n. ihre rasche Vermehrungdurch Lüften der Fenster u. öfteres Bespritzen derPflanzen mit Wasser eingeschränkt werden; kleine,nicht wcrthvolle Pflanzen, ans welchen sic sichfindet, sind zu cassircn, u. dürfen die Kindel vonden mit Schildlänsen behafteten Pflanzen niemalszur Anzucht verwendet werden.
Amnmsiither (Ananasessenz, Ananasöl), eineder Ananas ähnlich riechende Mischung von Bntter-sänreäthyläther mit dem 8—lOfachcn Volumen-Alkohol. Er wird sowol in der Parfümerie, alsznm Aroniatisiren von Conditorwaaren benutzt.
Ananas-Erdbeere. Von diesen beliebten groß-früchtigeu, meist hell gefärbten Erbeeren gibt esviele Sorten, welche durchgängig in etwas schwe-rerem Boden noch gut gedeihen n. reichlich tragen;s. Erdbeere.
Ananashanf oder Pinna, ein ans denBlatt-sasern der ^mrnassa sativa LüwU. gewonneneshanfartiges Material, das zu ziemlich seinen Ge-weben tauglich ist.
Ananaskartoffcl, eine feine, sehr schmackhafte,längliche, mit vielen Augen versehene Kartoffel-varietät.
Ananaskarallc (.st.8trass, Ananas), im Atlan-tischen Meere, weiß oder gelb, faustgroß, gewölbt,mit über die Wölbung hervorstehendcn Sternen,so daß tiefe Gänge zwischen ihnen liegen.
Ananas-Neinctte, zur Klasse der einfarbigenReinetten gehörende, mittelgroße, ergiebige Apfel-sorte von feinem, gewürzhaftcin, ananasähnlichemGeschmack und citrongclber Färbung; eine der ver-hältnißmäßig wenigen Apfelsorten, welche sich wegenihres Wuchses auch zu Pyramidcnbänmen eignen.
Ananas-Schildlaus, s. Ananas.
linsnassa T-r'mll., Pflanzengatt, ans der Fam.der Bromeliaceen (VI. 1). Art: -V. snbiva liliull.(Lromolia.stnanas T,.), die eßbare Ananas.
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Anandrie (v. Gr.), Unmännlichkeit.
Anamas, Mitglied der ersten Christengemeindein Jerusalem; gab vor, zu deren Besten seineGüter zu Verkäufen, behielt'aber einen Theil desErlöses zurück, worüber er, von Perrns verflucht,mit seiner Frau Sapphira Plötzlich starb.
Ananke (gr.), Nothwendigkeit, Verhängnis;,Schicksal, welchem selbst die Götter unbedingt un-terworfen sind (vgl. Parzen).
Anankophästie (gr. Ant.), vorgeschriebenc kräf-tige Diät der Athleten.
Anapa (Anap, Anape), befestigte Hafenstadt amSchwarzen Meere in Rusfisch-Kantäsien (Gonv.Kuban), mit 9000 Ew.; an der Stelle des altenSind«; einer der wichtigsten Punkte in den russi-schen Operationen gegen den Kaukasus; sie istGarnisonsstadt, Proviantort n. Flottenstation; Han-del m Wachs, Honig, Wolle rc. 1784 von denTürken als Grenzfestung gegen die Russen errichtet,wurde A. von diesen dreimal genommen: im Juni1791 durch Gndowitsch, worauf es im Friedenvon Jassy 1792 wieder znrückgegeben wurde, dannim April 1807, wonach es der Friede von Bu-karest 1812 wieder znrückbrachte, endlich im Juni1828, seitdem cs zufolge des Friedens vonAvria-nopcl 1829 bleibend an Rußland kam, welchesjedoch 185S während des Krimkrieges die altenBefestigungen zerstörte.
Anapäst (v. Gr., der Znrückprallcnde), 1) Vers-fuß, besteht ans 2 kurzen Silben n. einer langen—). Die gebräuchlichsten anapästischcn Versesind: 1) der vollständige Dimeter:
O du Weltnnheil! o du Schicksalstag!
2) Der unvollständige (kätalcktische) Dimeter:
Ans der Verbindung beider entsteht 3) der kata-lcktische Tctramcter des Aristophancs:
Im Gesnndheitsglanz wird Jeder vielmehr j aufder Kampfbahn blühend dich schauen.
4) Der Archcbnlische Vers:
geht auf eine logaödische Reihe ans. 3) (Griech.Lit.) A-e, in Anapästen abgcfaßte Spottgedichte.
Anapetic (gr.), bei den alten Ärzten, nachGalenos, die Erweiterung von Räumen überhaupt,von Gefäßen insbesondere, im Leibe der thierischenWesen.
Anäphe, eine der Sporaden im ÄgäischcnMeere, östlich von Thera, die Apollon der Sagenach ans dem Meere hervortanchen ließ, als dieArgonauten auf der Rückkehr in stürmischer Nachtihn um Hilfe anricfen. Heutzutage Anaphi, 68(Ijkin (14- s^M), mit 1000 Ew. n. gleichnamigerHauptstadt; im Ganzen kahl, in den Thälern jedochdas Genügende an -Getreide, Wein und Früchtenbietend, namentlich Zwiebeln in Überfluß. Ander SKüste Ruinen eines Apollomempcls n. deralten Stadt.
Anaphonösis (gr.), Declamatwn, der ans dieAthnmngs-, Stimm- n. Sprachwerkzenge bezüg-liche Theil der Gymnastik; stand bei den Griechenals Erziehnngs-, Gesnndheits- und Heilmittel inwohl verdientem Ansehen.