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Analysis
nie als solches gewichtsanalytisch bestimmt werden,sondern muß in metallisches Kupfer, Kupferoxydoder Schwefelkupfer verwandelt werden, Formen,die durch Answaschen, Trocknen, Glühen rc. sichin unveränderlicher und bekannter Zusammen-setzung ans die Wage bringen lassen. Dagegenbenutzt inan den in Wasser u. verdünnten Säurenunlöslichen schwefslsauren Baryt, um Schwefelsäuresowol, als Baryt qualitativ zu erkennen n. quanti-tativ zu bestimmen. Zur quantitativen Bestimmungder Bestandtheile eines Körpers besitzt die Gewichts-analyse eine große Menge Methoden, die für die-selben Bestandtheile durch die Gegenwart andereroft sehr abweiche». Während bei der gewöhnlichenquantitativen A. jeder einzelne Bcstandtheil derVerbindung in einer für die Wägung n. Berech-nung geeigneten Form abgeschieden wird, ist es mitHilfe der indirectcn A. möglich, die Mengen derBestandtheile eines Gemenges zweier ähnlichen,schwer zu trennenden Körper auf dem Wege derRechnung zu ermitteln. Gesetzt, man habe einGemenge von schwcfelsanrem Kali u. schwefelsanremNatron zu untersuchen, so bestimmt man in 1 xdes Gemenges die gesammte Schwefelsäure n. be-rechnet ans den bekannten Mengen Kali und Na-tron, welche znr Sättigung einer gegebenen MengeSchwefelsäure nöthig sind, das Verhältnis, in wel-chem diese Basen in der Mischung enthalten seinmüssen, um gerade 1 ^ schwefelsaure Salze zugeben. Diese Art der indirecten A. ist auf viele; andere Fälle anwendbar, z. B. uni kleine Mengenvon Jod- n. Bromverbindnngen neben Chlorver-bindungen zu bestimmen; sie gibt umso genauereResultate, je größer die Differenzen der Atom-gewichte der zu bestimmenden Körper sind. EineMethode, die im Großen n. Ganzen sich einheit-licher darstellen läßt, bildet die sogenannte Elementar-A. organischer Körper. Diese, nur aus wenigenElementen: Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff,Stickstoff, bisweilen auch Schwefel u. Phosphor be-stehend, sind hauptsächlich durch die verschiedenen- Mengenverhältnisse dieser Elemente unterschieden,
!! wobei es jedoch vorkommt, daß qualitativ u. quan-!> titativ gleich zusammengesetzte Körper sich chemischH verschieden verhalten. Die Aufgabe der Elemen->! tar-A. besteht nur darin, das Verhältniß der Men-! gen dieser wenigen Elemente in der Verbindung>! festzustellen, dis Verschiedenheit letztgenannter Kör-
k Per kann sie daher nicht coustatiren. Der Elemcn-tar-A. muß ebenso gut wie der quantitativen A.l unorganischer Körper eine qualitative Prüfung vor-! ausgehen, indem die Anwesenheit von Stickstoff,Schwefel oder Phosphor das Verfahren modifi-cirt; außerdem können künstlich dargestcllte or-ganische Körper auch die verschiedensten anderen! anorganischen Elemente enthalten, namentlich Chlor,) Jod, Brom, sowie auch Metalle. Auf Kohlenstoff,j der in organischen Körpern (ihrer Definition nach)i immer vorhanden ist, braucht qualitativ nicht ge-prüft zu werden; Wasserstoff ergibt sich gleichzeitigbei der Bestimmung des Kohlenstoffes. Stickstoffwird gewöhnlich an der Bildung von Ammoniakerkannt, die beim Glühen der Verbindung mit>> Natronkalk eintritt, Schwefel und Phosphor weist
I man nach der Oxydation durch Schmelzen mit
I Soda u. Salpeter als Schwefel- u. Phosphorsänre
(Chemiv).
nach. Die übrigen anorganischen Elemente kön-nen nach der Methode der qualitativen A. in demnach dem Verbrennen der organischen Substanzbleibenden Rückstände erkannt werden, ausgenom-men die in der Hitze flüchtigen Elemente. Diequantitative Bestimmung von Kohlenstoff undWasserstoff wird gleichzeitig ausgeführt, indemman die Substanz, mit Knpferoxyd gemengt, derGlühhitze anssetzt (verbrennt). Eine schwer schmelz-bare Glasröhre (Verbrcnmingsröhre) wird zuerstan dem zngeschmolzenen Ende mit geglühtemKnpferoxyd beschickt, dann eine gewogene "Mengeder Substanz, mit Knpferoxyd gemengt, eingefülltund der übrige Thcil des Rohres wieder mit rei-nem Knpferoxyd angefüllt. Mit dem Verbrenn-ungsrohr wird mittels eines trockenen Korkes einegewogene Chlorcalciumröhre verbunden, an dieseein mit Kalilauge gefüllter n. ebenfalls gewogenerApparat (Liebigscher Kugelapparat) gefügt unddarauf das Knpferoxyd am vorderen Ende derRöhre, die in einem Gasofen (Verbrennungsofen)liegt, zum Glühen gebracht. Allmählich rückt manmit dem Erwärmen nach den: Hinteren Ende derRöhre zu und leitet dieses so, daß die auf.Kostendes Sauerstoffes des Kupferoxyds gebildeten Ver-brennnngsproducte, Kohlensäure u. Wasserdampf,langsam durch die Absorptionsapparate durch-streichen. Gehen keine Gasblasen mehr durch, soist die Verbrennung beendigt, man bricht den Hin-teren Theil des in eine Spitze ausgezogcnen Ver-brennnngsrohres ab u. sangt einen langsamen Luftström durch den Apparat. Die Gewichtszunahmedes Chlorcalcinmrohres und des Kaliapparatsgibt die Menge des gebildeten Wassers und derKohlensäure an, aus der man den Gehalt anKohlenstoff und Wasserstoff berechnet. Stickstoff-haltige Körper, die beim Glühen mit NatronkalkAmmoniak entwickeln, werden auf ähnliche Weisemit dieser Substanz zusammen geglüht, das Am-moniak in Salzsäure anfgefangen, das entstandeneChlorammonium als Ammoninmplatinchlorid ge-fällt n. hieraus der Stickstoffgehalt berechnet. Ausden übrigen stickstoffhaltigen Körpern treibt manden Stickstoff als Gas durch Glühen mit Knpfer-oxyd, nach vorherigem Verdrängen der Luft ansdein Apparat, ans u. bestimmt ihn dem Volumennach. Der Sanerstoffgehalt wird indirect gesunden,indem inan die Summe der übrigen Elemente, inProcenten ausgedrückt, von 100 abzicht. Chlor,Jod, Brom werden durch Glühen mit Kalkhydratin Chlor-, Jod-, Bromcalcium verwandelt unddaraus berechnet. FlüssigeKörperwerden in kleinen,zu einer Spitze ausgezogenen Glaskugeln in dieVerbrennungsröhre gebracht.
Über Maßanalyse s. Titrirmethode.
Die Analyse von Gasen (gasvolnmetrische,gasometrische Analyse, Endioinetrie, Gasome-trie) wird fast ausschließlich auf volumetrischemWege ansgeführt. Bei der Abhängigkeit der Gas-volnmina von der Temperatur, dem Drucke undFeuchtigkeitsgehalte werden die Messungen beider Gas-A. ungleich umständlicher, als dies bei derTitrirmethode der Fall ist. Die Messung wird inkalibrirten, durch Quecksilber abgeschlossenen Glas-röhren vorgenommen. Die Gas-N., früher haupt-sächlich zur Ermittelung der gasförmigen Bestand-