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rieth sie das Versteck ihres Vaters an Kyros, derihren Gatten ermorden ließ u. sie heirathete; siewurde von ihn: Mutter des Kambyses u. Smcr-Les u. vergiftete sich nach des Letzteren Ermord-ung. Doch wird diese Geschichte von G. Rawlin-son (§1vs Arsab Nonareliiss ol tiis aneisnbLastsrn 'VVorlcl, III. 381) stark bezweifelt.
An ... (gr.), Vorsilbe statt des a xrivaiivum,wenn das componirte Wort mit einem Vocalanfängt, z. B. An-ämie, Blutlosigkeit; an-odyn,schmerzlos.
Ana, griech. Präposition, bedeutet 1) in Zu-sammensetzungen aufwärts, oben, wie in A-basis,A-bates; anck) zurück, rückwärts, wieder, wie inA-gramm, A-lepsis. 2) (Abbreviirt ä oder ää,Med.) Je, zu gl. Theilcn; s. u. A.
Ana, Stadt am Euphrat im asiatisch-türkischenEjalet Kharbrnt; Sitz eines arabischen Emir;5000 arabische Ew.
-ana, als Endsilbe an Personennamen gehängt,bildet den Titel von Sammlungen witziger Einfälle,Anekdoten, histor. Züge rc. ans dem Leben bestimm-ter Personen; so zuerst in Frankreich Scaligeranavon den Brüdern Dupuys 1666; dann Perron!ana, Colomesiana, Thuana, Menagiana, Arlequi-niana u. a.; in England Baconiaua; in Deutsch-land Taubmauniana; in Holland Mooyeriana;in Dänemark Tychoniana; in NAmerika Washing-toniana, denen viele andere Sammlungen derartnachfolgten, wie Kotzebueana, Schilliana, Bndetii-ana, Voltairiana, Mooriana. Vergl. L.na onOoilsobion äo bons-mots, oontos, xsnssss äb-tnoiises oto., Amsterd. 1799, 10 Bde.; Peignot,Rvpsrbvirs äso bibliograplriss spsolalss, Paris1810; Ludewig, I-s livrsb ckos L.us,, Dresd. 1837;Namur, Liblio^rapüls ävs onvra^. pudilss sons1v noin ck'^na, Brüss. 1839.
Anabaptisten (v. Gr.), Wiedertäufer.
Anabara, 590 üm langer Fluß in Sibirien,bildet die Grenze zwischen den Gouv. Jeuisseisk u.Jakntsk, fällt in die Bai Preobraschensk des Nörd-lichen Eismeeres; die User sind wenig bewohnt;ergiebige Jagd.
ünabas önv. (v. gr. anabainein, hiuanfsteigen),Kletterfisch. L.. seanilsLs Dalck., ostindischer, zuden Labprinthfischen gehörender Fisch, dessen obereSchlundknochen durch Aushöhlungen das Ansehenvielfach gewundener Blätter darbieten u. in denZwischenräumen das zur Benetzung der Kiemennothige Wasser zurückhalten; er vermag daherlängere Zeit außerhalb des Wassers auf demLaude nmherznkriechen u. soll mittels der Stachelndes Kiemendeckels sogar au Bäumen emporklettern.
Anabästs (gr.), das Anfsteigen; Reise oderFeldzug nach höheren Gegenden; Aufschrift zweierberühmten Gcschichtswerke: von Tenophon undvon Arrian.
/lnabssw IN, Pflanzengattung aus der Familieder Meldengewächse. X. tamarlseilokis, I-,, einStrauch des südlichen Spanien; liefert in den ge-trockneten Blümchen den spanischen Wnrmsamen;L.. axüMa L., in NAfrika u. dem ganzen Orient;liefert verbrannt viele Soda.
Anacahuiteholz, Holz von Oorckia Lolsoisri,einem in Mexico einheimischen Baume, welchesbon den dortigen Eingeborenen als Mittel gegen
Picrers Ünioersal-Conversatwiis-Lexikon. 6 Anfl. I
Anachorsis. 593
Lungenschwindsucht augewendet wird und zuerst1861 nach Europa kam.
Anacantbini, Weichflosser, deren Schwimmblase,wenn vorhanden, ohne Lnftgang ist; ohne odermit banchständigen Bauchflossen. Hierher dieSchollen, Dorsche, Kabeljau u. s. w.
Anacapri, Flecken auf der Insel Capri in deritalienischen Prob. Neapel; Ruinen einer von demSeeräuber Barbarossa zerstörten Burg, römischeMinen; 1675 Ew.
lknacsi-lliaoeLe (Terebinthaceen, auch Cassu-vieen), dicotyle Pflanzenfamilie ans der Ordnungder Terebinthinen, zu welcher zahlreiche Bäumeund Sträucher der heißen Länder zwischen denWendekreisen gehören; viele zeichnen sich durcheinen harzigen Milchsaft ans, der nieist scharf ist.Die kleinen Blumen sind gewöhnlich durch Ver-kümmerung eingeschlechtig, Kelch meistens frei,Blumenblätter an Zahl den Kelchlappcn gleich,selten fehlend; die Staubgefäße von gleicher oderdoppelter Zahl; 1 Fruchtknoten, selten mehrere,dann aber außer einem bis ans die Griffel ver-kümmert; Frucht eine eiusamige Steinfrucht oderNuß, zuweilen auf großem, fleischig werdendembirnenartigem Frnchtboden; Keimling ohne Eiweiß.Gattungen: Rbns IN, Lsmsoarpns IN, Lmaoar-cllum I-., kisbaoia II., NanAikora. II. Ans demSamen von NwnAilsra. iuäiea wird eine vorzüg-liche Stärke gewonnen.
ünaoarclmm IN (Nierenbaum), Pflanzengattungans der Fam. der Anacardiaceen (IX. 1), Kelch n.Krone 5zählig; 10 Staubgefäße. Art: X. oooi-äsntals, ans SAmerika u. Westindien, dessen aufeinem fleischigen Fruchtboden sitzende, nierenför-mige Früchte, ssmon ^naoarckii ocoicionbolis,nebst denen von Lsinsearpns .^naearckinm II. M,oder X. latikolinm L»m., 8. F.na(;nrckii orisntalisals Elefautenläuse (Caschnnüsse) bekannt find undzur Bereitung des Cardol und einer unauslösch-lichen Tinte, sowie als Mittel gegen Gliederreißendienen, n. ans dessen Stamm das Acajonharz ge-wonnen wird; damit bestrichene Bücher werdennicht von Termiten angefressen.
Almcardsiiure (Chem.), eine den Fettsäuren,namentlich der Ölsäure nahestehende organischeSäure, die sich im Pericarp der westindischen Ele-fantenläuse (von Lmaoaräinm oooickontals) vor-findet n. daraus in krystallinischer Form dargestelltwerden kann. Sie schmeckt schwach aromatisch,erwärmt entwickelt sie einen eigenthümlichcn Ge-ruch, schmilzt bei 26" und zersetzt sich über 200°.Sie bildet neutrale u. saure Salze.
ünaclirwis, Wasserpest, s. u. Llockön.
Anacharsis, 1) skpthischer Weiser; kam (nachder Sage) um 600 v. Chr. mit seinem FreundeToxaris nach Griechenland, wo er durch sein ge-sundes Urtheil u. seine anständige Lebensweise dieAufmerksamkeit auf sich lenkte n. die FreundschaftSolons gewann; ans Ansichten seines Bruders, desKönigs Sanlios, wurde er, wie es heißt, nachseiner Rückkehr ermordet, weil er griechischen Cnl-tus einsühren wollte. Er wurde später zu densieben Weisen gerechnet. Die ihm fälschlich bei-gelegten 9 Briefe stehen in den Briefsammlungenvon Aldus, Cnjacius n. Lnbin. 2) Der jüngereA., erdichtete Person, die Barthelemy in seineri. Band. 38