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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Amyloii -

löslich, in coucentrirter löslich. Seiner chemischenZusammensetzung nach gehört cs zu Len Eiweiß-körpcrn.

Amylon, Amylnm, s. Stärke.

Amynandcr, König oder besser Häuptling dercpirotischen Athamanen im Stromgebiete des obe-ren Acheloos,' ein kriegerischer und auch diplo-matisch thätigcr Fürst iu dem Zeitalter der, erstengroßen Zusammenstöße zwischen Römern, Atolerun. Makedoniern. A. verband sich zuerst im I. 199v. Chr. mit den Römern gegen den ihm bisher(seit 206 durch das Geschenk der Insel Zakynthos)befreundeten makedonischen König Philipp, undhalf auch die Ämter bereden, die Waffen gegendenselben zu ergreifen; 197 war er unter den Ge-sandten, welche wegen des Friedens mit Philippnach Rom gesandt wurden; er blieb ein Bundes-genosse der Römer, bis ihn 192 der König An-liochos der Große von Syrien u. die Ätoler zurGegnerschaft Roms hinüberzogcn. Es war einFehler des Häuptlings, denn schon 191 mußte ervor den Römern n. den diesen zur Zeit verbünde-ten Makedoniern nach Ambrakia fliehen, wnrdeaber 190 von den Athamanen znrückgernfen undvertrieb die Makedonier wieder aus einem Theilseines Landes. Dagegen unterwarf er sich im1.189 wieder den Römern u. behauptete dadurchden Rest seines Ländchcns in Frieden; Zakynthoswnrde an die Achäer verkauft; sein Sohn Galästestrat später in ägyptische Dienste.

Amyntas, 1) A. I., König von Makedonien,Sohn des Alketas und Vater Alexanders I., re-gierte 540 bis 498 v. Ehr.; s. Makedonien.2) A. II. , Sohn des Arrhabäos oder Arrhidäos,Urenkel Alexanders I., Schwiegersohn des Arche-laos; stürzte im I. 393 den Pansanias, desUsurpators Aeropos Sohn, und regierte bis 369v. Chr. 3) Sein Enkel A. III., Sohn des Pcr-dikkas III., folgte diesem unmündig 360 bis359, wurde von Philipp dem Gr., seinem Oheim,entthront; nachher Philipps Schwiegersohn, wnrdeer im I. 336 ans dynastischen Besorgnissen durchAlexander d. Gr. ans dem Wege geräumt 4) A.,der letzte König von Galatien, war zuerst Staats-secrctär u. Heerführer des bekannten Königs Dc-jotarus. In dem Kriege des Brutus n. Cassinsgegen M. Antonius n. Octavian führte er denErsteren galatische Hilfstrnppen zu, ging aber imI. 42 nach der ersten Schlacht bei Philippi unddem Tode des Cassins zu M. Antonius über.Zur Belohnung verlieh ihm dieser Römer dennauch zuerst im I. 39 v. Chr. Pisidien, und alsKastor, der Enkel des im I. 40 gestorbenen Dejo-tarns, nach Paphlagonicn versetzt wurde, im Jahre36 die Herrschaft über Galatien, wie auch überLykaonien, Jsanrien, Theile von Phrygien,Pamphylien n. (Wein aspora. Da A. so schlauwar, vor der Schlacht bei Actium zu Octavianübcrzugehcn, so bestätigte ihn der Sieger nachdieser Schlacht im I. 31 im Besitze seines Reiches,welches A. dann bis zu seinem Tode (25 v. Chr.)regierte. 5) A., Feldherr Alexanders des Gr.,Sohn des Antiochos; ging aus Haß gegen Alexan-der d. Gr. vor Lessen Znge nach Asien zu denPersern über, verließ aber den König Darms >nach der Schlacht bei Jssos und fiel bei eineins

- Amytis.

Ranbznge gegen Ägypten im Kampfe gegen dieEinwohner u. den persischen Feldherrn Mazares(333 v. Chr.).

Aiiihat, s. v. w. Amiot.

Amyrnldns (Amyrant), Moses, reformirterTheolog, geb. 1596 zu Bourgueil in der Touraine;stndirte erst Jurisprudenz in Poiticrs, dann Theo-logie in Sanmnr; wnrde reformirter Prediger zuSr. Aignan und 1626 zu Sanmnr, 1633 auchProfessor der Theologie daselbst n. st. 1664. Ervertrat ,seine Glaubensgenossen mit Erfolg vorLudwig XIII. n. dessen Minister Richelieu, fandaber bei den Reformirten selbst dadurch, daß er,wie sein Lehrer Camero, die Lehre von der Gna-denwahl gegen die Dortrechter Synode zu mildernsuchte n. eine durch den Glauben bedingte allge-meine Gnade Gottes lehrte, vielen Widerspruch, be-sonders durch Spanhcim in Leyden, aber auchviele Anhänger, darunter Blondel, Dalläus rc.Er schrieb zahlreiche gcschichtl., dogmat., kirchcn-regimentl., polem., apologet., ircnische Schriften.Vgl. Schweizer in den Tüb. Theol. Jahrb. 1852.

llm^ricksae L. L--. (Bnrscraceen, Balsambänme),dicotyle Pflanzensam. ans der Ordnung der Terc-binthinen, meist tropische, durch gnmmiharzigeSäfte ausgezeichnete Bäume und Sträucher, mitans dem Fruchtboden oder einer perigynischenScheibe befestigten Staubfäden und Kronblätternu. meist 1—5fächeriger Steinfrucht, deren Artenmehrere officinelle Stofse liefern. Ans der Rindevon Dalsamocksinlron iikrsnberAiannm Hei'A. n.L. Närrin! IVse« (in Arabien) fließt von selbst eingnmmiharziger, an der Luft erhärtender Saft vonterpcntinartigem Geruch und bitterem Geschmack,die Myrrhe, die innerlich und äußerlich als Heil-mittel angewendet wird n. bei den Alten als Par-füm diente. L. Aiiiacksnss L. und 8. opodai-samnm H., der Balsamstranch von Gilcad undMekka, liefern in geringer Menge den früher sehrgeschätzten Gilead- und Mekkabalsam. Lomvoliig.papzwit'sra, Koc/rst., der Weihranchbaum (unsererEberesche ähnlich), liefert den echten ostindischenWeihrauch, Olibanum oder PIrns. Er enthält Harz,Gummi und ätherisches Öl, schmeckt balsamischbitter und riecht, ans Kohlen gestreut, sehr ange-nehm. Unter Len gemeinen Weihrauch werdennoch andere Harze, namentlich von Wachholder-arten, gemischt. IRapbrinm tomsntcwnmn. L. exoslsnm Lrt-M., in Mittel- u. SAmerika,liefern das Takamahakharz und loioa iaiearibaD.O., in Brasilien, angeblich das Elcmiharz.

Amyrin (Chem.), der krystallisirbare Bestand-theil des Elemiharzes.

L., tropische Pflanzengattnng ans derFam. der Amyridecn, ist in eine Anzahl kleinererGattungen zerrissen worden und zerfällt jetzt inX. IRapIrrinm Occyi.. Laisamocksnckrcm Limtsi,Ilsmiolotia Ärc/t., leien n. a. Ir. bsxan-

ckra 1/anr^t (X. kinmisri 11.0.) liefert ein mitElemi übereinstimmendes Harz. Das Holz vonX. balsamilera 1>., von Jamaica, Rosenholz,wird zum Banen benutzt.

Amyxie (v. Gr.), Mangel an Schleim imKörper.

> Amytis, Tochter des Astyages, Königs vonMedien, mit Spilamas vermählt; gezwungen ver-