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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Amuivtt- oder Schrif

Iork1860; Tie Bedeutung des A. iu commerciellerHinsicht, im Preußischen HandelSarchiv,Jahrg. 1860,Jir. 10 u. II; Über die EntwickeliingSgeschichtc desA-landes rc., in der Baltischen lNonatsschrifr, Riga1860; Das A-land, seine Berhältnisse und Be-dürfnisse, von F. Ä. Lühdorf, in PctermannsMitlheilnngcn, IX.; Atkinso», Travels in tlia Iko-^ions vt' tiro npper auä lorver Amoor, Land. 1860;Schmidt, Glehn n. Brylkins, Reisen im Amnrland,1868; Berichte mit Karte sind in Lapiski der K.russ. Gcozr. Gesellscki., Allg. Geographie, 4. Bd.,Sk. Pctersb. 1871; Auszüge in deutscher Sprachegab F. Marths in der Zcitschr. der Geschichte fürErdk. in Beil., 6 Bd. 1871; außerdem findet sicheine reichhallige Literatur in Pctermauiis Mit-thcilliugcn, 18ü!) fj., 187l, 1872 rc.

Amnrctt- oder Schriftholz. Unter diesemNamen kommen zweierlei rothe Hölzer von Süd-amerika, namentlich Gniana aus in den Handel;eines, mit schwarzen Flecken ans dem Längsschnitt,die chinesischer Schrift ähnlich sind, stammt vonTiratinora pniaiionsis ^ckrib/., einem hohen undstarken Baume, bei dem aber nur der Stamm-lern roth gefärbt ist. Das andere ist dnnkelroth,harzig n. dem Amarantholz nahe verwandt.

Amusctten, leichte, meist einpfündige Kanonen,welche namentlich Graf Wilhelm von Schaum-bnrg-Lippe im 18. Jahrh. bei der von ihmcommandirten portugiesischen Armee als Negi-mentsgejchützc benutzte, weil sie, meist auf Gabel-lafctteii n. leicht transportavel, im Gebirgskriegesich bewährten. Die neuere Zeit hat sie als nichtmehr genügend außer Gebrauch gesetzt.

Annrsie (v. Gr.), 1) Mangel an Kunstsinn n.Schönheitsgcfühl; 3) Mißklang, Disharmonie.

^ Amiisircn (v. Franz.), unterhalten, belustigen;davon Adj. amüsant n. Snbst. Amüseineiit.

Aniydon, s. Stärke.

Amhclic (v. Gr.), Mangel des Rückenmarks,der Wortbedeutung nach Mangel an Mark (mpo-Ivs) überhaupt.

/inivgäala, 1) (Bot.) so v. w. Mandel, derKern; Aiuy^ilitla iiiriiüiia, so v. w. Mecrmandcl.3) AinvMialaa (Anat.) die Mandeln, zwei Aggregate von Balgdrnsen im weichen Gaumen; s.Toiisillao.

ünivgilLlätum (lat.), so v. w. Mandelmilch.

km^göslsaa /,'arK. (Vrnpacaes H.((). dicotylePflanzenfamilie ans der Ordnung der Resistoren(XII. I); Blüihen regelmäßig, zwittcrig, Kelchn. Krone Szählig, 15 n. mehr dem Kelchrande ein-gefügtc Staubfäden, Fruchtknoten frei, einfächerig,mit 2 wandständigcn Eiern, 1 Griffel; Steinfrucht,meist einsamig, selten beide Eier zu bann meistnnregclinäßigcn Samen ausgebildet fBictliebchen),Samen eiweißlos; Blätter mit meist hinfälligenNebenblättchen. Das den Steinkern umgebendeFruchtblatt wird bei der Reife der Frucht ent-weder fleischig, saftig wie der Aprikose, oder csbleibt ledcrig und ist ungenießbar, wie bei derMandel. Bäume oder Stränchcr. Anen: Amz-Ailalns. Mandel, Uorsiea, Pfirsich, Trniins, Pflaume,Zwetsche, Trnioniacn, Aprikose rc.

Amhfldnlin (v. lat. ainzp-cknla, die Mandel;Cbein.) das Glncosid der

bitteren Mandeln. Es findet sich krystallinisch außer

Holz — 7^iiiv§cl:ilu8.

in diesen noch in den Kernen der Aprikosen, Pfir-siche, Zwetschen, der Früchte des Kirschlorbeers,der Trauben- oder Ahlkirsche (krunus iknckus).Aus anderen Pflanzenthcilci!, Blättern des Kirsch-lorbecrs und sonstiger Amygdalecn wurde es alsdnnkelgelber, durchsichtiger, harzartiger Körper(amorphes A.) gewonnen, das sich aber chemisch wiedas krystallinische verhält. Die bitteren Mandelnu. Pfirsichkeriie enthalten bis zu 3"/„ Ä. Nur dieelfteren werden zur Darstellung benutzt, zu wel-chem Bchnfe man sie durch Ansprcssen vom Ölbefreit n. mit Alkohol extrahirt. Nachdem sich dasnoch gelöste Ol durch Stehen abgesondert hat, wird^ des Alkohols abdestillirt u. aus dem Rückständedas A. Lurch Äther abgeschieden. Durch Umkry-stallisiren ans heißem Alkohol wird das A. reinerhalten. Aus 80proccntigem Weingeist krystalli-sirt cs in weißen, perlglänzenden Schuppen, die2 Mol. Krystallwasser enthalten, aus Wasser oderschwächerem Weingeist in durchsichtigen Prismenmit 3 Riol. Krhstallwasscr, die an der Luft trübewerden. Es ist geruchlos, von schwach bitteremGeschmack, neutraler Reaction. Es ist löslich inbeliebiger Menge in heißem Wasser, in 12 Theilenkaltem Wasser, in heißem Alkohol leichter, als inkaltem, in Äther unlöslich. Das A. schmilzt beihöherer Temperatur, bräunt sich bei 160", ent-wickelt Geruch nach Caramel u. zersetzt sich schließ-lich vollständig. Beim Kochen mit verdünnterSchwefelsäure wird cs unter Bildung von Bitter-mandelöl, Blausäure n. Zucker zerlegt. Concentrirte Schwefelsäure löst es mit rother Farbe, di-beim Erhitzen schwarz wird. Mit concemrirterSalzsäure cingedampft, bildet sich Mandelsänre.In Berührung mit Emulsin und Wasser zerfälltdas A. in Blausäure, Bittermandelöl und Zucker(und Ameisensäure), ein Gährniigsproceß, bei demdas Emulsin als Ferment wirkt (s. Gährnng).Das A. ist an n. für sich nicht giftig; nur wennes mit Körpern, wie Emulsin, zusammen in denMagen kommt, wirkt es in Folge von Blansäurc-bildung lödtlich. Daraus, daß in den bitterenMandeln und den Kernen mancher anderen Amy-gdalecn A. n. Emulsin gleichzeitig enthalten sind,erklären sich die giftigen Eigenschaften derselben.A., mit wässerigem Kali oder" mit Barytwasser ge-kocht, zerfällt in Ammoniak und Amygdalin-sänre Osl-bl^Oi 2, die eingedampft eine zer--fließliche gumniiariigc Masse bildet, aber auch inkleinen, sehr hygroskopischen Krystallen erhaltenwerden kann. Sie ist wenig sauer n. verbind^sich mit Basen nur zu krystallisirbaren Salzen.

Amhgdalit, so v. w. Mandelstein.

Amz-giiLlus D. (Mandelbanmi, Pslanzengatt. ansder Fam. der 'Amygdalecn zXIk. 1), mit rührigemoder glockigem, fünfspaltigem Kelche, 5 Kron-blättern, 20—30 Staubgefäßen n. einer flanmig-sammetartigen Steinfrucht, die äußere Hülle beider Reife saftlos und unregelmäßig anfrcißend,die Holzschale mit oder ohne eingegrabenc Löchel-chen. Arten, ursprünglich aus Asien und Afrika:Xinv^ci Ins communis der gemeiner Mandcl-banm; T. pninila /... der niedrige, n. T. uainiD.. der Zwergmandelbaum, niedrige, sehr reich-lich im Frühling roth blühende, von der TatareibisSEnropa einheimische, häufig zur Zierde in