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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Aiiiphiprostylvs

einznverleiben. Nachdem die Römer Makedonienunterworfen hatten, machten sie A. zur Hauptstadtvon Macedonia I. Im Mittelalter hieß A. Chry-iopolis (wegen der nahen Goldminen); jetzt Rui-nen bei Ncokhori.

Amphiprostplos (griech. Bank.), ringsum mitSäulen umgeben; eine Form antiker Tempel.

Amphis, griechischer Komödiendichter der mitt-leren Komödie; lebte noch 330 v. Chr.; Frag-mente von 28 theils literarischen, theils mytholo-gischen Lustspielen im 3. Bd. von Meinekes VraZm.oomioornm Araseornm, Berlin 1847.

Lmpbisbnsna Doppclschlciche, eine fnßlose, zuden Ringelechscn gehörende Eidechsengattung mitschnppenloser, durch Qncrfnrchcn geringelter Haut;SAnicrika.

Amphissa (a. Geogr.), St. der OzolischenLokrer. Hier ward den Diosknren (Anaklcs) einFest gefeiert. Da die Einwohner die gebannteFeldmark der tcmpelränbcrischen Krissäer bebauthatten, so wurde 339 v. Chr. durch die Amphiktyonen Strafe über sie verhängt; König Philippvon Makedonien wurde mit der Exccntion beauf-tragt u. zerstörte die Stadt. Sie ward späterwieder anfgcbaut; die Akropolis wurde 192 v. Chr.vergebens von den Römern belagert. Erst späterwurde die Stadt römisch n. vom Kaiser Angustnsmit Ätolern bevölkert; jetzt Satona.

Lmpkistoma Lock, (gr.: nmplN, nach allen Seiten,n. sböina, Mund), Gattung der zu den Eingeweide-würmern gehörenden Sangwürmer, mit Mundam Vorder- und Saugnapf am Hinterende.oonienm K., im Magen der Wiederkäuer.

Amphitheater (v. Gr., röm. Ant.), bei denRömern zuerst vorkommendes Gebäude von ovalemoder rundem Grundriß, ohne Dach, zur Veranstalt-ung von Fechterspielen u. Thiergefechten bestimmt,in dessen Mitte sich die sogenannte Arena (^rsa),ein mit feinem Sande bedeckter, je nach der Formdes A-s ovaler oder runder Schauplatz, befand.Rings um diesen Raum waren außer den Behäl-tern für die zum Kampfe bestimmten wilden Thieredie Aufenthaltsorte der Gladiatoren n. Wasscrgc-wölbe angebracht, mittels deren die Arena zu denseit Vespasian anfkommenden Seegefechten (Nan-machien) unter Wasser gesetzt wurde. Nach denneuesten Ausgrabungen am Colosseum zu Rom(s. u.) scheinen die Thierbehältcr jedoch zum Aufent-halte der größeren Thiere nicht gedient zu haben;die dort Vorgefundenen Behälter sind zu klein fürdiesen Zweck, und waren die wilden Thiere dortwahrscheinlich in einer außerhalb befindlichen, durcheinen unterirdischen Gang mit dem A. in Ver-bindung stehenden Menagerie nntergebracht.' Überden vorbenannten Räumlichkeiten erhoben sich trep-pcnartig die verschiedenen Sitzreihen, von denendie unterste (Uockinm) für die Victoren n. Kampf-richter (vor der Nähe der Gefechte durch Gittergeschützt), die anderen für die Senatoren, Richteru. das Volk bestimmt waren. Nach außen zeigtedas A. gewöhnlich mehrere übcreinanderstehendeArcaden, deren unterste die Eingänge enthielt (einerdavon durch Pracht der Ausstattung sich auszeich-»cnd, für die hohen Beamten bestimmt), durch dieman nicht allein zur Arena, sondern auch zu dennach anßen liegenden Abtheilungen u. von diesenPiererZ Uiüversal-Coiwersations-Lexikon. k. Aufl. I

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ans Treppen zu den verschiedenen Stockwerken(Llnomnnn) der Sitzreihen (tlraäntionss) gelan-gen konnte. Die Stockwerke waren durch Gänge(Nrnseinetnonech von einander geschieden, ansdenen Pforten (Vomitoria), mit Thüren versehen,zu den Sitzreihen führten. Die Höhe einersolchen Sitzreihe war zuerst 36 om, ° ebenso diespäter erst beträchtlich sich vergrößernde Breite.Zum Schutze gegen sonne n. Regen wurde überdas ganze Gebäude ein Tuch (Velnrinm) gespannt;dabei bewirkte man durch sinnreiche Vorrichtungenfeine Sprühregen von wohlriechenden Essenzen.Auch im Übrigen war die Ausstattung der ur-sprünglich ans Holz gebauten A.cine überaus pracht-volle. Weder mit Marmor u. Erz, noch mit plasti-schem Zicrrath wurde gegeizt. A. in Holz warennoch das Cäsars, 44 v. Chr., das des StatilinsTanrns nntcrAngnstns, auch wol das nntcrTibcrinsbei Fidenä znsammcngestürztc (begrub 50,009MenschenN Vespasian zuerst begann den Ban einessteinernen A-s, welches unter seinem Sohne Titus,80 n. Chr., vollendet wurde. Dieses-VinpiütNen-trnm Vospasiani faßte über 100,000 Menschen,hatte eine Höhe von 60, einen Umfang von 630 mn. erforderte einen Kostenaufwand von 14 bis 15Mill. Thlr. Martial stellt es über die Pyramiden,Babylons schwebende Gärten u. das Mausoleumder Artemisia. Leider ist cs über ein Jahrhun-dert lang als Steinbruck) benutzt worden, so daßnur noch zwei Dritttheile seiner Mauern stehen, diemit dem Namen Coliseo bezeichnet werden. Wiebehauptet wird, soll Papst Paul II. zuerst Steinedes Riesenwerkes zum Marcus-Palast verwendet,Papst Benedict XIV. der Zerstörung Einhalt gc-than haben. Außer dem N.. Vssxnsl-uU waren nochin Nom das V. Lalbi in der 9. Region, demKaiser Angustns von Balbus erbaut; das -I. 6n-strouss in der 5. Region ans dem Esqnilinus, vonBacksteinen, wovon noch Überreste vorhanden sind;das N.. Vrnjnni auf dem Marsfelde, vom KaiserHadrian abgebrochen. Von Rom ans verbreitetensich die A. bald über die Provinzen, n. wie sehrsie im Römischen Reichs in der Mode waren, be-weist der Umstand, daß die Zahl der A., von Lenenman Kenntniß durch handschriftliche Nachrichtenoder Überreste hat, die Zahl 270 erreicht. So gabes A. in Adria, Albano, Agrigent, Arezzo, Arles,Antnn, Basel, Bordeaux, Brescia, Capna (Durch-messer 280 m, für 85,000 Zuschauer), Catania,Constantinopel, Cnmä, Donay (in Anjou), Florenz,Frejns, Gnbbio, Hcrcnlannm, Hispellnm, Lyon,Nimes, Narbonne, Metz, Neri, Otricoli, Orleans,Padua, Placentia, Pola, Pompcja, Perigncux,Pozznoli, Syracns, Smyrna, Tunis, Vienna, Trier,die meist noch in Ruinen vorhanden sind undin Verona, welches allein noch in seinem In-nern wohl erhalten ist. In diesem Jahrhundert(18067) baute Lnigi della Canonica ein A. inMailand, welches 30,000 Personen faßt. Vgl. L.Fontano, Xnütsntro Istnvic», Haag 1828; Fricd-länder, Ds nmpIUtlisntrm, Kgsb. 186063.Das System der A. ist auch ans neuere zur Be-friedigung der Schaulust dienende Gebäude über-gegangen, wenn auch der Name nicht mehr ge-bräuchlich ist; so die Gebäude, in denen in Spa-nien die Stiergefechte abgehalten werden (piaxn üo

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