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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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576
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Amphilochos -

Nmphilöchss, Lohn des Amphiaraos n. derEriphyle, Wahrsager; nahm sa»um seinem BruderAlkmäon Anthcil an dem Zuge der Epigonen nachTheben, sowie (nach der Angabe von Dichtern)auch am Trojanischen Kriege, wo er Freundschaftmit Kalchas und Mopsos stiftete; mit letzteremgründete er Mallos in Kilikien. Er kehrte späternach Argos zurück, zog aber von dort bald nachAkarnanicn n. gründete dort Argos Amphilochikon.Als er in der Folge wieder nach Mallos kam n.Theilnahme an der Herrschaft begehrte, entstandzwischen ihm n. Mopsos Streit, welcher Beidendas Leben kostete. A. wurde als Heros verehrt,hatte ein berühmtes Orakel zu Mällos und mirseinem Vater Amphiaraos einen Altar zu Oropos.

Amphilogic (v. Gr., zweifache Rede), Streit;Am hhilo gisch, streitig.

Amphimaccr (gr., an beiden Seiten lang),Versfuß, so v. w. Creticns (----.)

Ainphioik, Sohn der Böoticrin Anriope u. desZeus; mit seinein Zwillingsbrnder Zethos auf demKithäron geboren oder ansgcsctzt, wurde er mitdiesem von Hirten gefunden n. erzogen. A. warsanften Charakters, ein Liebling des Hermes n.der Binsen u. lebte der Musik, während der rauheZethos die Jagd pflegte. Ihren Oheim Lykos,welcher ihre Mutter mißhandelt hatte, erschlugensie, ließen dessen auf Anliope eifersüchtige, grau-same Gemahlin Dirke an einen Stier binden n.so zu Tode schleifen (s. Farnesischcr Stier) u. be-mächtigten sich der Herrschaft von Theben. A. ge-hört zu den mythischen Beispielen von der Machtder Musik: unter den Tönen seiner Leier sollensich die Steine zu den Mauern der Stadt Thebenvon selbst znsammengesügt haben. Von Niobe,Tochter des phrygischen Königs Tantalos, hatteA. 7 Söhne n. 7 Töchter, welche von Apollon n.Artemis getödtet wurden. Aus Schmerz über die-sen Verlust nahm er sich selbst das Leben, oder erward von denselben Gottheiten getödtet.

-mplnoxus Lanzettfisch, eine Thier-

gattnng, die so verschieden von allen übrigenWirbctthieren ist, daß man sie bald als besondereUnterklasse allen übrigen Fischen, bald gar alsbesonderen Nnicrtypns allen anderen Wirbel-thiercn gcgenübergcstcllt hat. Die europäischeArt wurde bekanntlich von ihrem ersten BeobachterPallas für eine Nacktschnecke gehalten und alslümnx Iaveeo1akn8 beschrieben. Der lanzettförmigeLeib erreicht ungefähr 5 om Länge, erscheint nachbeiden Seiten zngespitzt n. mit einem rücken-ständigen u. einem aftcrständigcn, aber strahlen-loscn Flosscnkamm besetzt, welcher ohne Absatz indie Schwanzflosse verläuft. Der Leib wird inseiner ganzen Länge anstatt einer Wirbelsäule voneinem gallertigen knorpeligen Stabe, Rücken-saite (Oiiorcka.) durchsetzt. Oberhalb dieser Chordau. von einer häutigen Röhre umgeben, liegtdas Rückenmark, an dessen Vorderende das Gehirnn. in der Umgebung dieses vorderen Endes einedem Schädel entsprechende Änorpelkapsel fehlt, sodaß ein Kopf vom Rumpf nicht zu unterscheidenist. Von Sinnesorganen findet sich das Augeals unpaarer Farbstofsflcck, ferner eine links ge-legene kleine Geruchsgrnbe; Gehörsorgane nichtvorhanden. Der Mund liegt bauchständig nicht

Amphipolis.

ftveit vom vorderen Körpcrende. Mundhöhle n.Schlund sind zu einem Sacke erweitert, welcherzugleich Arhmnngsorgan ist. Ein Herz fehlt, dochpnlsiren die größeren Gcfäßstämme. Das Blur istweiß. lancoolatu.-; Hr., der Lauzeit-fisch, ist an sandigen Küstcnstcllen der Nordsee, desMittelmcercs n. SAmerikas vervrcitct.

Lmplnpocla (Mo., Flohkrebse, Unterordnungder Ringelkrebse; Leib meist seitlich znsammenge-drückr; besitzt 7, seltener 6 freie Brnstringe n. inder Regel einen langgestreckten Hinterleib, dessen3 vordere Abschnitte ebenso viele Schwimmsnß-paare tragen, während die 3 Hinteren mit ebensovielen nach hinten gerichteten Schwanzfüßen (Cau-dalfüßen) besetzt sind. Von Brustfüßcn sind 7 Paarevorhanden; mit Ausnahme des ersten tragen die-selben an ihrem Grunde kleine häutige, blascnför-migc Organe, welche man als Kiemen ansieht.Sie pflanzen sich durch Eier fort, ihre Jungendurchlaufen in der Regel keine Verwandlung. Alleleben im Wasser, die meisten im Meere; einigesind Röhrcnbewohncr, andere finden sich in Gän-gen zernagten Holzes, einige sind Schmarotzer.Einthcilnng: a) Hüpfer, Laltatoria oder OammL-rirm, welche auf der Seite liegend schwimmen u.auf dem Grunde u. dein Trockenen Hüpfen. HierherOlmmmarus pnlsx Dsr/., Flnßgarncle; die beidenvorderen Fußpaare sind Grciffüßc mit hakigem, zu-rückschlagbarem Endgliedc; ayt Hintcrleibe Spring-füßc; die letzten Hinterlcibsringe mit Stacheln;gelbgrüne oder bräunliche, in Flüssen u. Quellenlebende, nicht ganz 2 ein lange Thiere. b) Wand-ler, Tinbnlatoria, welche mit dem Bauche nachunten liegend schwimmen u. auf dem Grunde lau-fen. Ooioxitturn IvnMeorns M.; Körper lang u.dünn, nur mit Gangbeinen mit langen, unterenFühlern, womit sie den Uferschlamm aufwühlen;um die darin versteckten Würmer zu erlangen;häufig an der Küste der Nordsee. Manche rechnendahin noch e) die Kehlfüßler, Inwmockipöüa,mit verkümmertem Hinterleib, welche nicht schwim-men, theils zwischen Secpflanzcn, theils wie dieWalfischlans, LF-Lmns Osti, als Schmarotzer leben.

Amphipolis (a. Geogr.), St. der Edoner,früher zu Thrake, später zu Makedonien gehörig,in der Gegend Ennea Hodoi (9 Wege) am Slry-mon n. am Strymonischen Meerbusen, mit deinHafen Etvn (jetzt Kontcssa oder Rendina). Hierlegte der Milesier Aristagoras, als er vor Darmsfloh, eine Colonie an, wurde aber von den Edo-ncrn erschlagen; 32 Jahre später schickten dieAthener Colonisten dahin, welche von den Thra-kern 465 v. Chr. ermordet wurden; erst unterAgnon siedelte sich 437 v. Chr. eine Athenische,Mit vielen anderen Griechen vermischte Coloniedauernd dort an n. gab dem Orte den Namen A.Sie war für Athen wichtig als Handelsverbindungnach Ober-Thrake. Im Peloponnesischcn Kriegewurde die Stadt 424 v. Chr. von den Lakedä-moniern besetzt, im Frieden des Nikias zwar denAthenern wieder znerkannt, ohne daß sie die Stadtaber in Besitz nahmen, weil die Bewohner nichtunter Athenische Herrschaft znrllckkehren wollten.Später geriet!) A. unter makedonische Herrschaft,ans welcher sie Philipp zwar 359 entließ, abernur, um sie 358 wieder zu erobern n. Makedonien

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