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Amperes Gesetz
Rranes und Lupplsant Villemains au der Reelsnormale. Mit Merimee besuchte er 1840 die Lebaute u. 1845 Ägypten u. würbe 1847 Mitgliedder Ü.caäem1s äss insoriptions; st. 27. März1864 in Pan. Er schrieb: Disvours sur 1'IüMoirsäs 1apossie, Par. 1830; Disoonrs sur 1a. libterab.Irany. clans sos rapports avev los littsra-turss.etianZerss au inozwn-ngs, ebd. 1833; Dittsra-ture et voz-aAss (eine Sammlung von Jonrnal-artikelu sprachlichen u. literarischen Inhaltes), ebd.1834, 2 Bde.; Rist. Ilt. äs 1a Graues avant 1sXII. siecle, 1839, 2. A. 1867, 4Bde.; Ilistoirsäe 1a tormation äe la lauAus Irany., 1841, 3. A.1871; Ha tlreos, Homo et Dante, 1850, 2. A.1859; D'Iristoiro roinains a Roms,Par. 1856—64,4 Bde.; Oesar, sesnss Iiistorignss, ebd. 1859;Ilourss äss poesies, 2. A. 1863. Vgl. Pottou,Rtnäss sur ü., Paris 1867.
Amperes Gesetz, das von Ampere entwickelteclekrro-byuamische Gesetz von der Wirkung zweierelektrischen Ströme ans einander; s. Galvanismus.
Amperes Gestell, ein von Ampere ange-wandter Apparat, mittels dessen man die Ge-setze der Anziehung n. Abstoßung zweier elektrischenStröme experimentell Nachweisen kann; s. Galva-nismus.
Amperes Regel, die von Ampere ausgestellteRegel, nach welcher sich vorausbcstimmcn läßt, inwelcher Richtung ein frei beweglicher Magnet durcheinen in seiner Nähe befindlichen elektrischen Stromvon seiner ursprünglichen Richtung abgelenkt wird;s. Elektromagnetismus.
Amperes Theorie des Magnetismus ist dievon Ampere aufgestellte Ansicht, daß jedes magne-tische Molecül von einem geschlossenen Stromeumkreist werde, und daß ein Magnet ein Körpersei, dessen Molecüle von nahezu parallelen u. ingleichem Sinne rotircnden Kreisströmcn umflossenwerden. Der Südpol liegt auf der Seite, vonwelcher aus gesehen der Strom sich in demselbenSinne bewegt, wie der Zeiger einer Uhr; s. Elektro-magnetismus.
Ampezzo, Bez. in Tirol, ehem. Kreis Brixcn;5963 Ew.; mit dem M. Tofano n. M. Cristallo;durchflossen von der Boita und durchschnitten vonder Ämpezzanerstraße, welche zur Verbindung desPusterthals mit dem Boitathal 1829 u. 1830 vonMatrolli von Toblach bis Ceneda gebaut wurde.Hanptort ist Cortina di Ampezzo, in prachtvollerLage, umgeben von hohen Dolomirfelsen; bedeu-tender Holzhandel; 2980 Ew. In der Nähe diePentclsteiner Klamm, ein Felsendnrchbrnch desBaches Felizion.
Ampfer, die Pflanzcngattung Rumsx.
Ampstng, Pfarrdorf im Bezirksamts Mühldorfdes bayerischen Regbez. Oberbayern, an der IsenU. der Eisenbahn München-Simbach; 900 Einw.In der A-er Haide, ans der Hirschknhwiese, am28. Scpt. 1322 siegte Ludwig der Bayer überseinen Gegenkönig Friedrich von Österreich (dergefangen ward); 1705 hier Congreß zwischen demösterreichischen Regierungsverwalter in Bayern u.den bayerischen Insurgenten (s. Span. Erbfolge-krieg); im Französischen Revolutionskriege Sieg der'Österreicher unter Erzherzog Johann über die'Franzosen, 1. Dec. 1800.
— Amphibien.
l Amphca (Amphra, a. Gcogr.i, kleine St. inMessenien, ans einem Hügel am Flusse Amphitosan der Grenze von Lakonika; im ersten Mcsseni-schcn Kriege von den Lakedämoniern erobert undzerstört; beim jetzigen Kokla.
Amphiaraos, berühmter Held n. Wahrsagerdes Alterthums, «ohn des Otkles oder des Apollonn. der Hypermnestra, König von Argos, Vaterdes Alkmäon n. Amphilochos; bcthcili'gte sich ander Kalydonischen Jagd n. am Argonautcnznge;am Thebanischcn Kriege aber wollte er keinenAmheil nehmen, weil er seinen baldigen Tod indemselben ahnte. Er verbarg sich deshalb, bisseine selbstsüchtige Gattin Eriphyle sein Versteckihrem Bruder Adrastos verrieth, der ihr dafürdas goldene Halsband der Harmonia versprochenhatte. Nun unterwarf sich A., der Eriphylegrollend und seine Söhne zu deren Ermordungmahnend (s. Alkmäon); er zog als Befehlshabermit vor Theben, ward aber ans der umliegendenEbene mit seinem Heere geschlagen und ans derFlucht mit seinen Rossen Thoas n. Dias u. demWagen von der Erde verschlungen. An dieserStelle wurde ihm als weissagendem Dämon einHciligthnm erbaut, dessen Überreste man bei Ma-vrodilissi, nahe dem alten Oropos, aufgefnndenhat. Dort war ein Traumorakel; der Fragendebereitete sich durch Fasten n. Enthaltung des Weinesvor, opferte an dem Altar einen Schafbock undüberließ sich ans dem Felle desselben dem Schlafe,worauf ihm das Orakel ertheilt wurde. Auchein Fest,, Amphiareia, wurde ihm daselbst ge-feiert. Ähnliche Orakel bestanden in Theben n.ArgoS. Den Thebanern war die Benutzung jedochuntersagt.
Amphmrthröse (v. Gr.), straffes Gelenk, wel-ches nur geringe Beweglichkeit erlaubt (s. Gelenk).
Amphibien, nackte Amphibien, Lurche, il.in-plübla (v. 'gr. amplii, auf beiden Seiten, dies,Leben, im Wasser u. ans dem Lande lebend), Klasseder Wirbclthiere mit kaltem Blute, mit Lungeu-n. vorübergehender oder bleibenderKiemenathmung,mit unvollständig doppeltem Kreisläufe, welche sichohne Schafhant (Xmuion) u. Harnhant (^.llantois)entwickeln u. in ihrer Jugend eine Metamorphose(Verwandlung) durchleben.
Nach der Linneschen Eintheilnng bildeten dienackten A. oder Lurche mit den beschuppten A.oder Reptilien die zweite Wirbclthierklasse. Jetzthat inan diese in 2 Klassen, in Amphibien n. inReptilien, getrennt. Die A. schließen sich in ihremBau den Fischen an, von denen die durch Lungenund Kiemen athmenden Lnrchfischc den Übergangvermitteln. Die äußere Körpcrgestalt der A. weistschon ans den beidlcbigcn Aufenthalt hin, zeigtindessen mannigfaltige, zu den kriechenden, klet-ternden und springenden Landthieren hinfnhrendcGestaltnngsformen. Im Allgemeinen findet sichein langgestreckter, cylindrischcr, oder znsammen-gcdrückter Körper, der häufig in einen ansehn-lichen, flachen Ruderschwanz endet. Gliedmaßenfehlen bei einigen vollständig, wie bei den drch-rnnden, unterirdisch in feuchter Erde lebendenBlindwühlern, in anderen Fällen finden sich bloskurze, am Halse angebrachte Vordergliedmaßen,oder vordere u. Hintere Stummel von lMedmaßcn