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Auws — Ampcrc.
Amos, hebräischer Prophet, Hirt aus Thekochim Stamme Juda, dessen Wirksamkeit in die Zeitder Könige Usia von Juda u. Jerobcam ll. von!Israel (ca. 7t>0 v. Ehr.) fällt, sich aber vornehm-!lich nur ans das nördliche Reich bezog. Bon dem!durch seine Freimüthigkcit verletzten Priestcrstandcans dem Lande vertrieben (Am. 7, 10 ff.), soller nach einer späteren Sage von einem Pricster-sohne erschlagen worden sein. Sein prophetischesBuch steht unter der Zahl der zwölf kleinen Pro-pheten u. charaktcrisirt sich durch eine Fülle vonBildern, wie durch Klarheit, Kraft u. Schwung derRede. Nettere Bearbeitungen in den Commcn-taren über die kleinen Propheten von Hitzing, 3.Anfl., Lpz. 1863; Über die Propheten von Ewald,2. A., Gött. 1867; außerdem von G. Banr, Gießen1848; Schmollcr, Biclef. 1872.
Amoskeag (Skcag), Fabrikort im County Hills-borough des Nordamerika». Staates Ncw-Hamp-shire, am Mcrrimack, neuerdings mit Manchestervereinigt. Die MnoslcsaA AnuuknotnriuF 6om-panv liefert mit nahezu 63,000 Spindeln n. 1665Webstühlen täglich 65,000 Sjards Zwillich, Lein-wand und andere Weißwaaren. dlnßerdem Ma-schinenfabriken :c. Der Ort beschäftigt im Ganzenüber 4500 männliche und weibliche Arbeiter.
St. Amour, St. im Arr. Lons-le-Saulnierdes französischen Depart. Jura, an der Eisen-bahn (Lyonlinie); Marmorbrüche, Maschinenfabrik;2554 Ew.
Amovircu (v. Lat.), 1) entfernen, entsetzen;3) entwenden ; daher amovibel, absetzbar, u. Amo-vibt'lität, Absetzbarkeit.
Amol) (Emny, chinesisch: Hiamnn, Hiamenho),1) Insel, gehörig zu dev chinesischen Prov. Fokicn,zwischen dem Festlande und der Insel Formosa;ungefähr 110 dsicm (2 dM) mit etwa 400,000Ew. 2) Stark befestigte Stadt darauf, mit vor-trefflichem Hafen, berühmtem Tempel des Fo n.merkwürdigen buddhistischen Heiligthllmern; etwa200—250,000 Ew. A. gehört, seit es 1842 durchVertrag von Nanking dem fremden Handel er-!öffnet wurde, zu den bedeutendsten Handelsplätzen!Chinas; Einfuhr von Opium und europäischen!Tuchen; Ausfuhr hauptsächlich Thcc, dann Baum-!wolle, Reis. Der Handel ist fetzt größtentheils injHänden von Chinesen; Werth der Ausfuhr (1860)'etwa 18 Mill. Thaler.
Ampannan (Ampinnan), St. u. Hafen aufder Westküste der Sundainsel Lombok.
/linpolilleas //nmb., Louzpl., Ln-M, dicotylePflanzenfamilie ans der Ordnung der Frangn-linen; Blüthen regelmäßig, zwitterig, oder durchFehlschlagen eingeschlechtig; 5ielch 4—5zähnig, oder!ganz, 4—5 Krvnblätter und ebenso viele Staub-!fäden; Beercnfrncht; Blätter gcgcnübcrstchend, mit!Nebenblättern; kletternde Sträncher mit Ranken!u. vortretcndcn Knoten. Arten: Vitia, Weinstock,!^.mpoiopais, wilde Rebe. j
Llillpclius, Lucius, römischer Schriftsteller!der späteren Kaiserzeit; schrieb: lüker moinoriaiis'(kurzer Abriß von Denkwürdigkeiten ans der Ge-!schichte, Geographie, Astronomie, wahrscheinlich für!die Schule bestimmt), von El. Salmasins entdeckt,,heransgcgebcn gewöhnlich zusammen mit FlornS, >einzeln von Wölfflin, Lpz. 1863. j
ümpetopsls A/c/tw., Gattung ans der Familieder Ampclidcen (V. 1), mit kurzem, nngetheiltemKelche, 4—5 an,der Spitze freien Blumenblätternn. ebenso vielen Staubfäden. V lwlloraooa O.(7.(wilder Wein), ans NAmerika, mir gefinger-ten, im Herbste roth werdenden Blättern, ranken-dem Stengel; häufig seiner reichen Belaubungwegen zur Bekleidung von Wänden und Laubenbenutzt; Früchte ungenießbar ; an den Enden derNankenzwcige oft Sangschwiclen znm Festhalten,z. B. an Mauern.
Ampelpflanzen, Schlinggewächse, welche invon der Decke hcrabhängenden Ampeln gezogenwerden. Als A. empfehlen sich vorzüglich:-Loselri-uantlins L'ranclitiorna, das Zymbelkraut (I-inaria,ez'inbnlai'ia), das scharlachrot!) blühende Schief-blatt (LsAonia knoiisiuillo^). der Schlangcncactns(Lorsns tia§e11ikormis), die gefüllte rosablühenbe6alz-sts§1a pubssoous. hporniisrAia vivipara s.6klloro)llrz-1Ium ötornborginnum, die Indische Erd-beere (bVag'arin lullten), mit gelben Blüthen undschön rothcn, aber fade schmeckenden Beeren, lln-brutimmuus elsAnus, mit rothen Blüthen, die Ca-narische Winde (Ipomaoa ennarionsls), mit blaß-rothen Blumen, I-vpbospsrmnm aennäsus, mehrereArten von ülanrnullin, Llosembrz-nntlrsmum, 8s-llnm, 8nxilrnAn, Lllonuin ssnsololllss, ?oIarAo-nlnm psltatnm, 1'oronin nsintion, Vrnllosenntlnrsbrinn, Vropnsolnm lobbinuum, Ephen, Immer-grün rc. Auch die tropischen Orchideen gehörenzu den A., die aber in besonders durchbrochenen,mit Moos n. Torfcrde gefüllten Llmpcln im Warm-hanfe zu züchten sind.
Ampclurgie (v. Gr.), Weinbau.
Ampelusia (a. Geogr.), Borgebirg in Manre-tania Tingitana (Afrika); jetzt Cap Spartet.
Amper, Ampcrthal :c., s. Ammer.
Ampere, 1) Andre Marie, berühmter Ma-thematiker u. Physiker, geb. 22. Jan. 1775 zuLyon; ward 1801 Professor der Physik u. Chemiean der Ccntralschule des Depart. Ain zu Bourg,später am Lyceum zu Lyon, 1805 Repetitor ander polytechnischen Schule in Paris, 1809 Pro-fessor der Analyse u. Mechanik, Mitglied der Aka-demie, 1824 Professor der Experimentalphysik am(lclllöAS llo I^auos; starb 10. Juni 1836 zuMarseille. Er machte wichtige Entdeckungen überElektromagnetismus (s. A-s Gesetz, A-s Regel,A-s Theorie des Magnetismus) n. schrieb: blssalsnr la tböorio luatliümatigno llu zen, Lyon 1802;Roonsil ll'observntious öloetrallvnLmiqnes, Par.1822; Israels llo la tlolnris llvL Menoin-mo»öloetro-llvuamiPws, ebd. 1824; Ossorixtiou ä'nnapfiaroll elostro-llvimmnzuo. ebd. 1824; Düvorisäos pliönoiuöuoz elootro-llznmiulguss, ebd. 1830.Außerdem enthalten die Llömoirss der Akademieu. die tbunalos llo plrz-zigno st äs Äiimio vielewcrthvolle Beirräge ans seiner Feder. Über A-sLeben schrieben Saintc-Bcnve u. Lirtre. 3) JeanJacques Antoine, französischer Literarhistoriker,Sohn des Vor., geb. zu Lyon 12. Ang. 1800 ;studirtc in Paris neuere Sprachen, bereiste Italien,Deutschland, Dänemark, Schweden u. Norwegenu. kehrte 1829 nach Frankreich zurück. Er hieltliterarhistorische Vorlesungen im Athenäum zuMarseille n. ward 1831 Professor am llo