Druckschrift 
Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
Seite
572
Einzelbild herunterladen
 

572

Auws Ampcrc.

Amos, hebräischer Prophet, Hirt aus Thekochim Stamme Juda, dessen Wirksamkeit in die Zeitder Könige Usia von Juda u. Jerobcam ll. von!Israel (ca. 7t>0 v. Ehr.) fällt, sich aber vornehm-!lich nur ans das nördliche Reich bezog. Bon dem!durch seine Freimüthigkcit verletzten Priestcrstandcans dem Lande vertrieben (Am. 7, 10 ff.), soller nach einer späteren Sage von einem Pricster-sohne erschlagen worden sein. Sein prophetischesBuch steht unter der Zahl der zwölf kleinen Pro-pheten u. charaktcrisirt sich durch eine Fülle vonBildern, wie durch Klarheit, Kraft u. Schwung derRede. Nettere Bearbeitungen in den Commcn-taren über die kleinen Propheten von Hitzing, 3.Anfl., Lpz. 1863; Über die Propheten von Ewald,2. A., Gött. 1867; außerdem von G. Banr, Gießen1848; Schmollcr, Biclef. 1872.

Amoskeag (Skcag), Fabrikort im County Hills-borough des Nordamerika». Staates Ncw-Hamp-shire, am Mcrrimack, neuerdings mit Manchestervereinigt. Die MnoslcsaA AnuuknotnriuF 6om-panv liefert mit nahezu 63,000 Spindeln n. 1665Webstühlen täglich 65,000 Sjards Zwillich, Lein-wand und andere Weißwaaren. dlnßerdem Ma-schinenfabriken :c. Der Ort beschäftigt im Ganzenüber 4500 männliche und weibliche Arbeiter.

St. Amour, St. im Arr. Lons-le-Saulnierdes französischen Depart. Jura, an der Eisen-bahn (Lyonlinie); Marmorbrüche, Maschinenfabrik;2554 Ew.

Amovircu (v. Lat.), 1) entfernen, entsetzen;3) entwenden ; daher amovibel, absetzbar, u. Amo-vibt'lität, Absetzbarkeit.

Amol) (Emny, chinesisch: Hiamnn, Hiamenho),1) Insel, gehörig zu dev chinesischen Prov. Fokicn,zwischen dem Festlande und der Insel Formosa;ungefähr 110 dsicm (2 dM) mit etwa 400,000Ew. 2) Stark befestigte Stadt darauf, mit vor-trefflichem Hafen, berühmtem Tempel des Fo n.merkwürdigen buddhistischen Heiligthllmern; etwa200250,000 Ew. A. gehört, seit es 1842 durchVertrag von Nanking dem fremden Handel er-!öffnet wurde, zu den bedeutendsten Handelsplätzen!Chinas; Einfuhr von Opium und europäischen!Tuchen; Ausfuhr hauptsächlich Thcc, dann Baum-!wolle, Reis. Der Handel ist fetzt größtentheils injHänden von Chinesen; Werth der Ausfuhr (1860)'etwa 18 Mill. Thaler.

Ampannan (Ampinnan), St. u. Hafen aufder Westküste der Sundainsel Lombok.

/linpolilleas //nmb., Louzpl., Ln-M, dicotylePflanzenfamilie ans der Ordnung der Frangn-linen; Blüthen regelmäßig, zwitterig, oder durchFehlschlagen eingeschlechtig; 5ielch 45zähnig, oder!ganz, 45 Krvnblätter und ebenso viele Staub-!fäden; Beercnfrncht; Blätter gcgcnübcrstchend, mit!Nebenblättern; kletternde Sträncher mit Ranken!u. vortretcndcn Knoten. Arten: Vitia, Weinstock,!^.mpoiopais, wilde Rebe. j

Llillpclius, Lucius, römischer Schriftsteller!der späteren Kaiserzeit; schrieb: lüker moinoriaiis'(kurzer Abriß von Denkwürdigkeiten ans der Ge-!schichte, Geographie, Astronomie, wahrscheinlich für!die Schule bestimmt), von El. Salmasins entdeckt,,heransgcgebcn gewöhnlich zusammen mit FlornS, >einzeln von Wölfflin, Lpz. 1863. j

ümpetopsls A/c/tw., Gattung ans der Familieder Ampclidcen (V. 1), mit kurzem, nngetheiltemKelche, 45 an,der Spitze freien Blumenblätternn. ebenso vielen Staubfäden. V lwlloraooa O.(7.(wilder Wein), ans NAmerika, mir gefinger-ten, im Herbste roth werdenden Blättern, ranken-dem Stengel; häufig seiner reichen Belaubungwegen zur Bekleidung von Wänden und Laubenbenutzt; Früchte ungenießbar ; an den Enden derNankenzwcige oft Sangschwiclen znm Festhalten,z. B. an Mauern.

Ampelpflanzen, Schlinggewächse, welche invon der Decke hcrabhängenden Ampeln gezogenwerden. Als A. empfehlen sich vorzüglich:-Loselri-uantlins L'ranclitiorna, das Zymbelkraut (I-inaria,ez'inbnlai'ia), das scharlachrot!) blühende Schief-blatt (LsAonia knoiisiuillo^). der Schlangcncactns(Lorsns tia§e11ikormis), die gefüllte rosablühenbe6alz-sts§1a pubssoous. hporniisrAia vivipara s.6klloro)llrz-1Ium ötornborginnum, die Indische Erd-beere (bVag'arin lullten), mit gelben Blüthen undschön rothcn, aber fade schmeckenden Beeren, lln-brutimmuus elsAnus, mit rothen Blüthen, die Ca-narische Winde (Ipomaoa ennarionsls), mit blaß-rothen Blumen, I-vpbospsrmnm aennäsus, mehrereArten von ülanrnullin, Llosembrz-nntlrsmum, 8s-llnm, 8nxilrnAn, Lllonuin ssnsololllss, ?oIarAo-nlnm psltatnm, 1'oronin nsintion, Vrnllosenntlnrsbrinn, Vropnsolnm lobbinuum, Ephen, Immer-grün rc. Auch die tropischen Orchideen gehörenzu den A., die aber in besonders durchbrochenen,mit Moos n. Torfcrde gefüllten Llmpcln im Warm-hanfe zu züchten sind.

Ampclurgie (v. Gr.), Weinbau.

Ampelusia (a. Geogr.), Borgebirg in Manre-tania Tingitana (Afrika); jetzt Cap Spartet.

Amper, Ampcrthal :c., s. Ammer.

Ampere, 1) Andre Marie, berühmter Ma-thematiker u. Physiker, geb. 22. Jan. 1775 zuLyon; ward 1801 Professor der Physik u. Chemiean der Ccntralschule des Depart. Ain zu Bourg,später am Lyceum zu Lyon, 1805 Repetitor ander polytechnischen Schule in Paris, 1809 Pro-fessor der Analyse u. Mechanik, Mitglied der Aka-demie, 1824 Professor der Experimentalphysik am(lclllöAS llo I^auos; starb 10. Juni 1836 zuMarseille. Er machte wichtige Entdeckungen überElektromagnetismus (s. A-s Gesetz, A-s Regel,A-s Theorie des Magnetismus) n. schrieb: blssalsnr la tböorio luatliümatigno llu zen, Lyon 1802;Roonsil ll'observntious öloetrallvnLmiqnes, Par.1822; Israels llo la tlolnris llvL Menoin-mo»öloetro-llvuamiPws, ebd. 1824; Ossorixtiou ä'nnapfiaroll elostro-llvimmnzuo. ebd. 1824; Düvorisäos pliönoiuöuoz elootro-llznmiulguss, ebd. 1830.Außerdem enthalten die Llömoirss der Akademieu. die tbunalos llo plrz-zigno st äs Äiimio vielewcrthvolle Beirräge ans seiner Feder. Über A-sLeben schrieben Saintc-Bcnve u. Lirtre. 3) JeanJacques Antoine, französischer Literarhistoriker,Sohn des Vor., geb. zu Lyon 12. Ang. 1800 ;studirtc in Paris neuere Sprachen, bereiste Italien,Deutschland, Dänemark, Schweden u. Norwegenu. kehrte 1829 nach Frankreich zurück. Er hieltliterarhistorische Vorlesungen im Athenäum zuMarseille n. ward 1831 Professor am llo