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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Amontvns Amort.

ü. d. M. hohen Basaltfelscns; war ehedem einestarke Festung; Schloßruine, Kirche mit vorzüg-lichen Holzschnitzereien; 1000 Ew. Bonifacinsgründete hier ein Kloster. Im DreißigjährigenKriege am 27. Nov. 1033 vom Landgrafen vonHessen erobert, am 27. Juni 1640 Sieg derSchweden unter Wrangel über die Bayern; imSiebenjährigen Kriege den 21. Sept. 1762 Ar-tillcriegefecht zwischen den Franzosen u. Alliirten,das durch die Nachricht der abgeschlossenen Frie-denspräliminarien unterbrochen wurde. Darausbezügliches Denkmal.

Nmontons, Wilh., gcb. in Paris 31. Ang.100,3, Mechaniker, gcst. 11. Oct. 1705; verbessertedas Barometer, Thermometer u. Hygrometer, gabauch die erste Idee znm Telegraphen n. schrieb:8ur In eonstrnetion ci'uns nonvells olopsz'ärs sie.,Par. 1695.

Amor (lat.), 1) Liebe. 2) (Myth.) So v. w.Eros; daher Xmiwss, Eros n. sein Bruder An-teros; überhaupt Liebesgötter, Amoretten, belieb-ter Gegenstand der späteren antiken Kunst im klei-neren Stil.

Tt. Amor, Aqnitanier von Geburt, predigteim 7. Jahrh. das Christenthnm im Hessischen (vgl.Amorbach).

Amorovictn, Ort in Spanien, wo der Mar-schall Scrrano 24. Mai 1872 mit den Insurgen-ten eine Convention schloß, nach der die früherenOffiziere der königl. Armee wieder ihre damaligenChargen erhalten sollten, n. welche von dem Con-grcß am 4. Juni angenommen wurde.

Amorbnch, 1) Landgcrichtsbezirk (früher fürst-lich lciningisches Herrschaftsgericht) im bayerischenRegbez. Unterfrankcn, früher knrmainzisch, daun anskurze Zeit zuerst zu Baden, dann zu Hessen gehörig,1810 an Bayern abgetreten. 2) Stadl darin ander Bill und Mndan; Sitz des Landgerichtes,schönes fürstliches Schloß, lateinische Schule (seit1807), Krankenhaus, ehcmal. Bencdictincrkloster,unter Karl Martell 730 erbaut, 1803 aufgehoben;Fabrikation von Papier, Tapeten, Knöpfen, Leder,Lignenr, Pumpen rc.; jodhaltige Stahlguelle (Jor-dansbad); 2380 Ew.; ^ Stunde davon die Ka-pelle Amorsbrnnncn, bereits 714 erbaut, mit be-rühmter Quelle, Schloßrninen Waldenburg, SchloßWatdlciningen, Sommerresidcnz des Fürsten.

ümorve, 1) Lockspeise. 2)Zündkraut. 3) Satz-loch an Minen; daher amorciren, anlocken, an-fenern.

Amoretti, 1) Carlo, italienischer Gelehrter,gcb. zu Oncglia 13. März 1741, Zögling derPiaristen; ward 1757 Augustiner, trat in denStand der Wcltgeistlichen n. wurde 1772 Professordes Kirchcnrechtes in Parma u. 1797 Bibliothekaran der Ambrosianischcn Bibliothek zu Mailand,wo er 25. März 1816 starb. Er veröffentlichteXnova soolba ciöpnseoli intersssanti 8tclls 8 vivn 2 se nulls arii, Vlailand 1775 bis 1788, 27 Bde.;OoUn rabäoman 2 m ossia slsttroinstria nnimnlo,ebd. 1808, n. einen Auszug: Olvmenti äl elsttr.auim.. Blailand 1816, n. gab mehrere Handschrif-ten der Ambrosiana heraus. 2) Maria Pelle-grina, Nichte des Bor., geb. 12. Mai 1756; ver-thcidigle im 10. Jahre öffentlich philosophischeLehrsätze, erhielt 1777 die juristische Doctorwürde

zu Pavia n. st. zu Oncglia 12. Nov. 1787. Sieschr.: Os furo clutium apnci Ikomanos.

Amorstos (a. Gcogr.), eine der Sporaden imÄgäischen Meerc, südöstlich von Naxos, mit denStädten Arkcsine, Minoa, Ägiale. Hier Verfer-tigung der berühmten feinen Amorgischcn Lein-wand; Vaterland des älteren Dichters Simonidcs.

Jetzt Amnrgo (Morgo), 165 Usicm mit 3700 Ew.; s

zur Eparchie Thera n. zur 'Noniarchie der Cykla- s

den (Griechenland); der Hauptort Äastro mit Hafenn. 2000 Ew.; Handel mir Korn, Öl, Wein.

Amoriter, mächtiger kanaanilischerVolksstamm,thcils dicsfcit, thcils jcnscit des Jordan wohnend,von den Israeliten unter Moses überwunden n.seiner Besitzungen jenscit des Jordan beraubt,welche nach der Überlieferung den Stämmen Rüben,

Gad n. der Hälfte von Manasse zngethcilt wurden.

Die letzten Überbleibsel derselben machte Salomotributpflichtig.

ümoerso (ital.), 1) Liebhaber, besonders auf (dem Theater; so primo -1.. erster Liebhaber;

2) (Mus., VorrragSbczeichnnug) zärtlich, lieblich,einnehmend. "

'Amorph (v. gr. n privativmn u. märplm, Ge-stalt, also gestalt- oder formlos) nennt man Kör-per, welche auch in ihren kleinsten Theilcn keinerleikrystallinische Structnr besitzen u. dem entsprechendkeinen körnigen, sondern einen sog. muscheligen iBruch haben. Sic zeigen nach allen Richtungengleiche Cohäsion n. Spaltbarkeit, gleiche Wärme- 1

leitnng u. sind nicht doppclbrechcnd. Einige Stoffe 1

kommen Mlr im amorphen, oder nur im krystallini- >scheu Zustande vor; andere, wie Kohlenstoff, Schwe-fel, Phosphor,arsenigeSäure,Kieselsäure, kennt mail,in beiden Zuständen. Manche a-e Körper gehenvon selbst allmählich in den krystallinischcn Zustand 1über, dabei wird stets Wärme und zuweilen auch !'Licht entwickelt. Manche Körper können künstlich lans dem krystallinischcn in den amorphen Zustand tübergcführt werden, namentlich geschmolzene durch )rasches Abtuhlen; so Schwefel durch Schmelzen u.darauf Ausgießen in kaltes Wasser; Phosphor durch -anhaltende Einwirkung des Lichrcs, oder durchlängeres Erhitzen auf 250"; amorpher Schwefelgeht von selbst in einigen Tage», schr rasch durchErwärmen auf 100" u. amorpher Phosphor durch >Erhitzen auf 200" in die gewöhnliche Modificationüber. A. erstarrende Körper sind geschmolzen -zähflüssig, nach dem Erstarren glasartig u. durch-sichtig. Beim Übergang in den krystallinischenZustand werden sie oft undurchsichtig. Denamorphen Zustand nennt man Amorphie oderAmorphis mus.

üinorpbs 15., Pflanzengattnng aus der Fam.der Schmetterlingsblüthigcn (I'npiliormooao.XVII.

0). Art: X. trntieaoa 15., mit zierlichen Fieder- ,blättern und ährenständigen, schwarzbraun-pnrpur- !neu Blumen; in Carolina heimisch; häufig in rGärten als Zierstrauch. Die Blätter (wilder Jn-disto) geben abgekocht eine roth-gelbe Brühe, diemit Alaun citronengclb färbt.

Amort, Eusebius, Thcolog, geb. 1692 inOberbayern; längere Zeit in Rom; gründete 1720eine gelehrte Gesellschaft, die um literarische Cnltursich verdient machte, wurde Domherr in Augs-burg, 1740 Dechant des Augustinerklosters Polling,