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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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566
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566 ^inrlioniuui oai-konioiim Ammoniumchlorid.

oder:

M40H 4- N^0, ^ XN,.X0., 4- Is.OA-üydroxyd u. Salpetersäure gibt salpetersaures u. Wasser.

Ammon

Nach dieser Auffassung entspricht alsodem Ätznatron ^ /'Ätzammon,

Natronhydratod. ^.rOII /Ammonhydrat,

Natriumhydroxyo) ^Amnwniumhndroxyd;

dem Natriumchlorid t ^ /Ammoniumchlorid

od Chlornalr.um (^^4)^^od.Chlorammonium;

dem salpeters. NatronXaXOg salpeters. Ammon,

also dem Natrium (^ 4 ) Ammonium;

u. dem Natriumoxyd ^ l Ammoniumoxyd od.

°d. Natro»

Man hat, um die Analogie noch deutlicher auszn-drückcn, an Stelle der Formel (RN,) das Zeichen.-Lm für A. cingcführt; dadurch nehmen obige For-meln folgende Gestalt an:

Rn08

Rn6i

RaROg

Rn

R^O

Am 08

^mEI

LmiROg

^m

L.n^O

Analogie der Eigenschaften laßt stets auf eine ent-sprechende Analogie der Zusammensetzung schließen.Die durch die angeführten Formeln veranschaulichteAnalogie, die auch durch Len Klang der Namen Natrium, Ammonium, Natron, Ammonangedcntct werden soll, macht es demnach wahr-scheinlich, daß in den sogenannten Amnwniakvcr-bindungen der Gruppe R84 das A. wirtlichexistirt (nicht zur Vereinfachung der Auffassungb.ös gedacht wird), n. es liegt nahe, zu fragen,ov die Annahme von der Existenz des A. n. vonseiner (dem Kalium oder Natrium entsprechend)metallischen Natur durch anderweitige Gründe unter-stützt werde, ob es vielleicht sogar gelungen sei,dieses bis dahin hypothetische Metall isolirt darzn-stcllcn. Erstere Frage ist unbedingt, letztere miteiner gewissen Einschränkung zu bejahen. Die mci-sten Metalle haben nämlich die Eigenschaft, sichmit Quecksilber zu mctallähnlichen Legirnngen, densogenannten Amalgamen, zu vereinigen. Einigederselben können in krystallinischcr Form dargestelltwerden. Nichr-mctallische Körper zeigen diese Eigen-schaft nicht. Wenn man durch eonccntrirte Am-moniakflüssigkeit oder Salmiaklvsnng den elektrischenStrom leitet n. dabei als negativen Pol Queck-silber benutzt, so wird am positiven Pol Sauerstofffrei, während das als negativer Pol dienendeQuecksilber unter bedeutender Volnmenvergrößernngsich in eine mctallglänzcnde Masse von (bei ge-wöhnlicher Temperatur) bntterartiger Consistenzverwandelt, welche beim Anfhören der Stromwirk-ung sich bald in Quecksilber, Ammoniak n. Wasser-stoff zersetzt; n. zwar entwickeln sich die beidenletztgenannten Gase in dem Verhältniß R8z zu 8,d. h. so, daß sie ans einer Verbindung 88^ her-vorgcgangcn sein müssen. Da die erwähnte volu-minöse Verbindung (welche auch in der Kälte kry-stallisirt erhalten werden kann) ganz die Eigenschafteneines Amalgams besitzt u. gerade mit den Amal-gamen der Alkalimetalle eine besondere Überein-stimmung zeigt, so schließt man, daß derselbe einewirkliche Lcgirnng sei, daß also die in derselbenenthaltene Gruppe R8,, ein metallischer Körpersein müsse. Jene Verbindung, die wir demnachals A-amalgam zu bezeichnen haben, entsteht auch

beim Znsammcnbringen einer Lösung von Salmiakmit Kalium- oder Natrinmamalgam:

(R8ZLI -P (L-stxltz) - L6l Z- (88,-s-x8§)Lalmicik od. u. Kalium- gibt Chlor- u. A-amalgam.Chlor-A. amalgimi. kalnn»

Ist schon durch die Existenz u. die Eigenschaftendes A-amalgams die Existenz n. die metallischeNatur des Ä. so gut wie erwiesen, so gewinntdie A-theorie noch mehr an Evidenz dadurch, daßes höchst wahrscheinlich gelungen ist, das A. iso-lirt darznstellen. Eine dunkelblaue, mctallglänzendeFlüssigkeit, welche ans Chlor-A. und Kalinm-A.dargestellt wurde, scheint freies A. zu sein. Daindessen der fragliche Körper nur in zugcschmol-zenen Röhren dargcstellt werden kann n. sich raschin Ammoniak u. Wasserstoff zersetzt, sich also einergenauen analytischen Behandlung entzieht, so leidetdie Ansicht, daß sie wirklich das reine freie A. sei,an einer gewissen, bis jetzt nicht zu beseitigendenUnsicherheit. Das A. hat die Eigenthümlichkeit,daß sein Wasserstoff ganz oder thcilweise durch Me-talle «Kalium, Natrium, Kupfer n. a.) n. durch or-ganische Radicale ersetzt werden kann. Die A-theorie wurde in ihrer jetzigen Form durch Antpörebegründet n. durch Berzelius entwickelt.

Ammonium carbonioum (Pharm.), flüchtiges Lan-gensalz, reines Hirschhornsalz, s. köhlensaures Am-moniak; A. onrtzonioum pz ro-olsosnm, s. Hirsch-hornsalz; dllorntnm, s. Ammoniumchlorid; X.düorntnm korratum, N. mnrintionm umvtnnbnm, s.Eisensalmiak; plwsplwriouin, s. p hosphorsanresAmmoniak.

Ainmoulumbromid, B r 0 m a m m 0 ninm(Ccm.), Verkündung von Ammonium mit Brom,chcin. Formel R8ZZr; farbloses, an der Luft gelbwerdendes Salz von stechend salzigem Geschmack,in Wasser n. Alkohol löslich; entsteht n. a. durchSättigen von Ammoniakflüssigkeit mit Bromwasser-stoffsänrc, sowie bei Einwirkung von Brom ansAmmoniak oder Schwcfelammoninm, wobei imersteren Falle Stickstoff, im letzteren Schwefel freiwird; endlich nebst schwcfelsanrcm Kali durch Subli-mation von Bromkalinm mit schwefelsaurcm Am-mon. Es findet in der Photographie Anwendung.

Ammoninmchlorid, Chl 0 ra m m 0 nin m,Salmiak (sal nrmsniaonm), weißes, in Okta-edern kryställisircndes, ans Ammonium undChlor nach der Formel 88^61 zusammengesetztesSalz. Es schmeckt scharf salzig, ist in Wasser,namentlich heißem, leicht löslich u. läßt sich un-verändert sublimiren. In hoher Temperatur je-doch zersetzt sich der Dampf in Ammoniak- n.Chlorwasserstofsgas, die sich beim Erkalten wiederzu A. vereinigen. Es entsteht beim Zusammen-treffen von Chlorwasserstoff- n. Ammoniakgas alsweißer, ans sehr kleinen, festen Theilchen bestehen-der Nebel, sowie in gelöster Form beim Sättigenvon freiem oder kohlcnsanrcm Ammon mit Salz-säure. Früher kam das A. des Handels ans Ägyp-ten (ägyptischer Salmiak), jetzt stellt man das-selbe in großem Maßstabe in Fabriken dar, u. zwaraus den Produkten der trockenen Destillation stick-stoffhaltiger organischer Substanzen, z. B. verschie-dener Thierstoffe u. namentlich der Steinkohlen.Das bei der Fabrikation des Leuchtgases, der Kno-chenkohle, des Blntlangensalzes als Nebenprodukt

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