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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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Ammonium.

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L.x»1^okus liimollosusvon Solnhofen.

wandten Seite, während. er bei anderen Cepha-! lopoden, z. B. dem! Nautilus, nach innen,bei noch anderen, denBelemniten,in der Mitteliegt. Die Schalen derA. waren meist äußerstzart und dünn, n. dieWohnkammer die letzte,ist daher selten erhalten.Wo die Kammerwändean die Außenwand an-stoßen, zeigen sich an denSteinkcrnen die Ver-wachsungsnähte, u. deren Form u. Gestaltung liefertdasHauptunterscheidungsmcrkmal fllrdieA. Siebil-den mehrere, meisttz Ein- n. Ansbiegungen, die manSättel u. Loben oder Lappen nennt. Die Loben sinddie nach hinten gerichteten Einbiegungen, die Sätteldie nach vorn gelegenen Ausbiegungen. Bei derGattung 6onig.tibsi4 verlaufen nun diese Loben u.Sättel einfach in aus- u. einwärts geschwungenenLinien, die weiter nicht gezahnt oder gelappt sind.Es sind dieses die ältesten A., die bereits in derdevonischen Formation Vorkommen. In der Zech-steinformation finden sich keine A., erst im Mu-schelkalk treten sie wieder ans u. hier bereits incomplicirteren Formen. Beider hierher gehörigenGattung Oratitss sind die nach der Mündunggerichteten Sättel glatt, die Loben aber gezahnt.Auch eigentliche A., A. im engeren Sinne, mitvielfach gefalteten, gezahnten n. gelappten Sättelnu. Loben, erscheinen bereits im 'Muschelkalk, aberhäufig u. sehr zahlreich kommen dieselben erst imJnragebirge und in der Kreide vor, wo der Ar-

tenreichthnm einenormer ist. Mitder Kreide hörendie A. ans; dieneueren Forma-tionen, ebenso wiedie Jetztzeit, ha-ben diese Thierenicht mehr. Merk-schiede in den Formen zeigen die A. noch in Bezugauf die Eiurollnng, die mehr oder minder voll-kommen ist. Die in den älteren Formationenvorkommenden sind alle vollkommen spiralförmigund in einer Ebene aufgerollt, auch so, daß dieWaldungen sich alle berühren; aber in derKreide treten noch allerlei andere Formen auf:die Baculiten sind gerade, die Toxoceratitenhornförmig gekrümmt, die Hamiten schleifenartig,die Scaphitcn erst vollkommen anfgerollt, danngerade u. in die Mündung wieder zurückgcbogen,die Turrilitcn winden sich thnrmartig auf. Esscheint, als habe damit die Natur noch einmal ihrenFormenreichthum zeigen wollen, ehe sie anjhörte,Ä. zu schaffen. Da die U. sich sehr häufig und inden mannigfachsten Formen finden, auch fürmanche Schichten vollkommen bezeichnend sind (Go-niatitenkalk), so haben dieselben zahlreiche Bear-beiter gefunden. Vgl. Reinecke, Claris pratoxasiNautilus ob L.r§onanta, vulgo eornas. ^.wmo-

nis in agro 6odur§ioo, Kobnrg 1818; G. deHaan, monagrapiiias ^.inmonitoruiu et 6-oniatv-tsornm sxoeimen, Leyden 1825; Leop. v. Buch,lieber A. u. ihre Sonderung in Familien, Berl.1832, die Schriften der Bert. Akademie; Fr. Aug.Qnenstedt, Die Cephalopoden, Tübing. 1849.

Ammointeilgclenke (Pal.), Bruchstücke vonKammern von Ammoniten.

Ammoniter, Volksstamm im O. von Palä-stina, jenscit des Jabbok, mit der Hanptst. Rabbath,dessen Stammvater der Sage nach in Blutschandevon dem Patriarchen Lot erzeugt war. Seit derRichterzeit mit den Israeliten in fortwährenderFehde, waren sie den letzteren zeitweilig tribut-pflichtig, rissen aber nach dem Untergänge des nord-israelitischen Reiches die ostjordanischen Provinzenan sich n. schlossen sich später gegen Juda denChaldäern an; noch zur Makkabäerzeit kämpftensie gegen die Juden. Seitdem verschwinden sieaus der Geschichte. Ihr Hanptgötze war Miltom(Malkam), der mit dem Moloch-Saturn identisch ist.

Ammonium, ein aus Stickstoff u. Wasserstoffnach der Formel Xll^ zusammengesetztes Nietall,welches als das Radikal des wässerigen Ammo-niaks angenommen wird. Dieses zeigt nämlicheine Reihe von Eigenschaften, welche mit gewissenwesentlichen Eigenschaften der kaustischen Alkalien Oxydhydrate, besser Hydroxyde, der Alkalime-talle genau übereinstimmen. Es wirkt, wiediese, ätzend, reagirt alkalisch n. verbindet sich mitSäuren zu wohl charakterisirten Salzen. Wennein ätzendes Alkali mit einer Säure znsammen-gebracht wird, so bildet sich das entsprechende Salzunter Austritt von Wasser; z. B.

.MOU -s- MI Xn6I -s- kl,0Ätznatron u. Cblorwasser- gibt Natrinmchlorid u. Wasserstosssänre

oder

XnOU -s- MO, XaXO, -s- 8^0Ätznatron u. Salpetersäure gibt salpetersaures u. Wasser.

Natron

Sicht man nun die Ammoniakflüssigkeit alseine bloße Auflösung von Ammoniak in WasserXU, -s- xHO an, so muß man consequenter Weiseannehmen, daß das Ammoniak als solches sich mitden Säuren verbinde; dann findet aber der Aus-tritt von Wasser bei der Salzbildung nicht statt:XII, -s- Ml ^ Xllg.MIAmmoniak u. Chlorwasserstoff gibt Chlorwasscrstoffsaures Am-moniak (Salmiak)

oder

XHg -l- 8X0, ^ X8-.8X0,

Ammoniak u. Salpetersäure gibt salpetcrsauresAmmoniak,Die Analogie zwischen der Ammoniakflüssigkeit n.den Ätzalkalien geht dabei scheinbar verloren. Die-selbe tritt aber sofort hervor, wenn man (wie jetztallgemein geschieht) annimnit, daß in der Ammo-niakflüssigkeit nicht Ammoniak als solches, sondernLaS durch Verbindung desselben mit den Bcstand-rheilen des Wassers entstehende sog. A-oxydhydrat,Ä-bydroxyd oder Ätzammon enthalten ist:

' X8, -I- 8,0 X8..08

Ammoniak u. Wasser gibt A-Htzdroxhd.

Dann gestaltet sich die Salzbildnng folgender-maßen :

X8,08 -s- MI ^ X8.6I -j- 8.0

A-Hhdroxnd u. Chlorwasser- gibt A-chlorid u. Wasserstoffsälzre (Salmiak)