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Ammvniakmilch
Wärme wird es weich. Es ichmcckt bitter undkratzend, besitzt einen eigenihümlichen Geruch undgibt mit Wasser znsammengerieben eine milchigeFlüssigkeit. Es schmilzt schwer und verbrennt »inHeller Flamme. 'Nach Braconnct besteht das A. ans707» eines mit Alkohol ausziehbaren Harzes, 18,47«Gummi, 4,4 H Bassorin, 6^ Wasser n. 1,.^ätheri-schen, schwefclfreien Öls. Das Harz ist eine durch-sichtige, gelbliche Masse, die bei ö4° schmilzt, sichin Äther nicht vollständig lost. In der Medicinwird das A. zu Pflastern, die zur Zcrtheilnng vonDrüsengeschwülsten, bei Leichdornen oder Truckver-bänden dienen, angewandt. Innerlich genommenist es fast ohne Wirkung auf den Organismus.In Nordafrika wird eine andere Art A. ans i-V-rula tiu^itana /ksrm., einer Toldcnpflanze, ge-wonnen, welches gelbe bis bräunliche Massen bil-det, die beim Erwärmen schwach benzoeartig riechen,auch im Geschmacke sich vom persischen A. unter-scheiden. Schon im Alterrhum war cs als Arznei-mittel geschätzt, man glaubte, es stamme von einemBaume im Tempel des Jupiter Ammon in Kyrcne.
Ammoniakmilch time ainmoniaei, Limilmodeeliiorr), mit Wasser bereitete Emulsion des Am-moniakgnmmi.
Ammoniakpflanzc (Wahres Oschakkomiet),Dorsin-r armsiuaonm Do<r., ist eine in Persien n.Armenien heimische, perennirende Doldenpflanze, iwelche ein als blnmini nnnaoniaemn, Ammouialgummi, officinclles Gmnnliharz liefert.
Anrnioninksalze, s. Animonsalze.
Ammoniakseifcn, Verbindungen der fette»Säuren mit Ammoniak; s. Ammoniak 0.
Ammoniak-Snpcrphosphate, Düngemittel,welche erst in neuester Zeit für die Landwirthe inden Handel gebracht werden. Sie sind künstlicheGemische verschiedener Düngemittel, z. B. irgendein Snpcrphosphai, ein Ammonsalz und der NestKalisatz, oder auch werthlose Substanzen, ursprüng-lich gemacht, um den Landwirrhen einen Ersatzfür den immer seltener n. thenrcr werdenden Peru-gnano zu bieten, oder auch wol als solcher zugellen. Am einfachsten gelangtman zn einem solchen,wenn man dem Bakerguano durch irgend ein Am-Monsalz die bei der Zersetzung eingebnßten stick-stoffhaltigen Bcstandtheile wieder znfügt. Dashierzu geeignetste Ammonsalz ist das schwefelsanreAmmon, welches 20A und mehr Stickstoff ent-hält n. käuflich zu haben ist. Man hat cs vollkom-men in seiner Gewalt, Mischungen von jedem be-liebigem Gehalt Phosphorsänre und Stickstoff her-znstcllen. Die ofscrirten A-S. schwanken deshalbauch zwischen 10 bis 107« Phosphorsänre u. 3 bis107s Stickstoff. Große Beliebtheit haben die A.-S.besonders deshalb, weil sie den Stickstoff als Am-moniak enthalten und die Phosphorsänre in lös-lichem (ausgeschlossenem) Zustande. Der Bakcr-gnano wird nämlich in Snperphosphat verwandeltn. dieses dann mit schwefclsaurem Ammoniak ge-mischt. Selbstverständlich können auch andere Phos-phate, welche sich zur Darstellung von Superphos-phat eignen, verwendet werden. Ist die Phos-phorsänre in löslicher Form vorhanden, so ist eseinerlei, woher sie stammt. Anders mit dem Stick-stoff; dieser soll als Ammoniak (resp.schwefelsanrcs)vorhanden sein. Nur dann ist die Mischung ein Ä.-
— Ammoniten.
Snperphosphat u. hat den Werth, welcher für sic ge-zahltwird. Ist der Stickstoff nicht in dieser, sondern inanderer Form vorhanden, so heißen — oder solltenwenigstens' heißen — die den Landwirthe» offeriricilDüngemittel dem Ursprünge des Stickstoffes ent-sprechend: Stickstofs-Superphosphat — den Stick-stoff in vcrwcsbarer organischer Substanz — oderSalpetcr-Snpcrphosphat — den Stickstoff als sal-petersaurcs Salz (Chilisalpetcr) enthaltend. — Vonden zufälligen oder absichtlichen Verunreinigungender A.-S. ist das Rhodallamnioninm das übelste,weil cs der Vegetation sehr schädlich ist.
Ammonlos, 1) A. von Alexandria (A. derPeripatetiker), im 1. Jahrh. n. Ehr.; lehne znAthen, wo ihn Plnlarch hörte. 2)A. Sakkas (d. i.Sackträger, von seinem früheren Gewerbe), Lohnchristlicher Eltern, später, wie erzählt wird, znmHcidenthnm übergetrcten; lebte n. lehrte im 2. n.3. Jahrh. in seiner Vaterstadt Alexandria; Stifterder Nenplatonischen Schule; st. um 243 n. Ehr.8) A. aus Alexandrien, im 2. Jahrh., Ver-fasser einer Evangclienharmonic (vgl. Tatianos);er theille auch die biblischen Bücher in Abschnitteein: i. u. Bibel. 4) St. A. (Ammon, Ammo),Aster des 4. Jahrh.; legte ans dem Nirrischen Ge-virge und in der Skenitischen Wüste viele Mönch-Wohnungen an u. war mit Antonius, Pachominsn. Paulus v. Theben Hanptbcförderer des Mönchs-lebens; Tag: 4. Oct. 5) A. Grammatikos,Grammatiker ans Alexandria; 389 n. Ehr. vonda vertrieben, lehrte er in Constantinopel dieGrammatik; >chr. ein synonymisches Wörterbuch,Hanptansg. von Valckenaer, Leyden 1739, u. A.von Schäfer, Leipz. 1822. 6) A., Sohn desHernrias, nenplatonischer Philosoph (angeblich im5. n. 6. Jahrh. n. Ehr.) zu Alexandria, Schülerdes Proklos, Lehrer des Simplicius, Erklärer desAristoteles, zn dessen Werken er theilwcise Com-menrarc schrieb, bei Brandis Latiolin ln eLristo-boleM, Berlin 1830.
Ammoniten (Ammonshörner) find vorweltlichevicrkiemige Cephalopodcn, Kopffüßler, unserem nochlebenden Nannlns ähnliche Thicre. Die Schalenderselben sind mannigfach gewunden u. im Innerndurch Scheidewände in Kammern abgetheilt, inderen letzter offener das Thier wohnte. Alle an-deren waren nur durch den Sipho, einen Fortsatzdes Thieres, mit der Wohnkammer verbunden, n.dieser Sipho war in einer kalkigen Schale ent-halten, die sich durch alle Kammern fortsetzte. Dieleeren Kammern dienten also dazu, das Thier mitseiner Schale schwimmend zu erhalten, n. derSipho zur Befestigung an der Schale. Die Thierelebten wahrscheinlich, wie unsere Nanlilnsarten, nurauf hohem Meere und kamen wol auch ebensonur selten an die Oberfläche. Mit den A.zusammen und sogar in ihrer Mündung findetman oft Versteinerungen, iLptpollns genannt,welche aus zwei dreiseitigen Theilcn bestehen, dieeinander ähnlich sind, aber nicht ans einanderpassen; Schloß u. Mnskeleindruck, wie bei zwei-schaligen Mollusken, für die man sie früherhielt, fehlet:; man hält sie neuerdings für Theileder A., entweder Deckel, oder Knochen derselben.^Der Sipho liegt nun bei allen A. am Rückender Schale, d. h. an der den Windungen abge-