Amim'rgau — Ammon. 561
Wäldern, sich von Samen u. Jniecken nährend.' Nmmcrmüller, Christoph Fricdr., Schrift-Man thcilt sie in 2 Untergattungen: -i) Sp or n-j steiler im Fache der'Naturwissenschaften n. der Tech-A., Svorncr liUIscirnpUanoL ü/. cke 115), Nagel nologie, geb. 6. Nov. 1809 in Stockach; war
der Himerzehc länger als diese, ohne Schwiele amGanmen; die S chn ec-A. (L. s. ?I. nivalis D.),Scheitel u. Wangen braun, Weibchen weiß, 15 einlang; in NEnropa, lomink aber auch nach Deutsch-land bis an den Harz. L) Eigentliche A.(Dmbori^n D.): istagel der Hintcrzchc kürzer alsdiese, am Ganmen eine Knorpclschwiele (der sog.A-zähn). Arien: n) Gold-A. (Emmerling, H. oitri-uelka D.), Rücken rorhgelb, schwarz gefleckt, Un-terleib schön gelb, innerer Rand der 2 äußerstenSchwanzfedern weiß, Weibchen grauer u. wenigergelb; in Europa und Asien, an Dörfern im Ge-büsch; baut ein künstliches Nest ans der Erde, ziehtsich bei Kälte nach den Häusern, b) Grau-A.(Gersten-A., 11. miliariu, D.), 21 om lang, gran-brännlich, dunkelbraun gefleckt; in Europa' undNAsien, im Getreide n. Grase, oft in Deutschland,Zugvögel mit den Lerchen; baut ihr Nest ans derErde, v) Rohr-A. (L. selioenielns D.), vornschwarz mit weißem Schnabelwinkcl, hinten undnnlen weiß, oben rostfarbig n. schwarzfleckig; imSchilf; schreit viel; frißt Sämereien u. J-nsecten;nistet in Wcidenwnrzeln. ä) Spcrlings-A. (H.xasserina), der vor. ähnlich, nur kleiner; Lebens-art wie diese; in Asien, doch einzeln auch inDeutschland; wird oft für den Ortolan verkauft,e) Ortolan (Garten-A.); 10 om lang; obensperlingfarbig, unten rostroth; Zugvogel in S.- u.Mittel-Europa, nördlich bis zur Lüneburger Haide,jetzt in Deutschland seltener. Schon von den Rö-mern wurden die Ortolanen (Ailiaria) gefangen,gemästet u. gegessen; auch jetzt noch werden siein SEuropa gemästet u. abgekocht in den Handelgebracht. 1) Zaun-A. (Cirlus, Hecken-A., L.eirlusD., k. olasotliornx Lse/iÄ.), Kehle schwarz,gelbe Seiten des Kopfes, olivengrüne Brust, obenzimunbrann, schwarz n. gelb gemischt, Flügel oli-vcngriin, Schwanz schwarz u. gespalten, schwarzerSircis durchs Auge; Weibchen Heller; in SEuropaan Zäunen, bei uns selten; Fleisch sehr wohl-schmeckend, wird auch für den Ortolan ver-kauft. §) Zipp-A. (Wiesen-A., H. ein L.), Un-terleib rölhlich grau, Kopfseite weiß, Zscitig schwarzeingefaßt, Kops aschgrau, Rücken n. Schultern roth-braun, weiß gefleckt, Unterhals grau, Unterleibrostbraun; in SEuropa n. SDentschland in ber-gigen Gegenden; wohlschmeckend, d) Comman-deur (H. Anlisruator), zeisiggrlln, mit schwarzenFlügeln, Schwanz, Kehle, Backen n. Federbnsch,unten u. Stirn gelb.
Ammergan (Ober- u. Unter-), 2 Dörfer imBezirksamte Werdenscls des bayerischen Regbez.Oberbayern, ander Ammer; Zeichnungs- u. Mo-dcllirschule, Holz- und Elfenbeinschnitzerei (Spiel-sachen, Crucifixe, Heiligenbilder rc.); 1198,bezw. 682Ew. In Ober-A. finden die zur Erinnerung andie Pest 1631 . ..
1837—52 Vorsteher der Oberrealschnle in Reut-lingen, seit 1854 Fabrikant in Stuttgart, wurde1862 in die Kammer der Abgeordneten u. 1868ins Zollparlamcnt gewählt, in welchem er der süd-deutschen Fraction angehörte.
'Ammersee, s. n. Ammer 1).
Ammcrsweicr, officicll Ammerschweicr (Ma-reville), Gemeinde im Kr. Rappoltsweilcr im Ober-Elsaß, früher zur Grafschaft Landsberg gehörig;vorzügl. Weinbau; 1871 1862 Ew.
ümmi D. (Ammei), Pflanzcngatt. zur Fam. derDoldcnpflanzen (V. 2); Früchtchen mit flachemEiweiß, seitlich zusammengcdrückt, ungeflügclt; Blu-menblätter ungleich, zweilappig; Hülle u. Hüllchenviclblätterig, Blättchen der erstcren dreitheilig. InDeutschland hier n. da D. majns L., mit einfachn. doppelt zusamnicngcsetzten Blättern u. weißenBliithen; Früchte (Samen) früher in der Heilkundebenutzt. L. oopbienm D. (Lnninm oopb. 5hn'.),dessen Samen, Adiowänsamen, dem Kümmel undAnis ähnliche Heilkräfte besitzt, n.A. Visna^a Da»».,Zahnstochcr-A. genannt, weil seine Doldenstrahlenals angenehm schmeckende n. riechende Zahnstocherbenutzt werden; beides einjährige Pflanzen, ersterein Ägypten und auf Kreta, letztere überhaupt inden Mittelmeerländcrn heimisch.
Ammiänns Marcellrnus, l at. Schriftstelleranck Anrionpa, lcvle im 4. ^sayrh. n. Chr., machteunter Constantins einen Feldzug nach Gallien u.gegen die Alemannen, dann unter Kaiser Juliangegen die Perser mit, lebte später in Rom n. st. um400 das. Er schr. in 31 Büchern als Fortsetzer desTacitns eine Geschichte der römischen Kaiser (Rss§ostas) bis Valens (96—378 n. Ehr.), deren ein-leitende 13 Bücher (bis 353) verloren sind. Er istvon hohem Werthe wegen seiner Wahrheitsliebe u.persönlichen Thcilnahme an manchen Ereignissen;für die Anfänge der Völkerwanderung n. a. derwichtigste Autor. Ausgaben zuerst Rom 1774,
Fol., von Valesins, Par. 1636, n. A. 1681;Wagner (vollendet von Erfurdt), Lcipz. 1808,3 Thlc. mit Erklärungen; Eyßenhardt, Berl. 1871;deutsch von Troß und Büchels, Stnttg. 1827 bis1829, 8 Bdchcn.
Ammochösie (v. gr. LMM 08 , Sand, oliönuzmsl,znschüttcn), ^renatio, Oammismos, Bad in vonder Sonne erwärmtem Meersande (s. u. Bad).
Lmmooostes (ämmos, Sand, sioitö, Lager, Bett),Querder, Uhle, ist das blinde, zahnlose, wnrmähn-liche, im Sande lebende Junge des gemeinenNeunanges,welches früher als besonderes Thier galt.
Ammon, ägyptische Gottheit, s. n. Amnn.
Ammon, 1) St. A., so v. m. Ammonios 4).2) Christoph Heinrich von A., prenß. Mi-machte sich besonders beim Aachener Frieden
Ulster;
1748 u. in Paris verdient, ward von Friedrich II.aufgcführten berühmten Passions-s geadelt und st. 1750. 3) Christoph Fricdr.
spiele statt (s. Passionsspiele). v. A., Theolog, geb. 16. Ja». 1766 zu Bayreuth,
Ammerland (Ambria), holzreiche Gegend imnvo sein Vater (st. 1812) preußischer Kammerrathwestlichen Theil von Oldenburg; Flachs- un^war;ward 1789 zn Erlangcn Profcssor der Philo-Hopfcnbau, Leinweberei; wurde seit den Karolingern sophie u. 1792 der Tbeologie u. Universitätspre-von eigenen Grafen regiert, von welchen die Grafen ^diger, ging 1794 in gleicher Eigenschaft nach Göt-von Oldenburg und Delmenhorst abstainmten. gingen, kehrte 1804 nach Erlangen zurück, wo erPierers Uinversal-Conversaiions-Lexikon. 6. Aufl. I. Band. Ztz