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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
Seite
556
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Amhura

^mia.

durchfließt ein welliges, sumpfiges Waldland (russi-sches Gebiet am Amur) und mündet links, naheder Mündung des Hanptflusses, der Insel Sachalingegenüber. Unweit der Mündung des A. findetinan auf einem Berge berühmte buddhistische In-schriften in Stein.

Amhära, der centrale und die höchsten Bergeenthaltende Theil des früheren Kaiserreiches undAlpenlandes Abessinien, zwischen dem Takazze n.Blauen Nil und um den Tsanasee herum. Ammächtigsten erheben sich dort der Nas Datjam(Dctschem) mit 4400 m und der ebenso hoheAnkna. Es wird von einem tapferen Volke be-wohnt, das den Kern der Abessinier bildet undeinen semitischen, dein äthiopischen verwandten Dia-lekt spricht. Nachdem das alte Königreich Abessi-nien in Trümmer gegangen war, erhob sich 1833Ras Ali znin Herrscher über A., wurde aber vonKasai, später Theodor II., vom Throne gestürzt,worauf A. unter Letzterem bis 1868 wieder einenTheil des Abcssinischcn Reiches ansmachte. Nachdem Tode Theodors gelangte einer seiner erstenmilitärischen Würdenträger, Gobazyc, 1868 zurHerrschaft, der ein neues Königreich ans A. bildete.Weiteres n. Abessinien.

Amharischc Sprache, die jetzige Sprache inAbessinien, benannt nach der Landschaft Ainhara,wo sie, wie auch in Schva, Hangota und Jfata,mit einigen dialektischen Abweichungen, im Ge-brauche ist. Das A. ist ein semitischer, aus demalten, jetzt nicht mehr gesprochenen Äthiopischenhervorgcgangencr Vnlgärdialekt, der sich zu diesemverhält, etwa wie das Romanische zu dem Latei-nischen. Auch die amharischc Schrift ist dieselbewie die äthiopische und wie diese eine Syllabar-schrift, nur mit einer Vermehrung von 7 Charak-teren, welche die Laute svfi, tj, die Nasallaute n,eii, das weiche soll, äs, tsok ansdrückcn. Vocalcn. Diphthongen sind nach Zahl und Aussprachedieselben, wie im Äthiopischen; ebenso gelten hierdie dort herrschenden Lautgesetze. Die Nominal-bildnng unterscheidet sich wenig von der äthiopi-schen. Eine GcschlcchtSbezeichnnng fehlt. DieTcclinalion geschieht mittels gewisser Partikeln,nur der Accnsativ wird durch eine Endung ge-bildet. Das Verbum erscheint in 4 Modifikatio-nen: als Activ, doppeltes Factitiv u. Passiv; Prä-teritum, Präsens und Fnrnrnm unterscheiden sichstreng durch formelle Bildung. Außer dem Con-jnnctiv des Präsens, Imperativ n. Infinitiv gibtes noch eine cigcnthümlichc Art von Parricipinm.Zahl- n. Fürwörter sind in Gestalt u. Gebrauchböllig semitisch. Dasselbe gilt fast durchgängig vonden Partikeln. Die Syntax zeigt, den anderensemitischen Sprachen gegenüber, einige stärkereEigcnlhümlichkcitcn. Das A. ist bis jetzt ohnealle Literatur. Ludolf, Iwx. und 6rnmm. Amär.,Frkf. 1698, Fol.; Jsenberg, Lexikon, Lond. 1841,Grammat., Lond. 1842.

Amherst (spr. Ämmcrst), 1) Jeffrey, LordHolmesdale, englischer Fcldmarschall, geb. 29. Jan.1717 in der Grafschaft Keilt; trat früh in engl.Militärdienste, machte den Feldzug 174345 inDeutschland n. Holland gegen die Franzosen alsAdjutant des Generals Legommier mit, ging 1748nach Nordamerika, wurde 1756 Oberst, landete

finit General Wolfe 13. Sept. 1759 an der West-seite von Quebec, übernahm nach Wolfes Todeiam selben Tage den Oberbefehl n. vollendete die^ Eroberung der französischen Besitzungen in Canada,wofür ihm das Parlament seinen besonderen Dankanssprach n. ihm der Bathorden verliehen wurde.

Bis 1703 Oberbefehlshaber der englischen Armee in *Amerika, wurde er in diesem Jahre Gouverneurvon Virginien, 1770 Gouverneur von Gnernscy u.

1776 als Lord A. von Holmesdale unter die Peersversetzt; endlich 1795 Fcldmarschall, st. er 3. Ang.

1797 kinderlos, so daß die Pecrage auf die Nach-kommenschaft seines Bruders überging. 3) Wil-liam Pitt, Earl of A., Sohn des Generallieute-nants Will. A., Neffe des Vor. n. des MinistersPitt, geb. 14. Januar 1773; stndirte in Oxford,folgte seinem Oheim in der Baronie, ging alsGesandter nach Oberitalien n. 1816, um den bri-tischen Handel dorthin besser zu gestalten, als außer-ordentlicher Gesandter nach China, von wo erjedoch, weil er sich den eines Engländers unwür-digen Ceremonieu vor dem Kaiser nicht unterzog,unverrichteter Sache über St. Helena (wo er eine IUnterredung mit Napoleon hatte) nach Englandznrücktchrte; 1823 Generalgonvernenr von Indien, ,führte er seit 1824 den Krieg gegen die Birmanen,bis diese endlich die Provinz Assam an die Ost-indische Compagnie abtraten, wofür er 1826 inden Grafcnstand erhoben wurde. 1828 abberufen,lebte er, mit reicher Pension belohnt, bis 13. März1857 ans seinem Familiensitzc Änole Park; ihm 1folgte in Titel und Besitz sein Sohn William s

Pitt rc., geb. 3. September 1805. Der Di- ^

rcctor des botanischen Gartens zu Calcntta,Wallich, gab zu Ehren der Gräfin A. und derenTochter «arah einer wegen ihrer außerordent-lichen Größe n. Schönheit bemerkenswertsten, zuder Familie der Cäsalpiniecn gehörigen indischenBlume, mit langen, kchariachrolhen Blüthentranben,den Namen fitinliorstia rwbilisAmherst, 1) County im nordamerikanischenUnionsstaatc Virginia, vom Jamesflnsse n. BlauenGebirge (Lluo Iliä^s) begrenzt; malerische Ge-birgslandschaft, reizende Thäler, Boden fruchtbar;Prodncte: Mais, Weizen, Hafer, Heu, Tabak;

14.000 Ew.; Hauptstadt: Amherst Court Honse.

3) Stadtbezirk im nordamerikanischen UnionsstaateMassachusetts, County Hampshire, unter 42° 22'n. Br. n. 72° 43' w. L., vom Connecticntstromedurchflossen; Fabriken von Leber u. Wollenwaaren,

Tuch n. dgl.; blühende Akademie, Amherst College,

1821 gestiftet, mit bedeutenden Schenkungen, wo-durch 80 Freistellen ermöglicht sind, Bibliothek mit

11.000 Bänden; 3500 Ew. 3) Britische Ansie-delung an der Tenasserimknstc, am südlichen Uferdes Salucnflnsses in Hinterindien; einer der be-deutendsten Stapclplätze des Handels für Indien

u. China, 1826 gegründet. Die Stadt Amherst- ^town zählte 1827 erst 1600 Einw., jetzt über30,000; sie erhielt ihren Namen zu Ehren desdamaligen Gcneralgonvernenrs Lord William P.Amherst.

! kmi (fr.), 1) Freund; äs eonr, falscher! Freund; 3) Liebhaber.

! Lima D. (Wallerfisch), Gattung ans der Fa-,milie der Kahlfischc (Amiaäos); Kopf rauh, mit

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