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Amerika (Bevölkerung).
gleichwie sie mich ihre eigene Flora besitzen:sie sind das Reich der Hasen- oder Wollmänscund der Harpalidcn (gewisse Laufkäfer). Im obe-ren TheU dieser Region zeigt sich ein allmählicherÜbergang zur brasilianischen Fauna, denn einigeAffen, Blannasen, Nasen- n. Waschbär reichen bisnach Paraguay. Bon vorwiegender Bedeutung sindaber die grabenden Nagethiere, die Wollmänsc(namentlich der Biscacha). Gürtclthicre sind überdie ganze Ebene verbreitet. Hnfthierc fehlten ur-sprünglich, haben sich aber seit Besitznahme derSpanier massenhaft vermehrt. Die Bügel nehmenvon N. nach S. immer mehr ab; bemerkenswert!)dic Höhlcncule; Heerden des amerikanischen Straußeskommen noch vor, zu ihm gesellt sich im südlichenTheil der Darwinsche. Reptilien sind schwachvertreten. Unter den Jnsccten sind die Laufkäferzahlreich n. unter diesen die Gruppe der Harpa-lidcn. — Die südliche Hälfte des antarktischenWaldgebietes bildet das patagonische Thierreich,das Reich der Gnanako und des DarwinschenStraußes. Als vorwaltende Thiere erscheinen auchhier die grabenden Nagethiere; zu ihnen kommeneinige Gürtelthicre. Das Gnanako findet sich häufigin kleinen Heerden und ersetzt die Antilopen derStcppcngegenden der Alten Welt. Der Kuguarreicht noch bis hierher. Unter den Vögeln ist einkleiner Srranß (Lima Oarrvivü.) der bezeichnendste.
§. Bevölkerung. Die Gesammtzahl der Ein-wohner beträgt gegenwärtig nach Schätzungen inrunder Summe 84,524,000, wonach sich eine re-lative Volksmenge von nahezu 114 Ew. ans 1 UMberechnet, während in Europa 1657, in Asien988, in Afrika 351 und in Australien 25 Men-schen auf eine UM kommen. Hiervon fallen aufNord-A. 51,964,000, ans Snd-A. 25,675,000, aufMittel-N. 2,671,000 u. auf Westindien 4,214,000.Sic theilcn sich in 3 Haupkacen, die ameri-kanische, mittelländische n.Negerracc; die crsterc wirdvon der amerikanischen Urbevölkerung gebildet, diezweite u. dritte bestehen ans den cingcwandcrtenEnropäernu. Afrikanern; hierzu kommen die Misch-linge n. die seit neuerer Zeit gleichfalls eingewan-Lerten Chinesen n. Japaner in Nord-A., nament-lich in Californicn n. Wcstindien, dann die Indier(Kulis) ans den Antillen und in Gniana. DieUreinwohner lassen sich ans zwei Hanptstämme zu-rückführen: Eskimo n. Indianer, die aber, nachder neueren Annahme, beide ans Asien her überdie Beringsstraße eingcwandcrt sind (s. oben).Die Eskimo, deren Name (Esgnimantsik) Roh-fleischcsser bedeutet, wurden von Blnmenbach zurmongolischen Race gerechnet, in neuester Zeit aberhat man sie mit verwandten Völkern Asiens undEuropas der arktischen u. borealen Race vereinigt,während Peschel sic als Beringsvölkcr wieder zurmongolischen Race rechnet. Sie bewohnen diePvlargcgenden, in denen sie hin- und herziehendvorzugsweise von Jagd u. Fischfang leben n. beiWeitem nicht die Zwerghaftigkeit besitzen, die ihnengewöhnlich beigelcgt wird. Sprach- n. blutvcr-wandt mit den Eskimo sind die Bewohner in demnördlichen und westlichen Theil des ehemals rus-sischen A., die man auch alaskische Eskimo ge-nannt hat; ihre Wohnplätze sind die User desBeringsmeeres, die Halbinsel Alaska u. die an-
grenzende Küste ostwärts bis zum Eliasberg (vgl.Whymper, Alaska, Brannschw. 1869). Die In-dianer bewohnen Las ganze Festland von Nord-und Süd-A. und können, obwol sich eine außer-ordentlich große Anzahl von Völkerschaften mitmehr als 400 Sprachen Nachweisen läßt, nachMorton unverkennbar ans einen gemeinsamenStamm znrnckgefnhrt werden. Roihe Race, Roth-hant sind nicht für alle passende 'Namen, weil dieHautfarbe durchaus nicht bei allen eine n. dieselbeist, sie schwankt vielmehr von südenropäischerBräunung bei den Botokudcn bis zur tiefstenDunkelnng bei den Aymara, oder bis zu kupfer-roth bei dem sonorischen Völkerstamme; der Schädelzeigt nicht selten vorspringende Kiefer, aber, wiebei den asiatischen Mongolen, bleibt der Progna-thismns stets in mäßiger Ausbildung. Man thciltsie in folgende Völkerstämme: 1. Die Kcnai-Völ-ker in Alaska n. den angrenzenden Thülen desbritischen Nord-A. 2. Die Athapasken (bei denEngländern Oiiipxervaz'ans), vom Ausflusse desMackenzie südwärts und vom Unkon im W. biszur Mündung des Churchill im O.; zu ihnen ge-hören die sogenannten Hasen-, Hnndsrippcn-,Gclbmesser-, Kupferminen-, Biber- und Berg-Indianer u. im S., vom Hanptgebicte getrennt,die Apachen. 3. Die Algonkin im O. der Hud«sonsbailändcr, ehemals auch im NO. der jetzigenVer. Staaten, wo sie den Stamm der Lenni-Lenapeoder Delaware» bildeten; auch die Illinois, Sanksund Foxes gehörten zu ihnen; ihr nordwestlichsterTheil sind die Schwarzfüße an den Zuflüssen desSaskntschawan. 4. Die Irokesen, welche amLorcnzstrom u. an den canabischen Seen wohntenn. von den Algonkin rings umschlossen waren; znihnen gehörten die Mohawk, Onondago, Hnronenn. A. 5. Die Dakotah (Sioux) am oberen Missouri,mit den Kansas, Osagcn, Mandancn, Assineboins n.A. 6. Die Pawnce am Platte u. Kansas. 7. DieAppalachen, ehemals östlich vom Mississippi bisznm Atlantischen Ocean, mit den Cherokee, Ca-tawba, Choctaw, Creeks, Alabama, Natchczn. A. 8. Die Nordwcst-Indianer in Alaska n.Britisch-Columbia am Großen Ocean (Jalntat,Koloschen rc.) u. auf der Vancouver-Jnsel. 9. DieOregon-Indianer. 10. Die californischen Völker.
11. Die Duma am unteren Colorado und Gila.
12. Die Indianer von Sonora n. Texas. 13. DieUreinwohner Mexicos (Totonaken, Otomi, Mix-tekcn rc.). 14. Die einstigen Überwinder derVorigen, die Azteken u. ihre Verwandten (Utah,Schlangcnindiancr, Comanchen rc.). 15. Die Mayain Uncatan. 16. Jsolirtc Völker Central-A-s undWestindiens (Cholntekcn, Ororina, Chondal,Tcrraba, Bornca rc.). In Snd-A. finden wir17. die Arowaken n. Caraiben in Venezuela n.Gniana; 18. die Tnpi, Guarani und Omaguazwischen dem Maranon und Paraguay, zu denenu. A. die Bvtokndcn und Puri gehören; 19. dieAndes-Völker, westlich von den Vorigen im O.der Cordillercn (dazu u. A. die Moxo, Chignitoin Peru u. Bolivia rc.); 20. die Gnaycuru-Abi-poner in Paraguay n. dessen Umgebung; 21. diePnelchen in den Pampas des Platastroms;22. die Tehuelchcn oder Patagonicr; 23. die Feuer-länder. Im W. der Anden endlich wohnen: