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Amerika (Fauna).
delkatze, Vielfraß, Wickel- und Waschbär, Stink-Ihier, Fischotter. Unter den Nagern reichen Agntiund Paka ans die Antillen. In den Maisfeldernder mexicanischen Hochebenen ist die Tascheninaus(A-soomz-s nrsxillktnns) charakteristisch. Das crd-wühlende Stachelschwein ist durch ein banm-bewohnendes (Osroo1nbs8) ersetzt. Zwei kleineHirsche vertreten die Wiederkäuer. Die zweiNabelschweine find die häufigsten Jagdthicre nndwerden zuweilen gezähmt. Die Vögel habenthcils nord-, theils slidamerikanischcn Typus.Papageien bewohnen die Küstenwälder, ksittn-cus t'osbivus ist eine Plage für die Maispflan-zungcn. Penelope- nnd Hokkohühner steigen nichtüber 600 in hinauf. An ständigen Sängern fehltcs. In den waldigen Bergen der Antillen wohntder fruchtfresscnde westindische Rabe. Von Rep-tilien sind die Panzercchsen durch 2 Krokodile und3 Alligatoren vertreten; von den Eidechsen tretendie Leguane in den Vordergrund, unter diesendie Anobi; neben kletternden Echsen erscheinenschon Baumschlangeii, doch fehlen die Klapper-schlangen. Bcinerkenswerth der Bentelfrosch (Opm-tlioäelpbz-s). Schnellkäfer nnd Bockkäfer ragenunter den Jnsectcn hervor. Besonders charak-teristisch sind aber die Züge des Tnrlurn, einernächtlichen, blntrothcn, pflanzenfressenden Land-krabbe, welche zu Hnnderttansenden zur Brunftnach dem Meere ziehen. Mollusken sind sehrzahlreich, man kennt über 400 Arten: Schnirkcl-nnd Säulchenschnecken sind am zahlreichsten, dannVielfraß-, Achat- und Puppcnschnccke. Jede derAntillen hat ihre Eigcnthümlichkciten. Besondersreich ist Jamaica.
Brasilien, das Reich der Zahnlosen, der breit-nasigen Affen nnd der Welse, umfaßt die Pflan-zcngcbiete der Hyläa und des transäquatorialenBrasilien. Die Fauna unterscheidet sich ganzvon jener Nord-A-s, zeigt aber manche Anklängcan Ostindien und die Sundainseln. Den zoolo-gischen Charakter bilden von den Landthiercn diezahlreichen (10 Arten) Zahnlosen (Amciscnfresscr,Gürtelthiere, Fanlthiere) nnd die breitnasigenAssen (80 Arten). Außer den Affen finden sichnoch zahlreiche banmklctternde Säugethiere mitGreifschwänzen. Ein negativer Charakter ist nochder Mangel an kolossalen Säugethiercn, wie siein den Tropen der Alten Welt Vorkommen (Ele-fant, Nashorn rc.). Unter den Fledermäusenfehlen die sruchtfrcssenden gänzlich, dagegen sind dieblntsaugenden (Vampyre) zahlreich. Jnscctenfresserfehlen. Die Marder werden durch kleine Beutel-rarten n. Stinkthicre ersetzt. Die Katzen sind zahl-reich (Puma, Jaguar rc.), erreichen aber niemalsdie Größe jener der Alten Welt. Trotz des Wald-rcichthnms sind die Eichhörnchen weniger zahl-reich, als in Nord-A., u. die Flughörnchen n. Feld-mäuse fehlen; dafür baumbewohnende Schrott-mäuse nnd Stachelschweine. Die mit husartigenPfoten versehenen Nager sind sür Süd-A.charakteristisch, unter ihnen das größte Nage-khicr, das Wasserschwein. Bon Wiederkäuern einigeHirsche. Im Orinoco n. Madeira leben Delphine.Manatis (Seekühe) gehen den Amazonas hinaufund bilden stellenweise ein Hauptnahrungsmittel.An Neichthnm u. Mannigfaltigkeit der Vögel über-
trifft dieses Reich jede andere Gegend der Erde(allein von den spcrlingsartigen Vögeln besitzt csmehr als 1000 ihm eigenthllmliche Formen).Unter den Raubvögeln sind die aasfressenden vor-herrschend; unter den Singvögeln sind typischKolibri, Kletterschwänze, Töpfervögel, Guacharo(Ltsatornm), Schmuckvögcl (Uipra), Felshühncr(Unpivoln), Tanagra, Trnpiale, Staardohlen,Madenfresser, Tukane n. Glanzvögel (Onlbullän);dazu kommen zahlreiche (über H der bekannten350 Arten) Papageien. Von Hühnern sind diePenclopiden oder Jaknhühner zu erwähnen. Ansden großen Ebenen Brasiliens lebt der amerikanischeStrauß (Nandu, Itbsn). Unter den Echsen findensich viele Krokodile und Alligatoren (z. B. derJacarc), Warneidechsen n. a. Die Riesenschlangen(nur Lvläa) sind beinerkenswerth, so der Königs-schlinger, bis 10 in, nnd die Anakonda, bis 13 mlang; Klapperschlangen sind zahlreich; Wickel-schlangen n. prachtvoll gefärbte Banmschlangen sindcharakteristische Formen. Dazu von den Echsennoch die oft fnßlosen und dann schlangenähnlichcnDoppelschleichen. Landschildkröten in der Ebenedes Orinoco halten in der trockenen Jahres-zeit einen Sommerschlaf. Frösche sind zahlreich,darunter als eigenthllmliche Formen die Waben-kröte, Horn-, Panzer-, Trngfrosch n. bunte Laub-frösche. Die Fische des Slißwassers sind ver-waltend Lachse, Welse (250 Arten, die Hälfte allerbekannten) und Lippfische. Bezeichnend sind diePanzcrwelse, elektrischen 'Aale und die Rochen ii:iOrinoco. Vom Amazonas kennt man 2000 Fisch-artcn, n. fast täglich entdeckt man neue. Die Fa-milien zeigen vielfache Verwandtschaften mit ma-rinen Gruppen, was der Fischfanna ein reichhal-tiges Gepräge gibt. Sehr viele von den Wasser-lachen der Urwälder haben ihre eigenen Fischfor-mcn. Ungeheuer ist die Zahl der Jnsecten: inÜbereinstimmung mit dein Pflanzcnreichthnm undder Feuchtigkeit ist ihre Zahl Oinal so groß, alsdie Europas, auch finden sich hier die größtenArten (Hercnleskäfer).
Die Vcgetationsgcbiete der Andes, von Chile,sowie die nördliche Hälfte des antarktischen Wald-gebictcs bilden in zoologischer Hinsicht nur einReich, Peru-Chile, das Reich der Kamelschafe u.des Kondor. In den niederen Regionen zeigendie Säugethiere eine große Übereinstimmung mitden brasilianischen, und an den östlichen Ab-hängen der Cordillcrcn geht die andesische Faunain die brasilianische über. Äffen, Fledermäuse,Hunde, Katzen u. Beutelratten sind indessen min-der zahlreich, als dort. Als Thiere der höherenRegionen, die sich im heißen Tieflande nicht finde»,von denen aber mehrere längs der Anden in diesüdlich gemäßigte Zone übergehen, sind vor Alleinzu erwähnen die äußerst wichtigen Kainelschase(Lama, Alpaka, Viknnna n. Guanako), sodann derAndeshirsch und einige Nager. Von Vögeln sinddie Geier zahlreich vertreten; der größte von allen,der Kondor, folgt den hohen Andesrücken bis nachPatagonien; die übrigen Typen zeigen Verwandt-schaft mit den brasilianischen. Von niederen Thierensind große landbewohnende Würmer erwähnens-werth.
Die Pampas bilden ein besonderes Thierreich,
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