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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Amerika (Religionen, Sitten, Staatliche Einteilung).

24. Die Araucaner in Chile n. thcilweisc östlichdavon in den Pampas; 25. die Qnihna-Völkcr mirden Aymara, einst die Besitzer des Reiches derInkas nnd 26. die Chibcha oder Mnisca in Co-lnmbia. Die wichtigeren dieser Stämme werdenin besonderen Artikeln besprochen werden.

Bon der mittelländischen Race leben in A. haupt-sächlich Einwanderer n. Nachkommen solcher vonder germanischen nnd romanischen Familie, vonjener vorherrschend in Nord-A. mit circa 40 Mill.,darunter etwa 8 Mill. Deutsche, von dieser dagegenin Mittel-- nnd Süd-A. mit etwa 20 Drill., undzwar vorwiegend Spanier und Portugiesen. Se-miten, und zwar Inden von europäischer Cnltnrgibt cs besonders in Nord-A. Die schwarze oderNegcrrace zählt in A. an 10 Mill. Seelen, vondenen gegen 4ls Mill. ans die Bereinigten Staa-ten in Nord-A., 4 Mill. auf Brasilien nnd dieübrigen ans Wcstindien kommen; die Sklavereiist überall abgeschafft nnd bei sehr vielen Negern,wie auch bei den Mischlingen, hat das Christcn-thnm eine Stätte gefunden; auf Hayti sind sie zurBildung eines selbstständigen, aber nichts wenigerals geordneten Staates gelangt. Während dieUrbevölkerung stets an Zahl abnahm, wuchs dieNegcrrace ungeachtet der Sklaverei fortwährend,nnd zwar in den Vereinigten Staaten von 1780bis in die neueste Zeit mit jedem Deccnninm mn28 Proccnt. Unter den Mischlingen (etwa 10 Mill.)sind die zahlreichsten die Mulatten (Nachkommenvon Europäern und Negern), dann die Mestizen(Nachkommen von Europäern und Amerikanern),die Zambo (Nachkommen von Indianern undNegern).

ü. Bon den Religionen hat das Christen-thuin in allen Ländern A-s Eingang gesunden,der Protestantismus ist vorherrschend in ganzNord-A., dann in den Colonicn der Engländer n.Holländer, während der Katholicismns in denStaaten spanischen n. portugiesischen Ursprunges,d. h. in den mittel- und südamcrikanischen Repu-bliken nnd Brasilien, ferner in den französischenn. spanischen Besitzungen überwiegt. Die Eskimou. Indianer sind Heiden, doch hat auch bei ihnendas Christcnthum schon ziemlich, weite Verbreit-ung gefunden; bezüglich der Sprachen j. Ameri-kanische Sprachen.

8. Über Sitten u. Gebräuche, Gewerbe,Industrie nnd Handel findet man unter deneinzelnen Ländern das Erforderliche. Es sei jedochhier summarisch bemerkt, daß in A. im I. 1874an Eisenbahnen 126,343 Am, an Telegraphen-linicn mindestens ebenso viel in Betrieb waren, u.daß cs mit Europa allein durch mehr denn 30Postdainpfcrlinien u. durch 5 unterseeische Kabelin Verbindung steht.

I. Mit Ausnahme einer einzigen Monarchie(Brasilien) sind die selbstständigen Staaten A-sRepubliken, sie heißen von N. nach S.: 1. DieBereinigten Staaten von Nord-A., 2. Mexico,3. Guatemala, 4. San Salvador, 5. Honduras,6. Nicaragua, 7. Costarica (die 5 letzten in Cen-tral-A.), 8. die Negerrcpnblik Hayti, 9. SanDomingo (diese beiden ans der Insel Hayti), 10. Ve-nezuela, 11. Columbia, 12. Ecuador, 13. Peru,14. Bolivia, 15. Chile, 16. die Argentinische

'Conwderation, 17. Paraguay, 18. Uruguay,19. das Kaiserthnm Brasilien. Die vorhandenenColonien u. Besitzungen der Europäer sind: a) diebritischen, weitaus die bedeutendsten, welche be-stehen ans: Dominion ok Oanaäa, umfassend Ober-canada (Ontario n. Niedcrcanada (Quebec), Neu-Schottland, Ncn-Brannschweig, Prinz Edwards-Insel, Manitoba, Britisch-Colnmbia n. Nordwest-territorinm, was alles zusammen 9,099,000 dsicmoder 165,250 sWM mit (1871) 3,718,745 Ew.ausmacht; dazu kommen noch die Insel Neufund-land, die Bermuda- nnd die Bahamainseln; vonden Kleinen Antillen: Trinidad, Tabago, Grenada,St. Vincent, Barbadoes, Santa Lucia, Domi-nica, Antigua, Barbuda, Angnilla, St. Christoph(Kitts), Nevis n. Montserrat; von den virginischcn>I»scln: Virgingorda, Tortola u. Anegada; dann!Jamaica, Honduras oder Balize auf Aucatan;weiter Britisch-Gniana, die Falklandsinseln unddie unbewohnte Staateninsel, woraus sich fürdie britischen Besitzungen in A. insgesammt (mitEinschluß obiger Summe) 9,507,650 (Wui oder172,669(IW mit 5,161,210 Ew. ergibt, b) Spa-nien besitzt nur mehr die Inseln Cuba undPortorico mit 128,147 Hstcm oder 2327 ^IM mit^ 2,060,870 Ew. o) Holland hat an Westindiendurch die Inseln Cnra^ao, Ornba, St. Martin,

, Bonaire, St. Enstache n. Saba u. durch Surinamjan Gniana thcil, was zusammen 119,321

2167 HIM, mit 60,000 Einw., ausmacht.cl) Frankreich gehören die Inseln St. Pierre nndMiquelon bei Neufundland, Guadeloupe n. Mar-tinique in Westindicn n. das französische Gniana,zusammen 124,456 (Win oder 2260 WM mit360,680 Ew. o) Dänemark besitzt in Westindiendie Insel St. Thomas, n. St. John n. Ste. Croix(Santa Cruz), welche zusammen 359 (Klein oderetwas über 6^-HID(mil37,821 Ew. beziffern, dazukommen seine Niederlassungen in Grönland, inwelchen man 9825 Menschen zählt. Endlicht) Schweden hat die Antillcninscl Barthclemymit 21 HIKm -- 0,38 HW u. 2900 Ew. Wei-teres s. bei den Namen der einzelnen Länder.

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