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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Amerika (Gcol. u.

820 in mächtige Schicht den Ostabfall der Fel-sengebirge, Strecken in Kansas, Nebraska n. Nen-Mexico, worauf mm die Trias ihre Nöthen Sand-steine als breiten Saum 1850 km weit am Ost-abhange der Allcghanics n an den Felsengebirgcnabsetzte u. Küsten wie Thälern romantisch geformteSteingebildc verlieh. Dagegen schlugen sich ansdem Jnramecrc mir am Ostabfalle der Felsenge-birge graue und weißliche Kalksteine nieder alsStreifen von 300 in Mächtigkeit. Dagegen be-deckten die Formationen des Kreidcmeercs sehrgroße Strecken, indem sie als 44 km breiterStreifen von New-Aork bis Carolina hin-zogen, den Südfuß der Alleghanics nmkränztcn,und im Mississippithal in großer Breite sich zurOhioinündung ansdehntcn. Ein viel größerer Nie-derschlag erfolgte von Mexico am Ostabfalle derFelsengebirge entlang bis zum Eismeere, und eindritter Streifen zi/ht sich am Ufer des GroßenOceanS entlang.

Mit der Erhebung der Cordilleren, welche 5) indie Tertiärperiode fällt, gewannA. die Gestalteiner flachen, langen Insel, welcher vereinzelteInselgruppen vorgelagert waren. Es entstehendie vielartigen Nnmmnlitenkalke, die später ans-sterbenden Ricsenthierc und der Mensch; es bildensich Qnadersandsteine und Braunkohlenlager, diesossilicnreichcn Mnschelsandsteine, die goldreichenConglomcrate Kaliforniens, als die Sierra Nevadasich hob u. der Sacramcnto ein neues Flnßsystemsich auswühlcn mußte; Süßwasserablagernngenzogen am Ostfuße der Felsengcbirge hin bis zumoberen Missouri, n. üppige Laubwälder erwuchsendem fruchtbaren Boden Grönlands. Doch standnoch der größte Thcil des heutigen Nord-A.unter dem 1000 m tiefen Meere, als die Eiszeitcinbrach. Die Küste bezeichnet das alte Festlandvon Baltimore westlich bis znm Mississippi, liefnordwestlich am Felscngebirge entlang n. erreichtein Alaska das Eismcergcstade. Alles Übrige warMeer, aus welchem nur vereinzelte gletscherbedeckteJuscln hervorragten. Eisberge schwammen nachSüden u. hinterließen ihre Spuren in den zahl-reichen Findlingen u. glattgeriebenen Felsenendenn. den tief eiugerisscncn Furchen im Boden. EinSüdmccr reichte im Mississippithal bis zur Ohio-mündung u. bedeckte einen großen Theil Mittel-A-s.Nun ersvlgcn auch die Dilnvialablagcrungen vonKanada bis Pennsplvanien, in Michigan, Wiscon-sin, Minnesota, Ohio, Indiana, Iowa u. Illinois,steigen an den Berghängen 2000 m hoch hinaus,füllen die alten Flußthälcr, während Gletscher vonallen Hochgebirgen nicderhingen u. Kalktuff- n.Lehmablagernngcn die Pampas Süd-A-s schufen,das schmale Gcbirg aber fast von einem Polbis znm anderen reichte. Die Bulcane gabenendlich durch Hebnngens Senkungen n. Zerspalt-ungen dem heutigen A. seine Gestalt, und dieFlüsse füllten nach n. nach die Niederungen mitihrem Schlamme, die Meeresströmungen veränder-ten ihren Lauf, u. die verschiedene Erhebung desBodens änderte das mathematische Klima ab.Näheres unter den einzelnen Ländern u. Gebirgs-systemen.

Mit nutzbaren Mineralien ist A. ungemeingesegnet. Die an Gold reichsten Gegenden sind:

mineral. Verhältnisse).

Brasilien: in Goyaz u. Matto Grosso, besondersbei Villa Rica und in der Provinz Minas Ge-raes; Columbia: bei den Städten Antiognia, Chocou. anderen; Chile, Bolivia u. Peru; die Argenti-nische Republik, die fünf Staaten von Mntel-A.,insbesondere Honduras; Kalifornien in Nord-A.,wo cs 1849 entdeckt wurde; außerdem mehrereanderen Länder der Vereinigten Staaten, nament-lich die südöstlichen (Birginien, Nord- und Slld-Caroliua, Georgia); Kanada; Ncn-Schottland. AnSilber ist das reichste Land Mexico, dort lieferndie größten Mengen die Bergwerke von Zacatecasn. von Guanaxuato, beide seit Mitte des 18. Jahrh.in Betrieb, n. die von Chihuahua, wo überall ge-diegen Silber gewonnen wird. Mit Schwefel ver-bunden liefern Silber: Peru in seinen großenErzdistricten von Castro-Vireyna; die Minen desCerro de Pasco, jene von Potosi in Bolivia,deren Ertrag A. v.Hnmboldtscinerzeitanf1600Mill.Thalcr geschätzt hat, wo aber 1851 18 Grubenverlassen waren; Copiapo in Chile, wo es auchals Jodsilber und als Wismuthsilber gewonnenwird, n. Mexico. In den Vereinigten Staatengewann man 1867 Gold n. Silber zusammen imWertste von 72 Mill. Dollars, wovon auf dasGold 56tz, auf das Silber 15^ Mill. treffen; inMexico für 20 Mill. Dollars, wovon auf Gold 1,ans Silber 19 Mill. fallen; endlich in Central-nnd Süd-A. zusammen für 15,300,000 Dollars,welche sich auf Gold mit 5,300,000, auf Silbermit 10 Mill. vertheilen. Wie hoch sich der Ertragdieser beiden Edelmetalle seit der Entdeckung A-sbeläuft und wie viel von demselben ausgesührtwurde, zeigen Schätzungen und Berechnungen in:Blake, 'I'Iio I'rockuetüon ok tlio xrooions Llstnie,New-Uork u. Loud. 1869; vgl. auch: llourn.8tat. 8oo., Bd. XIV. 43. Platin wird in denGoldminen von Columbia, dann in der ProvinzMatto Grosso, ans der Insel Hayti im Saude desDakeflnsses, endlich in Ostcanada u. in Kaliforniengefunden. Quecksilbergruben haben Peru, in Huan-cavclica; Chile, Mexico, zn San Onofrio, dannCalifornien, namentlich in Neualmaden n. Neuidriarc., südlich von Francisco, wo es überall in derNähe der Goldlagerstätten (xlscvrs) vorkommt u.reichlich (durchschnittlich im Monat gegen 5<MFlaschen) gewonnen wird. Kupfck scheint in denLagern von Canada außerordentlich verbreitet znsein; bei Kevenaw-Point am südlichen Ufer desObern-Sees wird es in ungeheurer Menge ge-wonnen, dort setzen Platten bis zu 3 Fuß Dickein die Tiefe fort. Die größte Masse wurde 1857am Ontonagonflnsse im Staate Michigan ge-funden: sie war 45 englische Fuß lang, bis 22breit, maß am dicksten Theil über 8 Kuß, weg420 Tonnen, enthielt 90 Procent reines Kupferu. trug Klumpen von gediegenem Silber. In ähn-licher Weise kommt esinNen-Schottland vor. AndereFuudgegenden sind Californien, Arizona u. Alaska,Brasilien, Bolivia, New-Jersey, Nen-Braunschweig.In Verbindungen kommt Kupfer auch in einigenBergwerken Chiles reichlich vor. Sowol gedie-gen Eisen, als Eisenerze (besonders Magneteisen-stein) kommen in verschiedenen Ländern vor; diegrößten bekannten Blassen des elfteren hat manin Argentina u. bei Bahia gefunden, andere ent-