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Amerika (Gcol. u. mineral. Verhältnisse).
wasserreich, in dieser Hinsicht vcrhältnißmäßiggeringere Bedentung hat. Bon den kleinerenFlüssen A-s sind besonders die von Nord-A. vonBedeutung; sie gehören theils dem Gebiete desAtlantischen, theils dem des Grossen Oceans an.s Von ersteren sind zn nennen: der St. John inBritisch-A., der Connecticut, der Hudson, der Dela-ware, der Susquehannah u. der Potomac, fernerder Colorado n. der Rio Grande; von letzteren:der Große Colorado, der Sacramento, der Colum-bia oder Oregon u. der Fraser. Alle diese Flüssesind mit wenigen Ausnahmen schiffbar und zninTheil für den Verkehr von großer Bedeutung.Die kleineren südamerikanischen Flüsse gehörensämmtlich dem Gebiete des Atlantischen Oceansan, da der schmale Küstensanm, den die Cordillerenlassen, nur Küstenflüsse zulüßt. Es sind: der Mag-dalencnstrom, der Paranahyba u. der S. Fran-cisco. Die mittelamerikanischen Flüsse entbehrenjeder Bedeutung.
Außer den bereits aufgcführten Seen sind nochvon Nord-A. zn nennen: der Große Salzsee inUtah, der in einer Depression des Rockp-Moun-tains-Systems in41° n. Br. liegt; er mißt 22,000Usicm und ist ohne Abfluß. Südlicher liegt derfischreiche Iltahsec, der den Jordanfluß zum Gro-ßen Salzsee sendet. Der Nicaraguasee (der alteCocibolca) in Central-A. liegt 36 in über demCaraibischen Meere, enthält zahlreiche, malerischeInseln, u. am Fuße des am Ufer stehenden Mom-l bacho liegen Hunderte von kleinen vulkanischenk Inseln; er wird hinsichtlich der Schönheit u. Groß -artigkeit der Sceuerien als einzig dastehender Seeder Welt bezeichnet; aus ihm fließt der San Juannach dem Caraibcnmeere. Nördlich von hier liegtder Managnasee, dessen südlicher Abfluß TajitapaLurch Len Estero da Pamalaya mit dein Nica-raguasee in Verbindung steht. In Süd-A. liegt15 z—16H" s. Br., 52—53" w. L. der Titicaca-See, dessen Abfluß, der Dcsaguadero, in den klei-nen See Aullagas in Bolivia endet.
I). Geologische und mineralogische Ver-hältnisse. In Folge sorgfältiger Forschungennordamerikanischcr u. englischer Geologen vermö-gen wir uns ein ziemlich genaues Bild von demstufenweise erfolgten geologischen Aufbau von A.zu machen. Wir finden als Grundlage des Erd-theils 1) die llrgebirge (azoische oder primitiveFormation), d. h. 30,000 in mächtige Schichten-! reihen kristallinischer Gesteine, in deren Meere nurTange u. niedere Thiere (Eozoen) lebten. Die un-.. terste Abthcilung dieser Formation, die Larnentischellrgueisformatiou, die besonders viel Glimmergneis,Granit, Kryolith, Serpentin, 300 m mächtige Couglo-meratschichten u. erzreiche Fallbänder mit Maguet-cisen, Kupfer rc. enthält, bildet in Cauada eine10,000 nr starke Schicht. Die Gneiszoue als Ske-let der Appalachen erstreckt sich 2200 Icm weitvon Georgia bis zur Lorenzomünduug, eine anderevom Arktischen Meere südöstlich bis zum Mississippiu. seitwärts durch Minnesota und Wisconsin biszum Obern-, Huron- u. Ontario-See, u. nörd-lich am Lorenzo hin bis zum Atlantischen Ocean.In Brasilien streicht sie nordöstlich vom Meere1850 km „gegen die Anden u. durchsetzt diese nörd-lich vom Äquator als 470 km breite Zone. Auch
im Gebirge Venezuelas n. der Anden findet mandiese Formation, sowie in Grönland und westlichvom Mississippi. Theilweise lagert über diesenGneisen als obere Abthcilung die huronische Ur-schieferformatio» (krystallinisches Schieferspstem),8000 in hoch, mit zahlreichen Erzstätten und denGlimmer- und Thonschiefern. Ramentlich sind dieSchiefer von Georgia u. Brasilien stark durchzogenvon Eiscnglimmcr. Auch findet mau viele Quar-zit-Conglomerate und den quarzigen Jtacolnmit,der in Brasilien, Virgiuieu, Carolina n. GeorgiaDiamanten u. Gold führt. In Michigan lagernans ihm aber auch 600—1000 in mächtige krp-stallinische Kalksteine, Serpentine rc., außerdemwellige Schichten von Rotheisensteinen, die Gruppenvon 20—250 in Mächtigkeit bilden. Weit ver-breitet sind Magneteisensteine u. Kupferkiese, diein Tennessee eine Zone von 500 m Länge u. 250 mBreite bilden u. sich bis Georgia erstrecken. AuchGold kommt in verschiedenen Formen vor. DieseFormation lagerte sich in Mulden ab u. erlitt vieleEiliknickungen, oder umlagert mautclartig dieGneise. Sie bildet die Umgebung des Öbern-Sees, die Grundlage der atlantischen Staaten,große Theile von Brasilien, Venezuela und LenAnden; doch ward sie oft von Eruptivgesteinengang- oder stockförmig durchbrochen, verschoben u.von Erzgängen durchsetzt.
2) Die Übergangs- oder Granwackefor-mation lagerte sich als silurische u. eine späteredevonische ab in einer Gesammtmächtigkeit von9—10,000 m. Die silurische schließt in A. reicheErzlager (Eisen in New-Uork, Brauneisenstein inden Appalachen, Galmei u. Zink in Pennshlvanien,Bleiglanz in Birginien) u. auch einige Steinsalz-lager (New-Iork n. Michigan) ein. Im Ganzenbreitet sich das Gestein horizontal aus n. bedecktsehr weite Strecken. In parallelen Bändern ziehensich silurische Gebilde um den Südfuß der cana-dischen Gneiszoue u. den Westfnß der Appalachenhin, bedecken Wisconsin u. Minnesota, außerdemüberziehen sie vereinzelte Striche in Nord- undSüd-A. u. bilden die Knpferregion am Obern-See, eine 118 km lange Halbinsel, und die6600 Hjlcm große Blciglanzrcgiou zwischen Wis-consin u. dem Mississippi.
An diese pflanzenlosen, flachen Inseln deramerikanischen Urzeit setzte die devonische Forma-tion ihre Alt-Rothsandsteine ab, aus denen inPennffflvanien die Petroleumquellen entspringen,da diese Formation wagerecht große Strecken übcr-kleidet, namentlich die flachen Mulden der Silur-schichten füllt und sich als breiter Saum den Alls-ghanies entlang ausdehnt, durchsetzt von meileu-langen Granitgängen.
In den Mulden der Übergangsgebirge lager-ten sich muldenförmig 3) die Steinkohlenge-bilde ab, u. zwar a) als appalachischcs Kohlen-feld 132,000 s^km; d) als Illinois- u. Missouri-Kohlenseld 121,000 süsicm; e) als das von Michi-gan 11,000 s)Zkm; ck) das von Texas; s) dasvon Rhodc-Jsland, und k) die von Ncu-Schott-land und Neu-Brannschweig 40,700 sUkm.
4)Die permische FormationalsRothliegendesu. Zechstein mit Kupfer-, Mangan-, und Queck-silbererzen, Gips- u. Steinsalzlagern überzog als