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führt, während ostwärts die Fury- n. Heklastraßezum Foxkaual leiten, in welchem westlich die Lyon-,Gore- u. Repulsebai liegen; aus der letzteren führtder Noes - Welcome - Kanal in die Hndsonsbai,die durch die Hudsonstraße mit dem AtlantischenOcean in Verbindung steht; ihre südlichste Ein-buchtung bildet die Jamcsbai. Dem AtlantischenOcean gehört der St.-Lorenz-Busen, der an seinemNordende mit der Bdlle-Jsle-Straße ansmündet, dieFundybai, die Massachusettsbai, der Long-Jsland-Snnd. die Delaware- u. südl. davon die Chesapeake-bai, der Albemarle- u. der Pamlicosund. DasMittelmccr der Neuen Welt oder das WestindischeMeer zwischen Nord- u. Süd-A,, zu welchem derBahamakanal u. die Straße von Florida führen,zerfällt in den Golf von Mexico mit der Appa-lachen- u. der Campechebai u. in das Autillen-oder Caraibische Meer mit der Hondurasbai;zwischen den beiden Hauptthcilcn des WestindischenMeeres liegt der Kanal von Uncatan als Verbind-ungsglied. Aus dem Caraibenmeere führen mehrereStraßen, wie der Windwardskanal, die Mona-passage u. a., in den Atlantischen Ocean. In dieOstküste von Süd-A. schneiden die Golfe von Vene-zuela, Triste u. Paria, noch im Antillen-Meere;die Allerheiligeubai, di: Efpiritu-Santo--Bai,der Golf von "Rio de Janeiro, die Cairucubai,die Bahia Blauca, die Golfe von San Maltasund St. Georg. Die Magclhaensstraße führtans dein Atlantischen in Len Großen Ocean zurWSeite A-s. Hier finden sich weit weniger Glie-derungen von Belang, die meisten sind kleine, offeneBuchten; beträchtlicher ist der Golf von Panama,der Golf Dolce, die Golfe von Nicoya, Fonsecau. Tehuantepec; dann kommt man unter dem nörd-lichen Wendekreise in den Meerbusen von Cali-fornien oder Mar Bcrmejo. An der WSeiteNeu-Californiens liegt die Bucht von Sau Fran-cisco. Weiter nordwärts führt die Jnan-de-Fuca-Einfahrt zu dem Admiralitätstänal n. einer vonSO. nach NW. gerichteten Meerenge, die im N.mit dem Königin-Charlottcn-Sund in Len offenenOcean übergeht. Bon hier an reihen sich zahl-reiche Baien u. Fjords an, von denen wir nurden Milbanksund u. den Lyonkaual nennen; naheder Halbinsel Alaska liegen der Keuaisund u. dieSchelachowstraße, im Bcringsmeere der Kwitschach-u. der Nortonsund; endlich in 209° ö. L. die Bc-ringsstraße.
Die Inseln Amerikas lassen sich in sechs Haupt-grnppcn theilen, nämlich in die nördliche, östliche,westindische, südliche, westliche n. nordwestlicheGruppe. Die Inseln der uördl. Gruppe sind über-aus zahlreich, theils größer, theils kleiner, zwischenden verschiedenen Meeresarmen zerstreut. Diegrößte derselben ist Grönland, die nach Leu neuerenForschungen der Polarexpeditionen nicht nur mitAmerika nicht zusammcuhängt, wie früher angenom-men wurde, sondern sehr wahrscheinlich aus einemArchipel besteht; außerdem sind hcrvorznheben: vonW. nach O. Bankslaud, Prinz Albert u. PrinzWales; der Parryarchipel (Prinz Patrik, Melvilleu. Cornwaliis), Norddevon, Nordsommerset, Cock-burn, Nordlincoln, Ellesmere u. Griuell-Land; imNorden der Hndwnsbai liegt Southampton. ZuLen östlichen Inseln gehört Neu-Fundland mit
St. Pierre u. Mignelon, Long-Island u. derkleine Archipel der Bermudas- oder Sommer-In-seln. Die westindische Gruppe zerfällt in die Ba-hamainseln, in die Großen u. Kleinen Antillen, zudenen noch die an der Küste liegenden kleinen In-seln kommen. Die südliche Gruppe begreift das .Feuerland (Tierra del Fuego, Fuegia, oder auch !Magelhaensarchipel) an der Südspitze von Süd-A., !ans einer größeren n. mehreren kleineren Inseln be- !stehend, die patagonischen Inseln vom Westende der jMagelhaensstraße bis zum Cap Tres Montcs u. 47° is. Br., endlich die Falklandsinseln oder Malouinen !unter 51° bis 53° s. Br. Zu den westlichenInseln gehören die Jnan-Fernandcz-, die Galapa- !gos- u. die Rcvilla-Gigedo-Gruppe. Die nord-westliche Gruppe beginnt bei der Juan-de-Fuca-Eiufahrt u. umfaßt den Vancouver- u. Quadra- ^Archipel, dann die Muten. >
L. Bodengestaltnng. A. hat das lang- !gedehnteste u. nächst Asien das höchste Gebirgssystem !der Erde u. weist in seiner senkrechten Gestaltung sEigenthümlichkeiten auf, die kein anderes Festland !mit ihm theilt. Das Hauptgebirgssystem, die Cor- >dilleren oder Anden (biorärlloras äs los ^näss), ^durchzieht den Westen des ganzen Erdtheils von ;der Südspitze des Continents bis über den nörd- ;slichen Polarkreis hinaus in vorherrschender Me-ridianrichtung, während an seiner OKüste mehrere sTiefländer von ungeheurer Ausdehnung liegen. 8In Süd-A. fallen die Cordilleren fast überall Ischroff ohne Stufen- u. Plateaubildung zu den kschmälen Küstenebenen u. den Meeresufern ab,während der östliche Abfall sanfter ist u. Hochthä-ler u. Terrassen enthält; sie zeigen im Ganzeneine reichere Kettengliederuug u. tragen die bedeu-tendsten Höhen des Continents. Den nordameri-kanischen Cordilleren dagegen liegen im Westenbreite Ebenen vor, sie find minder senkrecht geglie-dert u. haben eine geringere Höhe. Einen auf- sfallenden Contrast bildet das Gebirg auf derLandenge von Panama, wo es nicht nur die ine-ridianale Richtung verläßt, sondern auch in seinerHöhe u. Breite sehr beträchtlich abnimmt. DieGcsammtlänge der Cordilleren beträgt 15,000 bin,ihr Flächeuranm nahezu 1,630,0Y0 Hstcm. Diesüdamerikanischen Cordilleren, zwischen 54° südl.
Br. uördl. 10° 21' n. Br., haben eine Länge von7250 bm, rm Mittel eine Breite von 500 llm u.eine mittlere Kammhöhe von 3400 bis 3600 in;die meisten Pässe liegen außerordentlich hoch, u.die zahlreichen Bnlcaue stehen meist zwischen denbeiden Hauptketten. Im S. sind sie niedrig u.von tiefen Thälern zerschnitten, weiter nordwärtssteigen sie immer mehr auf, u. in 42° s. Br. er-scheinen sie schon als ein mächtiges Gebirg, dasseine höchste Erhebung im Nevado von 'Sorata(gleichzeitig der höchste Berg des Continents) in7566 in Höhe findet. Man benennt die einzelnenHauptabtheilungen meist nach den Ländern, indenen sie liegen. Näheres s. unter Cordilleras delos Andes. Auf der Landenge von Panama istder Zug des Cordillercnsystems unterbrochen.Moritz Wagner unterscheidet die schmale, niedrigeKette von etwa 60 Irm Länge u. 8 Lm Breite,welche die Landenge bildet und zu den Anden vonChoco in mehrfachem Gegensätze steht, als ein