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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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524
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H24 Amberg —

Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberge, mitFranciskauerhospiz. — A., im 11. Jahrh. DorfAm merk erg im Nordgau, kam durch KaiserKonrad II. 1034 an den Bischof von Bamberg;um 1140 heißt A. ein Markt; 1163 gab KaiserFriedrich I. der Stadt A. ebenso große Handels-freiheiten, wie den Nürnberger». Die letzten Ho-henstaufen waren von den Bischöfen v. Bambergmit A. belehnt; dem Testament Konradins zufolge.ging 1269 dies Lehen auf den Kurfürsten Ludwigden Strengen v. Bayern über. Durch den Haus-vertrag zu Pavia 1329 kam A. mit dem Nord-gau (von nun an Oberpfalz genannt) an dieNachkommen Rudolfs I., Kurfürsten v. d. Rhein-pfalz. Als 1621 Friedrich V. in die Acht erklärtwurde, wurde A. 1623 u. 1628 sammt der Ober-pfalz wieder mit Bayern vereinigt. KurfürstMaximilian I. ließ die Stadt stark befestigen. ImSpanischen Erfolgekriege 1703 u. im ÖsterreichischenErbfolgekriege 1745 wurde A. von den Österrei-chern bombardirt, und das erste Mal durch Ca-pitulation, das zweite Mal nach Abzug der fran-zösischen Besatzung übergeben. Zu Ende des18. Jahrh. wurden die Wälle in Alleen undSpaziergänge verwandelt. Am 24. Aug. 1796schlug hier Erzherzog Karl die Franzosen in einemGefechte, das in so fern von Wichtigkeit war, als da-durch der Plan Bonapartes, seine Heere im HerzenDeutschlands zu vereinigen, nicht zur Ausführungkommen konnte. Vgl. Lipowsky, Gesch. d. St. A.,Münch. 1848.

Llmberg, 10 lcin langer, 220 in hoher, rotherGranitfelsen am Lstl. Ufer des Wetternsees in derschwedischen Prov. Ostgothland, mit Kalkstein- u.Schieferbrüchen, welche viele Versteinerungen ent-halten.

Amberg, Wilhelm, Genremaler, geb. zu Ber-lin 25. Febr. 1822, Schüler Herbigs und KarlBegas', dann Cogniets in Paris; ging 1845 nachItalien; ist seit 1869 Mitglied der Berliner Aka-. Lenne. Er hat ein entschiedenes Talent für Farbe,schöne Technik und weiß namentlich den Liebreizjugendlicher Weiblichkeit darzustelle»; er zählt zuden fruchtbarsten Künstlern der Gegenwart.

Amberger, Christoph, geb. um 1509 zuAmberg, Geschichts- und Porträtsmaler aus derHolbein'schen Schule, st. um 1568 zu Augsburg.Werke iu Augsburg, Wien, Dresden, Berlin,Siena u. Florenz.

Auibericu, Stadt im Arr. Belley des fran-zösischen Dep. Ain, an der Albarine; Knotenpunktder Eisenbahnen von Lyon, Macon und Gens(Lyonliuie); Leinwand-, Leder-und Papierfabriken;.3050 Ew.

Nmberkraut, so v. w. Katzcngamander, Mastix-kraut, I'suorium Uarum T,.; s. Isnerinm.

Ambcrt, Stadt im gleichnamigen Arr. desfranzösischen Dep. Puy de Dome, an der Dore;Gerichtshof,Handelsgericht, Communalcollege,schöneKirche St. Jean (1471—1518 erb.); A. sabricirtdie besten Anvergner Käse, außerdem Papier,Leinwand, Tuch, Schnüre, Bänder, Stecknadeln,Spitzen, Holzschuhe, Stärke, hat Färberei, Woll-spinnerei, Seidenzurichtung, lebhaften Handel;7500 Ew.

Ambcsaten, nach Fronsperg die geringsten

- TVrnüitus.

Unteroffiziere unter den Fußknechten des Mittel-alters.

Ambialet, Stadt im Arr. Alby des französi-schen Dep. Tarn, auf einer Halbinsel des Tarn;Eisenmine und Hüttenwerk, große Ruinen einesfesten Schlosses u. einer Benedictinerabtei; 3225 Ew.

Ainbiäni (a. Geogr.), Volk im belgischenGallien, mit der Hauptstadt Samarobriva, jetztAmiens oder St. Quentin; sie stellten 10,080Mann gegen Cäsar ins Feld.

/lmbiatlnus vlous (a. Geogr.), Ort der Trevirerim belgischen Gallien, bei Koblenz; Geburtsortdes Caligula.

Ambierle, Flecken im Arr. Roanne des fran-zösischen Dep. Loire, an der Trissonne; einer derbesten Loireweine; 2000 Ew.

ümbigu (fr.), so v. w. zweideutig, doppelsinnig;Ambiguität, Zweideutigkeit, Doppelsinnigkeit.

Ainbin (Mont), 3384 m hoher Gebirgsstockzwischen dem Mont-Cenis u. dem Mont-Thaborauf der Grenze von Savoyen.

Ambiörix, Häuptling der gallischen Eburonen,der 54 v. Ehr. sein Vaterland von der Herrschaftder Römer zu befreien suchte, Cäsars Legaten Q.Titurins Sabinus in einen Hinterhalt lockte, den-selben während einer Unterredung tödtete u. dessenLegion fast völlig vernichtete. Der schnell zu Hilfeeilende Cäsar unterdrückte die weitere Ausdehnungdes Aufruhrs, schlug den mit den Trevireren ver-kündeten A. u. verheerte furchtbar das Land derEburonen, wodurch er bewirkte, daß A. in seinemeigenen Laude allen Anhang verlor (s. u. Galli-scher Krieg). Er soll später über den Rhein ge-gangen sein u. dort eine Zuflucht gesunden haben.

Ämbir, Stadt in der Radschaschast Dscheiporder vorderindischen Provinz Adschmir, früherHauptstadt u. Sitz der Gelehrsamkeit (Mathematik);dabei das Bergschloß Umir.

Ambiren (v. Lat.), sich um Etwas, besondersum ein Amt bewerben; daher Ambient, Bewerber;s. ^mditio u. L,mditus.

ümbitlo (röm. Ant.), das gewöhnliche Umher-gehen der sich um ein Amt bewerbenden Candi-daten bei den Bürgern, um sich deren Stimmenzu erwerben; vgl. ^.mbitns 1).

Ambition (v. Lat.), Ehrgefühl, Ehrgeiz; da-her Ambitioniren, ehrgeizig nach Etwas streben,aus Ehrgeiz sich beeifern; Ambitiös, ehrgeizig.

-lmtüUvuo paguo (m. Geogr.), vielleicht so v. w.Llozinsnsis paZus (N. eampus), Maifeld, imRegbez. Koblenz.

ümbltus (lat.), 1) (röm. Ant.) eigentlich dieBewerbung um ein öffentliches Amt, s. -4mbitio.Später 2) die unrechtmäßige Bewerbung um einAmt (^mditns oriuwn), z. B. durch Bestechungoder Drohung. Es galt als ein Verbrechen, gegenwelches mehrere I-sAss äs amdibn gegeben waren:a) die erste von 431 v. Chr.; d) Iwx kosbslia, 358v. Chr., vom Volkstribunen C. Pötelius, gegen dieRomines novi, die besonders au den Markttagenum Ämter warben; o) I,sx Oornslia, Lasdia, 181v. Chr., unter dem Consulat des P. Cornel. Ce-thegus u. M. Bäbius Tamphilus, wonach die desL. Überführten sich in 10 Jahren um kein Amtbewerben durften; ck) IwL^.oi1ia, tkaipnrnia, 67 v.Chr., wonach die Überführteu auch noch eine Geld-