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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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523
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Amazula -

Io Inssei I'auna ok tlrs .^ma^on Valley, London1867; Markham, Lxpoäiiion into tbo Valley obllio Lma^onas, Lond. 1859; Marcoy, Vo^aAS Liravors 1'L.msriguo än 8nä äs I'Ossanikaeiüqusä I'Oc^an ^tianiigno. Paris 1869; Agassiz, Läonrns^ in Lraxii, 6. A., Bost. 1868; 8oisntiüoIkssnlts ob n äournsz- in Lrarii, London 1870;Kcller-Leuzinger, Vom Amazonas und Madeira,Stnttg. 1874.

Amazula, der mächtigste u. am meisten civi-lisirte Kaffernstamm (Zulukaffern), unter einemKönig. Unter ihm auch die meiste Misfionsthä-tigkeit. Hier 17 Stationen der verschiedensten Ge-sellschaften.

Amba, abessinische Bezeichnung für tafelförmigeund sehr jähe Felsen, die sich oft auf Platcauxfinden u. natürliche Festungen bilden; daher A-Geschen, A-Hadschi u. A-Hai, Gebirge in Abessinien(vgl. Abessinien).

Lmbsbus (lat.), a. manibns, mit beiden Händen,d. h. sehr gern (zngreifen).

Ambacht, die alte Form für Amt; daher A-s-lehen, so v. w. Amtslehen, ihre Besitzer A-slente,die daraus entspringenden rechtlichen VerhältnisseA-srecht.

Ambacti (Ant.), bei den Galliern freie Män-ner, Clienten eines Vornehmen u. gleichen, demsie zur Kriegsfolge verpflichtet waren. Das Worthängt mit dem gothischcn Lnäbaklts, althochdeutschampallt, Diener, zusammen, die mit dem goth.Lnäbaiati, althochdeutsch ampaiat, holländisch am-baolit,, unserem Amt, verwandt sind.

Ambadsch (Lsäomons mirabiiis ), eine

baumartige Lcgnminose in NOAfrika, mit gelberBlüthe, deren Stamm 8—13 om im Durchmessern. 4—5 m in der Höhe mißt, ein leichtes, weißes,hollundermarkartiges Holz hat u. kleine, dicht zn-sammengedrängte Blätter trägt; besonders häufigin den Sumpfgegenden des Bahr el Ghasal, dessenseeartig erweiterter Zusammenfluß mit dein Bahr-et Homr von dieser Pflanze den Namen A-Seeerhalten hat.

ümbsgss (lat.), Umschweife, Weitläufigkeiten;daher psr nmimAss, auf Umwegen.

Ambala (Umbala), St. in Ostindien, an derEisenbahn zwischen Delhi n. Lahors; 22,000 Ew.Hier ini I. 1869 Convention zwischen dem eng-lischen Bevollmächtigten u. dem Emir von Afgha-nistan, wonach das freundschaftliche Einvernehmenzwischen beiden Ländern hergestellt wurde.

Ambalema, St. im Staate Cnndinamarca dersüdamcrikanischen Consöderation Columbia, linksam schiffbaren Magdalenastrom; mit ausgedehn-tem u. ausgezeichnetem Tabaksbau (Ambalema);9700 Ew.

Ambarnlva, Ortschaft in der Rcsidentie Sama-rang auf Java, mit der Hauptfestung der Insel.

Amharri (a. Geogr.), keltisches Volk im Lug-dunensischen Gallien, an der Ostseite des Arar,zwischen den Allobrogern u. Äduern, im jetzigenBreffe des französischen Departements Am.

Ambarvalia (röm. Ant.), der feierliche Umzug,welchen die Besitzer von Ländereien zur Zeit desArvalenfestes hielten. Dabei wurden ein Schwein,ein Schaf u. ein Stier um die jungen Saatenherumgesührt u. dann für das Gedeihen der Felü-

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früchtc geopfert. Vielleicht sind die A. mit demArvalenfest identisch; s. n. ^rvalss kratrss.

Ambassscie (fr.), Gesandtschaft; ^.mbassaäsur,Botschafter erster Klasse, s. n. Gesandter.

Llmbaffi (Moxikongo-Adnngo, San Salvadorder Portugiesen), Hauptstadt des früher mächtigen,jetzt bedeutungslosen Reiches Kongo, an der WKüstevon Afrika, an der Mündung des Lucs in denLilnnda; früher Bischofssitz, mit 12 Kirchen u. vielenKlöstern, seit der Zerstörung durch die Jagga imAnfänge dcs17.Jahrh. in Ruinen liegend u. jetzt nuraus zerstreuten Gehöften bestehend. In der Näheder Mündung des Loge (Loze) haben die Port»»gicsen 1855 den Ort Ambriz angelegt. Aufwärtsam Loge befinden sich die berühmten Kupferminenvon Bembe (Pemba), welche von den Portugiesenschon seit langer Zeit ansgebentet werden. Süd-östlich von Ambriz, zwischen den Küstenflllssen Onzan. Lufune (Lifnme), liegen die Libangoberge mitSteinölquellen u. Asphaltlagern.

Ambato, Handelsstadt in der südamerikanischenRepublik Ecuador, Prov. Leon, in der Nähe desChimborasso; 13,000 Ew.

Amb-r (v. Lat.), 1) Verbindung der Dinge, jezwei und zwei; 2) Doppeltreffer im Lotto.

Ambclaki, Dorf auf der griechischen InselSalamis, wo die alte Stadt Salamis stand.

Amüclakra (türk. Embelek), Stadt im EjaletSaloniki, am Fuße des Ossa, mit 5000 Ew.;Türkischrothfärberei, wichtiger Handel mit Wolleu. Garn, Weinbau.

Amber, s. Ambra.

Amberg, 1) Bez.-Amt im bayerischen Regbez.Oberpfalz, an der Vils, 728 jüjon (13,22 (D N);24,825 Ew.; begreift die Landgerichte A. u. Vils-eck, hat viel Wald u. von den Linien Schwandorf-Nürnberg u. Winden-Nenkirchen der BayerischenOstbahn durchschnitten. 2) Stadt des bayerischenRegbez. Oberpfalz und Regcnsbnrg, an beidenSeiten der schiffbaren Vils u. an der Linie Schwan-dorf-Nllrnberg der Bayerischen Ostbahn; Schwur-gericht für den Regbezirk, Handels-, Bezirks-und Stadtgericht, Landgericht, Handelskammer,Reut-, Berg-, Forstamt, Archivconservatorinm,Kreis-Landwirthschafts- u. Gewerbschnle 1. Klasse,kathol. Stndicnanstalt (seit 1628), Lyccum, Pro-vinzialbibliothek der Oberpfalz (an 32,000 Bde.),Waisenhaus, großes Spital, neues städtisches Kran-kenhaus, großes Strafarbeitshans für männlicheGefangene. Die Stadt ist wohlgebaut, mit einerdoppelten Mauer umgeben; gothisches, 1490 er-bautes Rathhans, königliches Schloß (jetzt Sitzdes Bezirksamtes), Zeughaus, große königl. Ge-wchrfabrik, Theater, St.-Martins-Pfarrkirche von1421, mit Gemälden u. Grabmälern (so des Pfalz-grafen Ruppert, st. 1397) u. 98 m hohem Thurm,10 andere katholische Kirchen, eine protestantischeKirche, vor dem Vilsthore Monument des KönigsMax Joseph I. von 1824. Außer Gewehrenfäbricirt A. Fayence, Farben, Blechwaaren, Wol-len- und Lcinenzeuge, Tabak, Bier, Essig und hatstarken Getreide-, Hopfen- und Gemüsebau; großeRinder- und Schweinemärkte; 11,700 Ew. Inder Nähe Eisensteingruben (schon seit 1283 be-baut) ans dem Erzberge, welche jährlich gegen50,000 Ctr. Eisenerze liefern, und die schöne-