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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alhcmi

Hausern der Einwohner von Malaga; 6800 Ein-wohner.

Alhena, Stern ^ in den Zwillingen (s. d.).

Alhidäüe (arab., d. i. Zähler), ein Theil anastronomischen Jstrmnenten, z. B. am Theodo-liten; besteht in einem wagrecht stehenden Kreise(daher Alhidadenkreis), der an einer senkrecht stehen-den Achse drehbar ist. Er liegt auf einer zweiten,scstliegenden Kreisfläche, dem Horizontalkreise, vonetwas größerem Durchmesser. Der von letzteremringsum vorstehende Kreisring (Limbus) ist meistversilbert und mit einer sehr feinen Kreistheilungversehen. Der äußere Rand des A-nkreises, wel-cher den Limbus berührt, ist an 2 bis 4 Stellen(Nonien) ebenfalls in Kreistheilung geschnitten.Indem nun beide Theilungen scharf aneinanderstoßen, wird es möglich, aus der Verschiebung bei-der Theilungen den Winkel abzulesen, um welchensich der A-nkrcis, dessen Achse zugleich das Fern-rohr trägt, bei der Beobachtung verschiedener Ob-jecte auf dem Limbus gedreht hat.

Al -Hufhuf, Hauptst. der Landschaft Hadscharin Arabien; 15,000 Ew.

Ali, Flecken im Distr. und der Prov. Messinaans der Insel Sicilien, nahe am Meere und ander Eisenbahn Messina-Catania; besuchte Schwefel-bäder; 2710 Ew.

Ali (arab.), männlicher Name, bedeutet hoch,erhaben, ist zugleich ein Ehrentitel, wie unser IhreHoheit rc. I. Herrscher: 1) Ali ben Äbu-Taleb, erster Moslem, geb. zu Mekka 602 n. Ehr.,Vetter und Eidam des Propheten, dessen TochterFatimeh er heirathete; wollte als solcher dem Pro-pheten im Khalifat folgen, ward aber von Abu-bekr, dem Schwiegervater Mohammeds durch dieA'ischa zurnckgedrängt u. unterlag nach AbubekrsTode auch Omar. Erst nach Othmans Ermordung656 gelang cs ihm endlich, Khalif zu werden, dervierte. Von den Schiiten wird er als der ersterechtmäßige Imam oder Hohepriester angesehenu. geachtet, u. sie erweisen ihm fast gleiche Ehremit dem Propheten. Jndeß war seine Regierungein steter Kampf mit inneren Feinden, unter denenam erbittertsten sich Aischa, des Propheten Wittwe,zeigte. (Schlacht des Kamels, wo sie ans einemKamel gegen ihn ausritt.) Der mächtige Statt-halter Moavijah von Syrien erhob mit Talhau.Zobeir Ansprüche auf die Regierung, u. währendAli diese beide zurückschlug, wobei sie das Lebenverloren, bemächtigte sichMoavijah mit Amru zu-sammen Syriens und Ägyptens und selbst einesTheils von Arabien. Nach 5 Jahren traurigsterNegieruugszeit fiel A. durch Meuchelmörder, 661.Es werden ihm weise Sprüche zugeschriebcn (heraus-gegeben von Fleischer: A-s Hundert Sprüche,arabisch und persisch, Leipz. 1837). Seine lyri-schen Gedichte religiösen Inhaltes sind unter demTitel Divan gesammelt, Leyd. 1745, von Kuyperheransgegeben und 1840 auch in Bulak gedruckt.Der Streit um die Rechtmäßigkeit seiner Nachfolgezog die Spaltung der Moslemin in Aliden(Schiiten) und Sunniten nach sich (s. u. Islam).2) A. Bey, geb. 1728 in Abchasien; kam alsSklave nach Ägypten zu Ibrahim Kiaja, demdortigen Janitscharenhäuptling, und wurde 1748Wegen bewiesener Tapferkeit freigegebcn, 1757

Ali.

Mamluken-Bey in Ägypten und nach dem TodeIbrahims auch dessen Nachfolger. Durch List u.Gewalt machte er sich unabhängig von der Pfortezum Sultan von Ägypten und eroberte, da diePforte wegen des Krieges mit Rußland ihm nichtentgegentreten konnte, noch Mekka und fast ganzSyrien, 1771. Jndeß erhob sich sein Adoptivsohnu. Feldherr Mohammed-Bey gegen ihn u. nöthigteihn znr Flucht nach Syrien, znm Scheikh Daher,seinem Verbündeten. Mit dessen Hilfe setzte sichA. mit den Russen u. Venetiauern in Verbindung,um Ägypten zur alten Macht u. znm Mittelpunktezwischen Orient und Occidcnt zu machen. Nacheinem großen Siege über die Türken u. der Ein-nahme von Tripoli, Antiochia, Jerusalem undJaffa rückte A. mit Daher gegen Ägypten, gegenseinen Schwiegersohn Abn-Dehab, ward aber inder Entscheidungsschlacht, April 1773, gefangen u.starb wenige Tage danach an Gift oder an seinenWunden. 3) A., geb. 1781, Adoptivsohn deSNabob von Oude, Asses ed Daulah, u. Vezierdes Großmogul Schah Alum; übernahm nachseines Pflegevaters Tode 1797 unter Zustimmungder britischen Regierung die Herrschaft, zeigte sichaber den Briten nicht so gefügig, wie sie wünschte»,ja, widersetzte sich ihnen geradezu u. ward daher1798 entsetzr u. nach Benares gebracht. Nachdemer hier den englischen Residenten Cherry ermordethatte, floh er zum Nadschah von Berar, welcherihn den Briten auslieferte; er wurde in eineneisernen Käsig eingesperrt und st. 1817. 4) A.Mnrad, Schah von Persien; folgte in WPersiennach Überwindung der verschiedenen Thronpräten-denten als Khan seinem Onkel Kerim Khan oderKerim Wekil, da derselbe sich nicht Khan sondernWekil (Reichsverweser) nannte, 1780. Währendder erwähnten Streitigkeiten hatte sich in dem erstdurch Kerim wieder vereinigten Reiche nur in Masen-deran der Kadschare Aga Mohammed unabhängiggemacht; A. zog gegen ihn zu Felde, verlor aberauf diesem Zuge 1785 das Leben durch einenSturz mit dem Pferde. 5) Schir-A.-Khan,zum Emir von Afghanistan von seinem Vater Dost-Mohammed erklärt, sollte nach dessen Tode 1863die Herrschaft antr>.m, wurde daran aber durchdie Verwandten mit den Waffen in der Hand ver-hindert und kam erst nach einer fast sechsjährigenÄnarchie in Besitz Afghanistans, Jan. 1869, inFolge einer entscheidenden Schlacht bei Ghasna.Nene Unruhen im Juli 1869 überwand er leicht,und nun stellte sich die britische Regierung aufseine Seite. Eine Ende März 1869 zu Amballamit dem Geueralgouveruenr von Indien, LordMayo, stattgehabte Zusammenkunft, besiegelte seineAnerkennung als Herrsche^ von Afghanistan undführte zu einem Bündnisse mit der britischen Re-gierung, dessen erste Frucht ein friedlicher Ausgleichzwischen Schir-A. und dem Khan von Bokhara(Mnzafser Eddin) war. Schir-A. bemühte sicheifrigst, die Macht der Vasallen zu brechen u. siezu Unterthanen zu machen, fand aber in Ab2-ul-Rahman dem Sohne seines Halbbruders Asznl-Khan, und sogar in seinem Sohne Jakub beftige^ Gegner, welche ihm in den Nachbarländern Feindeerweckten. II. Pascha von Janina: 6) A.,geb. 1741 zu Tepeleni in Albanien, ans dem