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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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424 Algorab

gebirge ostwärts, im Qucllgebiete des Missouribis zum Atlantischen Occan, im N. bis an dieHudsonsbai, im S. bis an den Cumberlandflußreichten und die Irokesen in Canada rings um-schlossen. Zu ihnen gehörten die Mikmak inNen-Braunschweig, Neu-Schottlaud, Prince-Ed-wards-Jnsel, Cap Breton, die Abenak im S.des St. John-Flusses, dann die Lenni-Lenape oderDelawaren an der atlantischen Küste, unter welchenwieder die Pennacock, Pawtucket, Nipmuck undWampanoag (in Massachusetts), Narragansets u.Peqnot (Connecticut), Mohikaner (um New-Iork),Susquehannocks am Susquehanna, Powhattans(Nord-Carolina), Pamplicoes, Shawaeres, Illi-nois, Miamis, die Knistinoes oder Kris in den Hud-sonsbailändern, die Sauks u. Foxes am Wisconsin,Ojibways u. Ottawas an den kanadischen Seen,die Menomennis oder Wildräslcnte an der Green-bai des. Oberen Sees, die Schwarzfüße am oberenMissonrigebiete u. viele Andere. Die Zahl der A.,die früher ans 90,000 Seelen zu schätzen war,beträgt jetzt nur etwa 22,000, von denen auf dieOjibways allein 18,700 kommen. Über die Spra-chen der A. vgl. Müller, Der grammatische Bander Algonkin-Sprachen, Wien 1867. Vgl. Amerika,Bevölkerung.

Algorab, 1) Fixstern 3. Größe im Stern-bilde des Raben; 2 ) Fixstern 3. Größe / imSternbilde der Zwillinge.

Algorithmos (Algorismns, wahrscheinlich nacheinem arabischen Mathematiker Al-Kharismi oderAl-Khoarezmi genannt), ursprünglich die Rech-nung mit dem dekadischen Zahlensystem; jetzt bis-weilen als gleichbedeutend mit Rechnungsart ge-braucht; z. B. al^oritlimns inlmitsoimslis, In-finitesimalrechnung.

Algrcen-Ussing, Tage, namhafter dänischerJurist und Staatsmann, geb. li. Oct. 1797 zuFrederiksborg ans Seeland; studirte in Kopenhagendie Rechts, machte 18311832 eine Reise durchDeutschland, Frankreich u. Italien u. wurde 1836Assessor beim Hof- u. Stadtgericht in Kopenhagen,1841 Assessor beim Höchsten Gericht, 1846 Etats-rath u. Mitglied der dänischen Kanzlei u. Direktorfür Justiz u. Polizei in Fünen, Laaland u. Fal-ster, Jütland, für Bornholm, Island und dieFaröerinscln. Daneben war er seit 1840 Pro-fessor der Rechte u. 1844 Bürgermeister in Kopen-hagen. Von ihm ging 1844 im dänischen Pro-vinciallandtage, in welchem er seit 1835 saß, derAntrag über Staatseinheit u. Gleichheit der Erb-folge auch in Len Herzvgthümern aus, welcher inder Versammlung mit großer Mehrheit angenom-men und wodurch der erste Anstoß der Übergriffeder dänischen Partei gegen die Herzogthllmer ge-geben ward. Am 2. März 1848 wurde er anOrstcds Stelle Generalprocureur des Königsreichesu. darauf in die dänische Reichsversammlung ge-wählt; Mitglied des Comites, das den Grundgesetzentwurf zu prüfen hatte, erklärte er sich widerdas allgemeine Stimmrecht, verlor dadurch dieVoltsgunst und zog sich darauf vom politischenLeben zurück. 1854 berief ihn der König in denReichsrath, u. 1855 bereiste er in Staatsgeschäftenmehrere größere Städte Europas. Erst. 27. Juni1872u. schrieb: HanckboA iäsa äam-lcoLriininsIrot,

Alhondra.

4. A., Kopenh. 1859; I/ärsn OM Lsrvitubsr, ebd.1846; IlancidvA 1 äsn äanslcs Xrveret, ebd. 1855;außerdem besorgte er die Ausgabe der königlichenRescripte u. Resolutionen (1841 ff.) n. der däni-schen Gesetzsammlung (1851 ff.).

Algnacil (span., aus dem arab. 1Vs.sU, diedurch die Gnade des Königs verliehene Macht) istin Spanien der Titel der mit der Ausübung derJustiz betrauten Personen, die als Abzeichen derihnen übertragenen Gewalt den Gerichtsstab er-halten. Die A-es, welche auf Grund eines erb-lichen oder Familien-Lehens oder einer auf sie vonSeiten der Municipalität gefallenen Wahl in einerStadt die Justiz üben, heißen X-so maz-orss,während die unteren Diener der Gerichte und derPolizei X-S8 insnorss oder oräinarios genanntwerden, man gewöhnlich unter A. auch nur dieseversteht; sie erscheinen bei besonderen feierlichenGelegenheiten beritten in altspanischer Tracht.Früher hießen A-es auch die Vollstrecker der Ur-theile und Tribnnalsbefehle der Inquisition, derCrnzada, der Ritterorden rc.

Alhnbor, arabischer Name des Sirius.

Magi Vor»-»., Pflanzengattuug zur Familie derSchmetterlingsblüthigen (XVII. 6). Art: X. Aknn-rornin Vbnrn., in Westasien heimischer, stachlicherStrauch, Mutterpflanze des persischen Manna (s.Manna).

Alhäma, I)St. in der spanischen Prov. Granada(Andalusien), wildromantisch auf einem Felsenhügel inder gleichnamigen Sierra gelegen; hat berühmteSchwefelquellen von 36° R.; 7400 Ew.; warzur Zeit der Mauren eine wichtige Festung, inwelcher sich die Schatzkammer der Könige vonGranada befand. In der Nähe die tiefe Felsen-schlncht der Puerta de Zafarraya, durch welche derSaumpfad von Granada nach Malaga führt.2 ) St. (Villa), in der spanischen Prov. Murcia,besuchter Badeort mit warmen Schwefelquellen von2637° N. in 223 m Seehöhe, beliebter Früh-lingsaufenthalt der Mnrcianer; 3642 Ew. 3 ) (A.la Seca) Dorf in der spanischen Prov. Almeriaim Thal des Rio de Almeria, mit warmen Mi-neralquellen von 2535 ° 8 .; 3140 Ew. 4 ) RechterNebenfluß des Ebro in der spanischen Prov. Alt-Castilien; mündet unterhalb Alfaro.

Alhamariden, maurisch-spanische Königsdyna-stie in Granada, gegründet von Mohammed Al-hamar, nachdem durch die Siege der christlichenWaffen der Kreis der maurischen Besitzungen sichbis auf das früher zum Königreich Cordova ge-hörige, nun selbstständige maurische KönigreichGranada verengt hatte. Die Alhamariden-Dynastieregierte schon seit 1246 den castilischen Königentributpflichtig von 12361492, wo Ferdinandder Katholische nach eilfjährigem Kriege mit ihrden letzten A., den König Äbu-Abdallah-el-Zagri(Boabdil), 2. Jan. 1492 besiegte u. der mauri-schen Herrschaft in Spanien überhaupt ein Endemachte.

Alhambra (arabisch, das rothe Hans), Stadt-theil nebst maurischem Königspalast in Granada(s. d.).

Nlhandra (el grande), St. in der spanischenProv. Malaga, am nördlichen Fuße der Sierra deMijas, in reizender Lage, mit zahlreichen Land-