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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alghin Algonkincr.

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talancn angcsiedelt, deren Sprache sich noch be^hanptet. 1S41 landete hier Karl V. auf der Rück-kehr von der 2. afrikan. Expedition.

Alghin (Jlghun, Jlguin), Stadt am Seegleichen Namens im Vilajet Koma der AsiatischenTürkei; in der Nähe warme Bäder; 12,000 Ew.

Algie (v. gr. äl^os, Schmerz; Medicin),1) Schmerz, getvöhnlich Nervenschmerz (Neuralgie),der z. B. im Gesichte seinen Sitz haben kann(Prosopalgie, Fothergillscher Gesichrsschmerz), inder Haut (Dermalgie), in den Muskeln (Myalgie),in den Gelenken (Arthralgie), in den Eiugeweiden(Enteralgie), im Rückenmark (Rhachialgie) , imGehirn (Cephalalgie); 2) schmerzhafte Krankheitüberhaupt.

Algieba, Stern/im Löwen (s. d.).

Algier (sranz. LI§sr, span, -ä.rgel, arab.Dseirssmrr, d. i. die Inseln), Hauptstadt der fran-zösischen Colonie Algerien an der Westseite derBucht gleichen Namens terrassenförmig in Gestalteines gleichseitigen Dreieckes aufsteigend, dessenBasis am Meere liegt u. dessen Spitze von derKasbah (Kasauba) oder der ehemaligen Citadelle,dem höchsten Punkte der Stadt (124 in ü. d. M.),gebildet wird. Die St. hat nur eine einzige grö-ßere Straße, die zwischen den beiden ThorenBab el Md u. Bab Asun die Verbindung bildetu. eine Länge von etwa 1000 m hat; die übrigenStraßen sind, mit Ausnahme der Marinestraße,kaum 3 m breit. Thore sind im ganzen 6 vor-handen, darunter ein Wasserthor. Von hervor-ragenden Gebäuden sind zu nennen: der Palastdes Generalgonverneurs (früher der Winterpalastdes Dey) an dem Gouverncmentsplatze, derMarincplatz am Hafendamm, wo auch die großenMagazine stehen, die Kasbah, ein ziemlich um-fangreiches, mit Mauern und Thürmen befestigtesSchloß, in welchem der Dey residirtc, seine Schätzeverwahrte u. vor welchem in den mohammedani-schen Zeiten jeder Europäer vom Pferde steigenu. den Hut abnehmen mußte. Seit neuerer Zeitist die Kasbah in Kasernen umgewandelt, derenes noch im Westtheil der Stadt gibt, wo auchSpitäler eingerichtet sind. A. hat einen Handelsu. zugleich Kricgshasen, der aber keine größerenSchiffe aufnehmen kann; seine Verthcidigungswerkewurden von den Franzosen beträchtlich verstärkt.Der Hafendamm, 660 m l., steht mit dem Ber-theidigungsdamm, der mit Batterien besetzt ist undauf welchem der gleichfalls zur Vcrtheidigung eingerichtete Lenchtthnrm, in Verbindung. Außerdemist die Landscite der Stadt mir einer Mauer von10 m Höhe u. etwa 3 m Dicke umschlossen, in dersich Thürmchen zur Ausnahme von Geschützen befinden. Im N., außerhalb der Stadt, liegt dasFort äss vingch gnatrs üsnros; im S., ganz ander Küste, das Fort Bab Asun, nahe dem gleichnThore; im SW. auf dem Hügellande Massif u204 m Höhe das Kaiserfort. Kleinere, einzelneBefestigungen laufen der ganzen Landseite entlangan der Bucht hin. A. besitzt einige katholische Kir-chen, worunter eine Kathedrale, eine protestantisch-englische Kapelle u. viele Moscheen, deren bedeu-tendste Dschamma cljKebir u. Dschamma el Dschedidsind. Für den Unterricht sind zahlreiche arabischeElementarschulen, mehrere für die Eingebornen Le

stimmte Schulen u. Pensionate für höheren Unter-richt, ein sranz. College rc. vorhanden; ferner gibtes ein Museum, eine öffentliche Bibliothek, einTheater, Lesecabinete, philanthropische Vereine u.eine landwirthschaftliche Gesellschaft. Die Zahl derEw. belief sich am 1. April 1833 auf 23,753(ohne Garnison), 1851 auf 50,111 u. 1872 auf48,008. A. ist der Sitz des Generalgonverneurs,der obersten Militär- und Civilbehörde, deskatholischen Erzbischofs und der höheren Geist-lichkeit der Mohammedaner und Juden. Au-ßerhalb der Festungswerke der im Allgemeineneit neuerer Zeit verschönerten Stadt liegen,namentlich auf den reizenden Anhöhen, vieleVillen, maurische Kapellen und Grabmäler, um-chlossen von lieblichen Gärten und Weinbergen,in denen schon während des Januar Mandelbänme,Granaten, Rosen u. Olivenbäurne zwischen Cypres-en, Palmen n. Ledern in voller Blüthe prangen.In neuester Zeit wurde A. als klimatischer Kurortmr brnstleidende Europäer empfohlen und ausge-nommen. Vgl. O. Schneider, Der klimat. KurortAlgier, Dresd. 1869 u. 1872 ; Berard, Osserip-tion ck'.^lFsr ob cks sss snvirons, Par. 1867;Geschichtliches über A. s. u. Algerien.

Nlgierischcr Paß, Türkcnpaß, Seepaß, Mittel-ländischer Paß, vor 1830 Paß für diejenigen eu-ropäischen Schiffe, welche mit den Barbaresken-staaten Verträge abgeschlossen hatten, um vorSeeräubereien sicher zu sein; er war in zwei Hälf-ten geschnitten, deren eine (bei Tunis n. Tripolis)aufbewahrt, die andere vom betreffenden schissemitgeführt wurde, um sie behufs der Controle derersteren anzupassen, wenn die Seeräuber das Schiffanhielten oder Wegnahmen. Mit der EroberungAlgiers durch die Franzosen wurde die Seeräubereiu. damit auch jeder solche Paß aufgehoben.

Algierisches Metall (mstal ck'UZsr) nenntman eine Metallmischung zu Tischglocken, beste-hend aus 94,-, Zinn, 5 Kupfer u. H Antimon.

Algiers, Stadt im nordamerikanischen StaateLouisiana am Mississippi, New-Orleans gegenüber;Schiffswerft, Fabriken; 7000 Ew.

Algoa-Bni, Bai im südöstlichen Theil desCaplandes, mit gutem Hafen u. dem HandelsorteElizabeth; 15,000 Ew.

Algodonit, ein seltenes Mineral aus der GrubeAlgodoner am Coqnimbo, ist 6n^8.

Algodoubai, Bucht des Großen Oceaus ander Küste der Republik von Bolivia, n. zwar derwüsten Prov. Atacama; ihr mit Muscheln bedecktesUfer ist ungemein reich an Seesäugethier-Knochen.Sie besitzt weder Wasser, noch Pflanzen, und soll,nach geognostischen Thatsachen zn schließen, seitwenigstens 2000 Jahren dort kein Regen gefallensein, doch sind Jahrtausende alte Meuschenreste (Flach-schädel) dort entdeckt worden. Das Land hat fernerKupferminen, welche von hierher gezogenen Be-wohnern bearbeitet wurden, u. dort entdeckte derErforscher dieser Gegend E. v. Bibra Kupferchlo-rid, das seinen Namen von der Wüste Atacama,erhalten hat u. dessen Gang hier 2 m mächtig ist.

Algol, Stern ^ im Perseus (s. d.).

Algonkrner (Algonkin-Lenape), weitverbreiteteVölkergrnppe der Indianer in Nordamerika, derenaugehörende Stämme oder Völker einst vom Felsen-