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Alfurcir —
um die angelsächsische Sprache u. Kirche. SeinenNamen tragen eine Reihe von Homilien, Ans-zügen ans Augustin n. A. Einzelne Predigtenherausgeg. v. Parker, Land. 1566, n. Fox, .lotsand monnments; von Elstob, Lond. 1709, ge-sammelt durch die 1843 gestiftete Xllrie Looistx(Lond. 1847 , Ibs iromiliss ob tüs XnAlosax.6bnreb, 2 Bde., von Torpe); Oauonss, von Wil-kins, Loneilia rc., Lond. 1737; angelsächsische Über-setzung des Pentateuchs (Thwaites, Oxf. 1699;Grein, Bibliothek der angelsächsischen Prosa 1.);Vorrede zur Genesis (Thorpe, Xnaloeta, 1834, u.Leo, altsächs. Sprachpr., 1838, Grein, a. a. O.);Leben seines Lehrers Äthelvald (Mabillon, acta,88. Lensüictinormn); angelsächsisches Handbuch derAstronomie (Wright, Populär Irsatisss rc., Lond.1841); Dialog zwischen Lehrer u. Schüler (Thorpe,Xnalocta); angelsächsische Grammatik mit Glossar(Lond. 1838).
Alfurcn, auch Harasoren, im niederländi-schen Sprachgebrauchs die Bewohner des Innernder Insel Celebes n. einiger anderen Inseln, unterwelchen man Wilde versteht; sie stehen den Ein-gebornen Australiens sehr nahe, tragen auchdeutlich die Körpermerkmals der Malaien, sindwahrscheinlich eine Mischung zwischen letzteren u.den Papua und werden mit den Mta der Phi-lippinen von Peschel als asiatische Papua classificirt.
ülgso, s. Algen.
Algarbien (Algarve, arabisch, d. i. Landgegen Westen), südlichste Prov. Portugals mit demTitel eines Königreiches, 4846 (88,„g HW),
mit 188,422 Ew.; ist durch das AlgarbischeGebirg (eine Fortsetzung der westl. Sierra Mo-rena, welche als Scrra von Malhao, Mcsqnita,Monchigne u. Espinhaco bis zum Cap St. Vincentsich hinzieht und in dem 903 m hohen Gipfel laFoja seine größte Höhe erreicht) von Alemtejo geschie-den, ist in dem mittleren Theil, dem sogenanntenBarrocal, hügelig und an den Küsten flach n. sehrergiebig. Der Guadiana bildet die Grenze gegenSpanien; unter den kleinen Küstenflüssen ist nurder Balfermoso bemerkenswerth. Das Klima istwann u. gleichmäßig. Products: Feigen, Man-deln, Orangen, Johannisbrod, Oel, Wein, Mais;in den Gebirgen wird viel Schweine- n. Bienen-zucht getrieben; an den Küsten bedeutende Fischerei
u. Schifffahrt; von den vielen, meist kalten Mineral-quellen ist der größte Theil unbenutzt. Die In-dustrie beschränkt sich auf Flechtwerk von Esparto,Pita und Zwergpalmenblättern; in den Strand-sümpfen wird viel Salz gewonnen; beträchtlich istder Handel, besonders der Exporthandel. Die Ein-wohner, arabischer Abkunft, sind sehr ungebildet n.roh, aber arbeitsam, genügsam, gastfrei u. tapfer.Nach der neuen Eintheilung Portugals bildet A. denDistrict Faro, der nach der Hauptstadt benanntist. In der Periode der maurischen Herrschaft ver-stand man unter A. (Algarb, d. i. Westland) dennünleren Theil der Pyrenäischen Halbinsel; indeßschon im 12. Jahrh. war der Name auf denjetzigen Landstrich beschränkt. König Sancho I.
v. Portugal entriß 1189 den Mauren Silvas,die Hauptstadt von A. Die inzwischen wieder andie Mauren verloren gegangene Besitzung erobertewieder 1251 König Alfons III. u. nahm den Titel!
- Algarotti.
König von A. an, mußte sie aber zum Theil anden ans sein Waffcnglück eifersüchtigen König Al-fons X. von Castilien abtreten; erst 1267 verzich-tete Alfons X. auf A., so daß es ganz an Por-tugal kam. Die nordwestliche Ecke von Afrika,welche Portugal seit dem 13. Jahrh. erobert hatte,hieß auch Algarvien, n. zwar A. daquem mar(noch jetzt El Garb), im Gegensätze zu demeuropäischen A. dalem mar.
Algardi, Alessandro, berühmter Bildhauerdes 17. Jahrh., geb. zu Bologna 1602, gest.ebenda 1654. Der Sohn eines angesehenenScidenhändlers, war er für eine wissenschaftlicheLaufbahn bestimmt, besuchte aber schon früh dieSchule Lodov. Caraccis u. wandte sich dann derPlastik zu, ward am Hose des Herzogs Ferdinandv. Mantua mit Schnitzereien und Modellen fürSilber- n. Bronzearbeitcr beschäftigt. Dann bil-dete er sich in Venedig u. Rom, wo er mehrereAntiken schonungslos überarbeitete. Seinen Rufbegründete zunächst seine Kolossalstatue des hl.Philippus Neri, in Sta. Maria in Vallicella inRom. Sein bedeutendstes Werk ist die Vertreib-ung des Attila durch den Papst Leo in St. Peterzu Rom. In seinen Arbeiten überwiegt dasMalerische n. das Naturalistische. Besonders ge-schätzt sind seine Bildnisse n. Kinderfiguren, z. B.Hercules als Kind, in Charlottenburg, ein knieen-des Christus-Kind, in der Münchener Glyptothek, u.Eros n. Anteros, in der Lenchtenbcrgischen Galeriezu Petersburg. Bon ihm ist die Farads von S.Jgnazio in Rom u. die Kapelle der Franzoui inS. Carlo zu Genua. Auch arbeitete er viel fürSpanien u. Frankreich.
Algarothpulver, richtiger Alg arottpulv er(Chem., nach seinem Erfinder Vinorio Algarotto,Arzt zu Verona, gest. 1604, benannt; auch Llsr-ourins vitas), Annmonoxychlorid, der weiße Nie-derschlag, welcher ans concentrirter Lösung vonAntimonchlorid (Spießglanzbntter) beim Vermi-schen mit vielem Wasser sich bildet. Es ist ausAntimonoxyd u. Antimonchlorid meist nach derFormel 281,61g,üMyOg zusammengesetzt ».wurdefrüher als Arzneimittel angewandt.
Algarotti, Francesco, Graf vonA., italie-nischer Schriftsteller, geb. zu Venedig 11. Dec.1712 ; stndirte zu Bologna, Florenz rc., lebte seit1733 in Paris u. London, machte in Begleitung desLord Baltimore eine Reise nach Rußland n. lernteauf der Rückkehr von dort 1739 Friedrich d. Gr.kennen, ward 1747 dessen Kammerherr u. vonihm zum Grafen erhoben; König Ang. III. vonPolen, der ihn gleichfalls hochschätzte, legte ihmden Charakter eines Geheimen Nathes bei. Erlebte nun in Berlin u. Dresden, seit 1754 inVenedig, Bologna u. Pisa u. starb 3, März 1764zu Pisa, wo ihm Friedrich d. Gr. ein Grabdenk-mal im 6ampo 8antc> errichten ließ. Ein viel-seitig gelehrter, geistvoller und eleganter Popular-schriftsteller, französischen Stils, Anhänger Vol-taires. Obenan stehen seine poetischen Briefe(kisioli in vsrsi, 1759) n. seine Gelegenheitsbriefe.Elegant, artig n. klar geschrieben sind seine natur-wissenschaftlichen und ästhetischen Abhandlungen (dieden größten Theil seiner Werke einuehmen) undseine Gespräche über die Optik nach den Grund-