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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alfonsinische Tafeln Alford.

Schwiegersohnes Ferdinand von Leon, von deiner erst gegen Rückgabe von Galicien rc. wiederfreigegeben ward, und st. 6. Dec. 1185; seit1178 Wittwer von Mafalde (Tochter des GrafenAmadeo III. von Savoyen), die er 1146 gehei-rathet. Er nahm die Johanniter und Templer-ritter ins Land n. stiftete neue Ritterorden (s. u.Portugal). 21) A. II., der Dicke, geb. 1185,Enkel des Vor.; folgte 1211 seinem Vater SanchoI. und st. 1223, nachdem er mit Mühe, ja selbstrnit Verlust an Land, Portugals Selbstständigkeitgegen Leon gewahrt und viel mit der Geistlichkeitgestritten (s. Portugal). 22) A. III., der Wiederher-steller, geb. 1210, 2. Sohn des Vor.; kam nachAbsetzung seines Bruders Sancho II. zur Negier-ung, ward aber erst nach dessen Tode 1248 znmKönig ausgerufen; er legte dem bisherigen Königs-titel noch den eines Königs von Algarbien bei,obgleich er dafür Castilien huldigte. Der vomPapste wegen feiner Strenge gegen die Geistlich-keit und seiner an dieselbe gestellten Forderungenüber ihn verhängte Bann ward erst auf demTodtenbette von ihm genommen, 1279 (s. Portugal).23) A. IV., der Kühne, geb. 1291, Sohn und1325 Nachfolger des Königs Dionys. Er führteKriege mit seinem Vater u. natürlichen Bruder,Sancho d'AIbuquerque, mit Castilien und denMauren u. selbst mit seinem Sohne Peter, nach-dem er dessen heimlich angetraute Gattin, Inesdel Castro, hatte ermorden lassen; zwei Jahrespäter, 1357, st. A. (s. u. Portugal). 24) A. V.,der Afrikaner, geb. 1432; folgte 1438 seinem VaterEduard I., unter Vormundschaft seiner Mutter, deraragonischen Eleonore, und dann ans Wunsch derStände unter der seines Oheims Dom Pedro, bis1448, wo er sich gegen diesen auflehnte u. selbst-ständig machte. Durch seine Eroberungen gegendie Mauren in Afrika erwarb er sich den Bei-namen: der Afrikaner. Da Heinrich IV. vonCastilien ihm seine Tochter Johanna mit der Kroneanbot, 1471, suchte er nach Heinrichs Tode gegenderen Schwester Jsabella, die ihn verschmäht u. nunmit Ferdinand dem Kath. vermählt war, diese zuerlangen, 1475; die Cortes aber erklärten Johannaals unechte Tochter, deren Mutter wol HeinrichsFrau, die portugiesische Johanna, deren Vater aberder Günstling Bertrand de Cneva sei (woher sieauch Bertrandilla oder Bertraneja genannt wurde),und Ferdinand der Kath., Jsabellas Gatte, schlugihn 1. März 1476 bei Toro. Vergeblich bei Frank-reichs König Ludwig XI. Hilfe suchend, wollte er derKrone entsagen, wurde aber zur Rückkehr beredet,schloß 1479 zu Alcacevas Frieden mit Castilien,worin er auf Johannas Hand und die KroneCastilien verzichtete, u. ging, immer mehr der Ne-gierung und der Welt müde, ins Kloster, wurdeaber ans dem Wege dahin vom Tode ereilt, inCintra 1481. Unter ihm, der mehr Ritter alsKönig war, beginnen die großen Entdeckungenn. Colonisationen der Portugiesen. (Über die unterihm, resp. unter der Vormundschaft Dom Pedroserschienene Alfonsinische Gesetzsammung s. Portugal).25) A. VI., ans dem Hause Braganza, geb. 1643;folgte 1656 seinem Vater Johann IV., unter Vor-mundschaft seiner Mutter, Luise de Guzman, dieauch nach seiner Volljährigkeit im Besitze der Re-

gentschaft blieb, bis er mit Hilfe des Grafen vonCaslelho Melhor am 23. Juni 1662 die Zügel derRegierung in die Hand nahm, um sie sofort wie-der diesem zu überlassen, der auch mit Hilfe Eng-lands zwei große Siege über Spanien erkämpfte.1666 mit Maria Francisco Elisabeth von Nemoursvermählt, sah er sich bald von dieser betrogen, dasie ihre Liebe seinem Bruder Peter schenkte u. ihmam 21. Nov. 1667 erklärte, das er (A.) nie ihrGatte gewesen. Am 23. Nov. 1667 mußte er zuGunsten Peters abtreten, der dann Maria hei-rathete, nachdem am 24. März 1668 die Ehezwischen A. und Maria als nie vollzogen erklärtward. 1669 nach Terceira verbannt n. 8 Jahrespäter als Staatsgefangener auf Schloß Cintragebracht, st. A., immer mehr Knabe als Mann,12. Septbr. 1683 (s. Portugal).

Ir) Von Spanien. 26) A. XII., einzigerSohn der seit Scpt. 1868 entthronten KöniginJsabella II. von Spanien, die am 25. Juni 1870zu seinen Gunsten abdankte. Geboren 28. Nov.1857, folgte er seiner Mutter ins Exil und er-hielt seine Bildung im kaiserlichen Theresianumin Wien (20. Jan. 1872 bis 21. Juli 1874),besuchte darauf die Militärschnle in Sandhurst (Eng-land) u. machte dann eine Reise durch Mittel-europa, bei welcher Gelegenheit er auch Berlinbesuchte. Ende Dec. erfolgte die durch die innereLage Spaniens begünstigte u. durch das vielver-sprechende Manifest des Prinzen vom 1. Dec.vorbereitete Erhebung, welche ihn auf den Thronbringen sollte. Am 28. Dec. erklärte sich GeneralMartine; Campos in Valencia für ihn, woraufbald die ganze Armee u. Flotte folgte; am 1. Jan.1875 war der Übergang von der Republik znmKöuigthnm bereits vollendete Thatsache. Am 14.Jan. hielt A. seinen Einzug in Madrid und begabsich wenige Tage darauf zur Nordarmee auf denKriegsschauplatz: i. Svanicn.

Älfonstltische Tafeln sind ' astronomischeTafeln, welche auf Veranlassung des Königs Al-fons X. von Castilien 12401252 unter DirektionAlkabitis u. Aben Nagels, besonders von IsaakEbn Said Hazan gefertigt wurden. Man hattein ihnen noch die Hypothese von Thabit (um 860)äs motu Irspiäationis angenommen, nach welcherdie Fixsterne sich nicht gleichförmig in der Richt-ung von West nach Ost längs der Ekliptik ver-schieben (vgl. Präccssion), sondern nach gewissenZeiträumen znrückkehren, um dann wiedersich vorwärts zu bewegen. Nachdem aber balddarauf die Theorie des Albategnius von der gleich-mäßigen Bewegung der Fixsterne durchgedrungenwar, wurde die erste Ausgabe der A-n T. 1256durch eine neue ersetzt; doch enthält auch diesenoch mehrere Unrichtigkeiten.

Alföras, so v. w. Alfurier.

Alford, Henry, Decan vonCanterbury, eng-lischer Kritiker, Dichter u. namh. Theolog, geb. zuLondon 1810; stndirte auf dem Trinity-Collegiumzu Cambridge. Seine erste literarische Arbeit warI?osms null Uostioal §raAmsnbs, 1831; 1835folgte Rias Loliool cck tiis Usait, anä otüsr kosum(2 Bde.), ein Werk, das in England u. Amerikaverschiedene Auflagen erlebte. 1834 ward erMitglied des Trinity-Collegimns n, im folgenden