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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alfons.

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eines neuen Zweiges der Königsfamilie, des bnr-gnndischcn, das Reich unter seine Söhne. 12) A.

IX. , der Edle oder der Guts, Sohn SanchosIII., folgte diesem 1158, 3 Jahre alt, unter Vor-mundschaft, ward aber innerer Unruhen wegen1170 für mündig erklärt und vermählte sich im^selben Jahre mit Eleonore Plantagenet, Tochter!Heinrichs II. von England. Nachdem er mitAragonien und Navarra die schwebenden Fehdenausgeglichen, zog er in den Jahren 11821194'sechsmal gegen die Mauren; seit 1193 mit dembeiden genannten Neichen verbündet, mußte er nach!einer Niederlage gegen die Mauren (bei Alarca,!18. Juli 1195) nochmals gegen Navarra kämpfenund siegte endlich mit diesem und Aragonien bei!Alacab unweit Tolosa, 7. Juli 1212, über denIslam. Erst. 5. Ang. 1214 (s. Spanien). 13) A.!

X. , der Weise, A. der Philosoph, A. der Astro-!nom, Sohn Ferdinands III. n. der Beatrix, derTochter Philipps von Schwaben, geb. 1226; folgte1252 seinem Vater, wurde 1257 während desInterregnums nach Konrads IV. Tode von einigendeutschen Kurfürsten znm König gewählt (s. Deutsch-land); aber weder von der Mehrzahl der Kur-fürsten, noch vom Papste anerkannt, auch mitseinen Ansprüchen auf das Hcrzogthnm Schwaben(von der Mutter her) abgewiesen, kam er nie nachDeutschland. Im Innern durch den Bruder Hein-rich bedroht, zwang er diesen zur Flucht, zog danngegen die Mauren, 1262, u. nahm ihnen Murciau. einen Theil von Algarbien, beides mit Castilicnvereinigend. 1271 erhob sich sein Sohn Philippgegen ihn, den er erst nach dreijährigem Bürger-kriege besiegte. 1277 in neue Kämpfe, diesmalum die Snccession nach seines älteren Sohnes,Ferdinands de la Cerda, Tode verwickelt, mußteer seinen eigenen Bruder hinrichten lassen, u. daer sich während dieser häuslichen Fehden von denMauren den Frieden erkauft, empörte sich seinSohn Sancho n. raubte ihm 1282 die Krone, dieA. vergebens mit Hilfe der Mauren wieder zuerlangen suchte. Ein Flüchtling, starb er 4. April1284 zu Sevilla (s. Spanien). Der gelehrteste Fürstseiner Zeit, ließ er die Alfonsinischen Tafeln (s. d.)anlegen, die Bibel ins Spanische übersetzen u. dieerste allgemeine Geschichte Spaniens schreiben,während er selbst eine Kirchengeschichte und eineGeschichte der Krenzzüge verfaßte; weiter hat manton ihm noch LI Issoro (philos. Syst.) und LIdanclaäs (alchem. Werk), Astronomische Schriften,spanisch herausgegeben von D. Rico y Sinobas,Madrid, 1863 f., Fol.; seine Opusoulos Isxalsshat 1836 die Königliche Akademie in Madrid her-ansgegeben. Den größten Ruhm aber erwarb ersich durch die Vollendung der von Ferdinand III.begonnenen Sammlung der castilianischen Gesetze:Le^ss äs las xartiäas, welche 1501 als allgemeinesLandesrecht anerkannt wurden. 14) A. XI., Sohnu. Nachfolger Ferdinands IV., beim Tode desselben1312 erst 2 Jahre alt; ergriff, nachdem seine Vor-münder Oheim Peter und Großoheim Johann4 Jahre lang um die Vormundschaft sich gestritten,die Mauren inzwischen eingebrochen n. Peter u.Johann gegen sie Sieg und Leben verloren (beiTiscar 1319), neuer Streit über die Regentschaftwieder ausgebrvchen, 1325 die Regierung, mit

! blutiger Strenge die Ordnung wiederherzustellen,'woher der Beiname: der Rächer. Er machteGranada sich zinspflichiig u. schlug, mit Portugalvereint, die ans Afrika zu Hilfe eilenden Maurenam Saldedo bei Tarifa, 30. Octbr. 1340; zweiebenso entscheidende Siege der castilianischen Flottean der castilianischen Küste brachten eine Reihefester Plätze Granadas, darunter Algeziras, seit-her der Hanptstützpunkt der maurischen Angriffegegen die Christen, in seinen Besitz; bei der Be-lagerung von Gibraltar raffte ihn die in seinemLager ansgebrochcne Pest dahin, 1350 (s. Spanien).

ä) Von Galicien: so v. w. Könige vonAsturien (s. A. 6) ff.).

s) Von Leon: A. I.III. sind die 3 erstenA. von Asturien; 15) A. IV., der Mönch, SohnOrdonos II., folgte 924 seinem Oheim Froila II.;allgemein verhaßt, entsagte er 928 zu Gunstenseines jüngeren Bruders, Ramiros II., der Regier-ung und ging ins Kloster; bei einem Versuche, dieRegierung wiedcrzugewinuen, ward er geblendetn. ins Gefängnis; gebracht, wo er 932 st. 16) A.V., folgte 999 seinem Varcr Bermndo II., 5 Jahrealt, unter Vormundschaft seiner Mutter Elvira;er verlor 1027 sein Leben bei der Belagerungvon Visen gegen Navarra. A. VI.VIll. sinddie Könige von Castilien, s. o. A. 9)11); 17) A.IX., Sohn Ferdinands II., folgte diesem 1188 u.st. 1230. Er führte Kriege mit Aragonien, Na-varra und den Mauren und zeigte sich besondersfeindlich gegen die Castilier bis zur Vermählungmit seiner zweiten Frau, Berengaria von Castilicn,von der er sich aber scheiden lassen mußte, nach-dem die erste Ehe mit Therese von Portugal schonwegen der herrschenden Blutsverwandschaft aufge-löst worden war. Ein habsüchtiger Fürst, hat erindeß doch auch Gutes gethan, indem er das Reichgegen die Mauren vergrößerte n. die hohe Schulevon Salamanca stiftete (s. Spanien).

I) Von Neapel: 18) A. I., so v. w. A. 5).19) A. II., der Großmüthige, geb. 1456, SohnFerdinands I., erst Herzog von Calabricn; folgteseinem Vater 1494 in Neapel; von König KarlVIII. von Frankreich, der die Ansprüche des HanfesAnjou auf Neapel sich anmaßte, zu See und zuLande besiegt, übergab er 22. Jan. 1495 seinemSohne Ferdinand II. die Negierung und st. 21.Nov. als Mönch 1495 im Kloster Mazzara ansSicilien. Mehr s. n. Neapel.

§) Von Portugal: 20) A. I. Henriquez, ElKonquistador (der Eoberer), Sohn Heinrichs vonBurgund, Grafen von Portugal, geb. 1110; ent-riß seiner Mutter Teresa von Castilien, welcheseit Heinrichs Tode i/Wh mit ihrem zweiten Ge-mahl Ferdinand Paez die Regierung führte, 1128dieselbe, verhaftete die Mutter und verbannte denStiefvater. Er erkannte noch die castilische Ober-hoheit an, bis er nach dem Siege bei Ouriqueüber die Mauren, 25. Juli 1139, sich zum Königausrusen ließ und darauf vom Papste, als demkünftigen Oberherrn, gegen jährlichen Zins 1142anerkannt wurde. Auf dem Tage von Lamego1143 setzte er die Thronfolgeordnung, die Rechtedes Adels u. die Rechtspflege fest. Er führte mitGlück Krieg gegen die Mauren, eroberte Lissabon1147, fiel aber 1168 in die Gefangenschaft seines

s.