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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alfons.

u. Portugal nicht kräftig genug gegen die MaurenVorgehen; st. 1330 (s. ebd.). o) A. V., der Groß-müthige, folgte seinem Vater Ferdinand I., 1416bis 1458. Von der Königin Johanna II. vonNeapel u. Sicilien wegen der gegen Ludwig vonAnjou u. Sforza geleisteten Hilfe zum Erben er-klärt, konnte er, 1423 dieser Erbansprüche ver-lustig geworden, für dieselben, erst nachdem er imInnern mit Castilien sich auseinandergcsetzt, 1435nach Johannas Tode mit den Waffen in derHand eintreten. Während er Gacta belagerte,dessen Bürger die Genuesen zu Hilfe riefen, wurdeer mit seinem Bruder u. vielen Großen gefangengenommen und dem Herzog Philipp Maria vonMailand, Gaetas Oberherrn, ausgeliefert, der ihmjedoch nicht nur die Freiheit gab, sondern ihmauch zur Eroberung Neapels Hilfe versprach. Nachfünfjährigen Kämpfen erhielt er endlich die Ober-hand über Renatus, den von Johanna eingesetztenErben, n. wurde bald darauf auch vom Papste mitNeapel belehnt, 1442, u. nahm als König von Neapelund Sicilien den Namen A. I. an. Auf weitereEroberungen verzichtend, suchte er von Italien jedenfremden Einfluß fernznhalten und griff dort nurals bewaffneter Vermittler in die Verhältnisse ein.A. war einer der ersten Beförderer des wieder-erwachenden wissenschaftlichen Strebcns und desStudiums der alten Literatur in Italien. Er st.27. Januar 1458, während der Belagerung vonGenna (s. Spanien u. Neapel).

b) Von Asturien (vorher Oviedo): 6) A.I.,der Katholische, Sohn des Herzogs Pedro vonCantabrien, Abkömmling des K. Rcccared, geb. 693;'kämpfte unter König Pelayo von Asturien gegendie Araber, heirathete Pclapos Tochter Ermesinthau. ward, als deren Bruder Favila kinderlos starb,739 König von Asturien. Als solcher eroberte ervon 740756 Galicien u. alle Länder bis an denDuero; er st. 757 (s. Spanien). 7) A. II., derKeusche, Froilas Sohn und Enkel Alfons' I., geb.757, hatte sich während der Thronstreitigteilen,die nach des Vaters Tode unter den Verwandtendes königlichen Hauses ausbrachen, in den canta-brischcn Gebirgen ansgehalten und, znm Jünglingherangewachfen, gegen die Mauren dort erhalten,bis er 791 zur Regierung gelangte. Nachdem erdie Mauren bei Lodos aufs Haupt geschlagen,drang er über den Tajo vor bis zum heutigenLissabon, wurde aber von Verschwörern entthrontu. in ein Kloster gesperrt. Ans demselben befreitu. wieder König, zog er wieder gegen die Mauren,sic vor sich hertreibend, suchte aber dabei auch denStaat nach innen zu befestigen, erhob Oviedozum Königssitze u. gründete den berühmten Wall-fahrtsort S. Jago di Compostella. 842 schloßder Tod seine ruhmvolle Regierung ab (s. Spanien).8) A. III., der Große, König von Leon, Asturienund Galicien, geb. 848; folgte seinem Vater Or-dono I., 866, nachdem er den Usurpator Froilabesiegt. Sobald er den gegen die Erblichkeit derKronesich erhebenden Adel desReiches unterworfen, richteteer seine Waffen nach außen und vergrößerte seinReich durch mehr als 30 siegreich geführte Feld-züge mit Theilen von Portugal und Altcastilien;er unterwarf das abgefallene Navarra, nahmLoimbra und bevölkerte Burgos wieder. Jndeß

brachen in Folge des durch diese Kriege veran-laßten Abgabendrnckes wiederholt Aufstände aus,

u. 888 stellte sich sogar sein eigener Sohn Gar-cias, nach des Vaters Krone lüstern, an die Spitzeeines solchen. A. besiegte den Rebellen, fand aberdann in der eigenen Gemahlin n. deren Anhangim Adel und seinen beiden anderen Söhnen neueWidersacher, die ihn endlich nach einem blutigenKriege zur Abdankung zwangen, zu Gunsten desGarcias u. der beiden anderen Söhne, unter dieer 910 das Reich theilte. Danach zog er noch-mals als seines eigenen Sohnes Feldherr gegendie Mauren u. starb, siegreich zurückgekehrt, 912zu Zamora (s. ebd.). Die übrigen Könige vonAsturien, A. IV.XI. s. unter Könige von Leonund von Castilien.

o) Von Castilien: Die ersten A. I.III.,so-

v. w. A. 6)8) von Asturien, n. A. IV. u. V.,so v. w. A. von Leon; s. u. 15) u. 16). 9) A.VI., 2. Sohn Ferdinands des Gr., Königs vonCastilien und Leon, erhielt in der Thcilnng 1065das Königreich Leon, ward 1070 von seinemälteren Bruder Sancho, welcher Castilien bekom-men hatte, seines Reiches beraubt und in dasKloster Sahagnn geschickt, entfloh jedoch u. machtesich, nachdem Sancho, 5. Octbr. 1072, ermordetworden, zum König von Leon u. Castilien. Imfolgenden Jahre nahm er seinem jüngeren Bru-der Garcias das demselben in der Theilung zu-gcwiesene Königreich Galicien durch List. Nachdemer von Navarra Alava n. Rioja erobert, bezwanger Jochin, den Tyrannen von Toledo, nahm 1081Uzeda, Guadalaxara, Talavcra rc. und Mai 1085selbst Toledo, wohin er seinen Königssitz verlegte.1092 eroberte er einen Theil von Portugal, daser testamentarisch seiner an den Statthalter da-selbst, Heinrich von Burgund, verheiratheten natür-lichen Tochter Theresia als eine Erbgrafschaftvermachte. Kräftigst endlich unterstützte er nochden Cid in seinen Kämpfen gegen die Mauren,ans deren Mitte er sich die Zaide zur Frau nahm(in der Taufe Jsabella Maria). Er st. 1109 (s.Spanien). 10) A., Gemahl der Urraca, Tochterdes Vor., Erbin von Castilien, so v. w. A. 1); zählthier als A. VII. 11) A. VII. (VIII.), Ramo(Raimund), Sohn der Urraca, von deren erstemGemahl Raimund Berengar I. von Catalonien,Enkel von A. VI.; als Kind seit 1112 König vonGalicien, sollte er seiner Mutter, wenn ihre 2.Ehe mit A. I. von Aragonien kinderlos bliebe,in Leon u. Castilien folgen; weil sich aber Urracadurch ihre Ausschweifungen mißliebig gemachthatte, ward A. noch bei ihren Lebzeiten 1122 zumKönig von Castilien u. Leon erhoben. Er führteglückliche Kriege gegen Aragonien, Navarra, derenKönige, ebenso wie die Grafen von Barcelona u.Toulouse ihm huldigten, wie auch gegen die Mauren,n. ließ, von dem Gedanken geleitet, alle christlichenGebiete der Halbinsel zu einem kräftigen Ganzenzu vereinen, sich ans einer Versammlung zu Leon1135 znm Kaiser von Spanien ausrufen. Aberdas Kaiserthum war kurzen Bestandes, da schon1139 der Erbgraf von Portugal sich als Königselbstständig machte, u. auch die Kämpfe der ein-zelnen Staaten unter einander wieder begannen.Bei seinem Tode, 1157, theilte er, der Stifter