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Alcxipharmakon — Alshcini.
Jurist um die Mitte des 12. Jahrh.; schriebScholien zu einer (ihm selbst zugeschriebenen)L/uopsw Xauöiwn. herausgegeben von Beveregiusin dem Synodykon, Oxf. 1672. V., Bon anderenPersonen: 11) A., nach einer Überlieferung derFreund Luthers, welcher 1505 bei Erfurt an dessenSeite jählings starb, welche Begebenheit Mitver-anlassung zu Luthers Eintritt ins Kloster gewesensein soll (s. Luther).
Alexipharmäkon (gr., v. gr. püLimastou)Heilmittel), Gegengift. 2) Mittel, welches Schäd-lichkeiten im Körper überhaupt tilgt. Nikandervon Kolophon, Priester des Karischen Apollon, hatunter dem Titel ^lexipllarmaüa ein Gedicht inHexametern verfaßt, welches, eine Fortsetzungseines Gedichtes Mrsriaica, Gifte u. Gegengifte inihren Wirkungen trefflich schildert.
Alcxiphrettkon (v. gr. pvretäs, Fieber),b'ebriku^um, Fieber vertreibendes oder abwehrendesMittel.
Alexis, 1) ans Thurici, Dichter der mittlerenKomödie in Athen; lebte ca. 390—290 v. Ehr.In seinen 245 Komödien war außer literarischenu. mythologischen Stossen besonders das feine,gebildete Privatleben der Athener seiner Zeit be-haglich u. elegant dargcstellt; er soll die später sobedeutende Charakterrolle der Parasiten erfundenhaben. Fragmente bei Meineke, issraKmeuta oo-mioornm grasearum, Bd. 3. 2) So v. w. Alexiusu. Alexei. 3) Willibald, Pseudonym für Häring (s.d.).
Alexisbad, Badeort im anhaltischen KreiseBallenstedt an der Selke, in romantischer Gegend,315 m ü. M.; die Mineralquellen, von denender Selkebrunnen oder die Badequelle (6H" R.)u. der Alexisbrunnen oder die Trinkquelle (7° II.)gebraucht werden, sind reine Stahlwässer, besitzeneine bedeutende Menge an hydrochlorsanrem Eisen,schweselsaurem Eisen- u. Manganoxydul n. Kiesel-erde, aber geringen Gehalt an Kohlensäure undwerden gegen weißen Fluß, Mutter - Blntflüsse,Bleichsucht, Blutarmnth rc. angewendet; Fichten-nadelbäder, schöne Promenaden, prächtige Buchen-wälder. Die Badeanstalt ist seit 1810 neu ein-gerichtet u. nach dem Herzog Alexius (s. Anhalt-Bernburg) genannt. In der Nähe die Victorshöhemit Aussichtsthurin auf dem Ramberge. Vgl.Richter, Das A., Quedlinburg 1857.
Alexiusd'or, Goldmünze des Herzogs Alexiusvon Anhalt-Beruburg, von 1791 — 1 Friedrichs-d'or.
Alcxodunum, lat. Name der Stadt Hexham(Grafschaft Northnmberland).
I'extöeleur, nach dem Äußern.
I'sxtrLmitö (fr.), in der äußersten Noth, amRande des Verderbens.
Alcxy, Karl, Ungar. Bildhauer, geb. 1823zu Poprad in der ZipS; bildete sich in der WienerAkademie aus u. wurde im Auslande zuerst durchseine lebensgroße Porträtbüste und eine Reiter-statuette der Königin Victoria (1841) bekannt.Nachdem er 1843 Deutschland besucht und zahl-reiche Werke, wie die Gruppen Faust und Gretchen,Egmont und Klärchen, eine lebensgroße Statuedes Erzherzogs Friedrich u. 16 Bronzestatucttenberühmter Feldherren vom 16. Jahrh. bis aufunsere Tage in 18 vollständigen Wiederholungen
ausgeführt, auch das Modell zum Denkmal desMatthias Corvinus vollendet hatte, machte er 1845eine Studienreise nach Italien u. Frankreich. 1849wurde er in Pest gefangen gesetzt und erst 1852entlassen. Er ging darauf nach London u. fanddort vielfache Beschäftigung. 1861 kehrte er nachUngarn zurück und wurde Professor der Modellir-kunst an der Oberrcalschule in Pest.
Alf heißt in der nordisch-deutschen Mythologieso v. w. Zwerg, d. h. ein im Schooße der Erdelebendes zwerg'haftes Wesen, das zu den zwischenGöttern u. Menschen stehenden Dämonen gehört(daher abgeleitet: Elfen (s. d.). In der Eddaführen den Namen A. mehrere Personen, unterwelchen A., der Sohn Hialpreks (der gleiche Namewie Chilperich), Königs von Dänemark, hervorragt,der sich mit der Wittwe König Sigmunds, Hiördis,vermählte und so der Stiefvater Sigurds (Sieg-frieds) wurde. Nach der späteren Wölsunga-Sagawar es der Vater Alfs, hier Halfrek, welcher diejunge Wittwe heirathete. Auch ein fabelhafter Kö-nig Schwedens hieß Alf.
Alf, 1) linker Nebenfluß der Mosel im preußischenNegbez. Koblenz; mündet bei 2)A., Dorsim Kr. Zelldes gen. Negbez., in reizender Gegend; Weinbau;1150 Ew. Dabei ein bedeut. Eisenwerk, die Burg-ruine Arras und die Ruinen des 1127 gegrün-deten Nonnenklosters Marienburq mit prachtvollerAussicht.
Alfadir, so v. w. Alfödr.
Alfalu, Df. im siebenbürgischen Stuhle Csik,an dem Maros ; Mineralbad; 5040 Ew.
Alfaqnes (San Carlo), Stadt u. Hafen(von Tortosa), an der Mündung des Ebro u. desKanals de S. Carlos, in der spanischen Prov.Tarragona (Catalonien); 4000 Ew. Dabei aufdem Ebrodelta die Salinen los A.
Al Farabr, Abu Nasr Mohammed Ebu Tar-chan A. F., aus Balah in der Prov. Farab; einerder ersten arabischen Philosophen, welche grie-chische Philosophie studirten und dessen Schriftenso hoch geschätzt wurden, daß man ihn den zweitenVernunftlehrer nannte.
Nlfnro, Stadt in der spanischen Prov. Lo-grono (Catalonien), am Einflüsse des Alhama inden Ebro und an der Eisenbahn Miranda-Alagon;sehr heruntergekommen, voller Ruinen; Gerbereien,Seifensiedereien; 5100 Ew.
Alfeld (Ahlfeld), Stadt im Kr. Marien-burg der preußischen Landdrostei Hildesheim, ander Leine und der hannov. Südbahu; Sitz desKreisamtes; Schullehrerseminar, Fabriken in Pa-pier und landwirthschaftlichen Maschinen, Eisen-gießerei, Flachs- u. Hopfenbau, Handel mit Lein-wand ; 2815 Ew.
Alfcnid, Nensilber, das versilbert in den Han-del kommt. Man fertigt die Maaren, Tischzeug,Becher, Schellen rc., aus Neusilber und versilbertdieses galvanisch, so daß die Maaren ca. 3pCt.Silber enthalten.
Alfenius, Pnblins, s. Varus.
Alsheim (nordisch-deutsche Myth.) heißt in dersog. älteren Edda die Wohnung des Gottes Freyrein der Götterburg Asgard; in der jüngeren Eddaträgt denselben Namen der Aufenthalt der sog,Lichtalfen, deren Unterscheidung von den eizent-