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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alcxiancr

der Stoff von Gehe u. in Jmmermanns TrilogieAlexis behandelt.

Alcxiancr (auch §ratrss Oellitas), voniBotte Lollharden genannt (s. d.), um 1300 zu Wer-ten der Barmherzigkeit an Kranken n. Todtenvereinigte, nach ihrem Schutzheiligen Alexius be-nannte Brüderschaft, welche sich von Antwerpenaus in den Niederlanden u. Deutschland verbrei-tete. Später durch Papst Sixtus IV. unter Au-gustinischer Regel als eigentlicher Mönchsordenconstituirt, errichteten sie viele Klöster in denNiederlanden, Deutschland und Polen, mit allenPrivilegien der Bettelorden; sie nehmen keinenPriester in den Verein auf, unterrichten die Kin-der, versorgen zur Pcstzeit die Kranken, müssenden Exemtionen der Misscthäter beiwohnen u. dieTodten begraben. Tracht: schwarzer Rock mitschwarzem Scapulier u. Kapuze im Hanse, auf derStraße darüber ein schwarzer Mantel mit spitzerKapuze. Die Alexianerinnen hatten gleiche Be-stimmung n. gleiche Tracht, doch wohnten sie nichtin Klöstern.

Nlcxinah, St. in Serbien, an der Morawitza;4000 Ew.; mit Kreisamt, Gericht, Postamr, Qua-rantäne ; Hanptplatz für die Einfuhr aus derTürkei. Der gleichnamige Kreis (48,000 Ew.)treibt starken Tabakbau.

Alcxkos (d. i. der Helfende). I. Kaiser: a)Von Byzanz: 1) A. I. Komnenos, mit dem Bei-namen Bambakorax (der Stammelnde), jüngster,hochbegabter Sohn des Johannes Komnenos, geb.1048 zu Constantinopel; focht als tüchtiger Offi-zier unter Michael VII. glücklich gegen verschiedeneGegner des Reiches und wußte, als dieser derKrone entsagte (1078), die Gunst auch des neuenKaisers Nikcphoros III. zu gewinnen. Als ihmaber Letzterer seine Gunst wieder entzog, erhob sichA., stürzte den Kaiser u. bestieg selbst (2. April1081) den Thron. Er war ein befähigter Herr-scher, aber auch nicht verlegen bezüglich der Mittel,um seine Zwecke zu erreichen. Mit großer Tapfer-keit und noch größerer Schlauheit wußte A. dasdurch Jnsnrrection, durch seldschuckische u. norman-nische Feinde gefährdete Reich wieder aufs Neuezu befestigen. Gegen die andringenden Türkensuchte er Lurch eine Gesandschaft bei der in Pia-cenza die Befreiung des Heil. Landes berathendenKirchenversammlung Hilfe u. gab wirklich dadurchden letzten Anlaß zum ersten Kreuzzuge; indeß dieMasse der Kreuzfahrer machte ihn mißtrauisch, u.selbst als die meisten Fürsten ihm den Lehnseidfür die in Asien zu erobernden Länder geleistet,erhielt sich dies Mißtrauen, n. zwar gegenseitig, daer die gemachten Versprechungen nicht einhielt u.durch seine Toleranz gegen die Türken sogar inden Verdacht des Einverständnisses mit ihnenkam; diesen widerlegten seine Siege über die Tür-ken 1115 u. 1116. Er starb am 15. Aug. 1118.Seine Tochter Anna Komnena hat sein Leben inder Alexias beschrieben; s. Byzantinisches Reich.2)A. II. Komnenos, Sohn des Kaisers Manuell.,geb. 1167; folgte seinem Vater 1180 unter Vor-mundschaft seiner bildschönen Mutter Maria, einerTochter Raimunds, Grafen von Portiers u. Für-sten von Antiochien, und ward (im Oct.) 1183Lurch seines Vaters wilden Vetter Andronikos

Alexios.

Komnenos sammt seiner Mutter ermordet; s. ebd.3) A. III. Angelas Komnenos, ein lasterhafter,grausamer Mensch, entthronte u. blendete seinenälteren Bruder, den Kaiser Isaak Angelas, imApril 1195; wurde (vierter Krcuzzug) im Jahre1203 durch seinen mit Venetianern n. fränkischenKreuzfahrern verbündeten Neffen ans der Haupt-stadt vertrieben und floh nach Thrakien. AlsAbenteurer wurde er endlich in Asien im Jahre1210 von seinem Schwiegersöhne, Theodor Las-karis, gefangen genommen und in das KlosterNikäa gesperrt; s. ebd. 4) A. IV. Angelas,Neffe des Vor., Sohn des Kaisers Isaak ÄngeloS(geb. 1183); wurde von seinem Oheim A. III.in Haft gehalten, entkam aber auf einem iralien.Schiffe nach Rom, wo er seinen Schwager, dendeutschen Kaiser Philipp von Schwaben, u. PapstJnnocenz I!1. für seinen Vater u. sich gewann; mitHilfe der lateinischen Kreuzfahrer gelangte er 1203auf den Thron, wurde aber durch Murtznphlos am8. Febr. 1204 ermordet, der als 5) A. V. Du-kas Murtznphlos (d. i. mit zusammenge-wachsenen Augenbrauen) selbst den Thron bestieg,aber vor den Lateinern, die nunmehr Constanti-nopel im April 1204 eroberten, fliehen mußte;von seinem Schwiegervater gefangen u. geblendet,gerietst er in die Gewalt der Kreuzfahrer n. wardzu Constantinopel als Kaisermörder von der Theo-bosianischen Säule hinabgestllrzt. 6) A. Kom-nenos, Enkel des Kaisers Andronikos; hatte sichschon während der Wirren unter Isaak Angelas,unterstützt von einigen Großen in seiner Statt-halterschaft Trapeznnt den folgenden Usurpatorengegenüber als Basileus erhalten und behauptetesich auch nach Einnayme Constantinopels durchdie Lateiner 1204 in dem eigenen neuen StaateLen seine Nachfolger als Kaiser von Trapeznntbis 1461 regierten, b) Von Rußland: 7) A.

Michailowitsch. 8) A. Petrowitsch, s. Alexei.

11. Heiliger: 0) St. A., Sohn des römischenSenators Euphcmianns zur Zeit des KaisersTheodosius des Großen; wurde mit einer edlenJungfrau, Adriatica, vermählt, verließ dieselbe amAbend des Hochzeitstages, zog im Bettlergewandeals Büßer umher u. kam ins Heilige Land; nachlangen Jahren kehrte er nach Rom zurück undstarb an den Stufen des väterlichen Palastes;erst nach seinem Tode von seiner Braut erkannt,wurde er auf dem Aventinns begraben, und ihm,an dessen Sarg Wunder ohneZahl geschahen, daselbsteine Kirche gebaut. Als Adriatica lange danachstarb, ward sie in dem Sarge des Bräutigamsbeigesetzt, dessen gebleichte Gebeine znsammcnrück-ten, um der Braut zur Aufnahme Platz zu machen.Schutzheiliger der Alexianer; Tag: 17. Juli, inder griechischen Kirche der 17. März. Die Alexius-legende war im Mittelalter sehr populär u. findetsich griechisch von Simeon MetaphrasteS, lateinisch,altfranzösisch (zuletzt als: iOa vis äs 8b. VIsxia,posme ckn Xlrns sisoio smit Bearbeitungen des

12. -14. Jahrh.f, heransgcgcben von G. Parisu. L. Pannier, Par. 1872), provenzalisch, spanisch,italienisch und 8mal mittelhochdeutsch, u. A. vonKonrad von Wllrzburg (s. d.), bearbeitet. Vgl.Maßmann, St. Alexius' Leben, Onedlinb. u. Lpz.1843. IV. Gelehrter: 10) A. Aristenus,

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