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Alexandra — Alexandrctte.
Baktrien. Am Flusse Kabul theilte er sein Heer., Eroberungszuge die erste richtige Kenntnis) desWährend eine Coloune auf dessen südlichem Ufer i bisher in Sagen gehüllten Indien, sowie geogra-bis zum Indus vordrang u. hier A-s Übergang iphischc, physikalische u. ethnographische Kunde'dervorbereitete, zog A. selbst mit starker Macht durch von A. unterworfenen Länder. Von den Werkendie Berglandschaft zwischen dem Kabul und dem, der Gelehrten, welche A. ans seinem Zuge beglei-oberen Indus n. unterwarf in einer Reihe furcht- teten, sind nur wenige Fragmente auf uns ge-
bar blutiger Kämpfe die hier wohnenden Gebirgs-
kommen. Vgl. Geier, lAoxanäri LI. siistoriarum
Völker. Erst im Frühling des I. 326 war er seriptores aetnts snpparss, Lpz. 1844; St. Croix,so weit, um über die Jndusbrückc bei der Münd-Examen orit. cios ILstoriens cUTiloxanärs, Parisung des Kabul in das Pendschab einrücken zus1804. Erhalten sind des später lebenden Arriankönnen, wo ihn der bereits verbündete nächste Geschichte vom Zuge Alexanders u. Cnrlius'roman-Fürst von Taxila freundlich begrüßte. Nachdem hafte Aistorin ^isxamlri; G. F. Hcrtzberg, Die
Ä. nun das Pendschab in seiner ganzen Breitedurchzogen, drang er nach einem furchtbar theuererkalten Siege über die Reiter u. Elefanten desRadscha Poros am Hydaspes (Mai 326) untermörderischen Kämpfen mit den Völkern des Ostensbis zum Hyphasis (Setledsch) vor. Als er nunauch noch nach dem Ganges marschiren wollte, daversagte die Kraft seiner europäischen Soldaten:die indische Regenzeit, die Schrecken der Elcfantcn-schlacht, die zum Bewußtsein gelangenden uner-meßlichen Entfernungen vom Vaterlands brachenihren Muth. So mußte A. Ende Äug. 326 nachdem Hydaspes zurückkchrcn. Zum Theil mitHilfe einer Stromflotte zog er nun ans diesemFlusse seit der ersten Hälfte des Nov. 326 süd-wärts nach dem unteren Pendschab. Zum Theilunter neuen blutigen Kämpfen, namentlich mit denMallern, bei denen A. kaum mit dem Leben davon-kam, erreichte er endlich den Indus n. erobertedessen unteres Gebiet, Las Land Sindhn n. dasDelta am Indischen Meere, seit dem Frühjahr325 ebenfalls unter Strömen Blutes u. vereinigtesich endlich nach einem meisterhaft geführten, aberschwere Verluste fordernden Zuge durch die Ge-drofische Wüste Mitte Decbr. 325 mit der vonNcarchos durch den Indischen Ocean nach demPersischen Golf geführten Flotte bei Harmoziahjctzigem Skinab). — Nun eilte A. nach Susa,strafte überall mit blutiger Strenge die währendseiner Abwesenheit verübten Frevel, gab dannseinem Heere unter Sccnen großartigster Freigebig-keit im Frühjahr 324 ein glänzendes Fest, konnteaber nur mit großer Mühe den Unwillen deralten Makedonier über die nun durchgeführteGleichstellung der neu formirten orientalischen mitLen europäischen Truppen überwinden; im Juli324 ist ihm zu Opis am Tigris auch dieser wich-tige Sieg über sein Heer gelungen, und 10,000Veteranen konnten nach Makedonien entlassen wer-den. Die Leistungsfähigkeit seiner neuen Truppenhat A. nicht mehr erproben können; denn mittenunter Vorbereitungen zu einem großen Zuge nachArabien starb der bereits stark durch Strapazenund Genüsse aller Art erschöpfte A. zu Babylonam Fieber, am 11. Juni 323 v. Ehr. — Dieculturhistorische Bedeutung dieses Kriegszugcs ohneBeispiel besteht hauptsächlich darin, daß A. außerder Vereinigung der Nationen durch Sitten undGebräuche in seinen eroberten Ländern besondersden Handel und den Ackerbau zu heben suchte,Flüsse, welche unter persischer Herrschaft gänzlichvernachlässigt waren, schiffbar machte, Kanäle undHäfen anlegen, Flotten bauen ließ rc. In wissen-
asiatischen Feldzüge A-s d. Gr., Halle 1863.
Alexandra, der 54. Planetoid, 10. Sept. 1858von Golüschmidt in Paris entdeckt.
Alexandra, 1) A. Feodorowna, vormalsCharlotte Friederike Luise Wilhelmine, geb. den13. Juli 1708. Tochter des Königs FriedrichWilhelm HI. v. Prcnßen; vermählt 1817 mitdem damaligen Großfürsten, nachmaligen KaiserNikolaus v. Rußland, durch welche Verbindungdie engen Beziehungen zwischen dem preußischenund russischen Hofe befestigt und neu begründetwurden. Sie starb, nachdem sie 1855 Wittwegeworden, am 1. Nov. 1860 ans dem Rcsidenz-schlosse zu Zarskoje-Selo. Ihre Biographie schriebAugust Thcod. v. Grimm, Lpz. 1866, 2 Bde.
2) A., 3. Tochter des Kaisers Nikolaus von Ruß-land, geb. 1825 ; vermählt im Juni 1844 mitdem Prinzen Friedr. ».Hessen; st. im Ang. 1844.
3) A., 3. Tochter des Herzogs Joseph v. Sachsen-Altenbnrg, geb. 8. Juli 1830, vermählt am 11.Sept. 1848 mit dem Großfürsten Constantin,s. d. 4) A., Tochter des Prinzen Peter v. Olden-burg, geb. 1838; seit 6. Febr. 1856 mit demGroßfürsten Nikolaus, dem jüngeren Bruder desKaisers Alexander II., vermählt.
Alexandraland, der heutige officiclle Namedes Centralgebietcs des australischen Festlandes,nur mit der nordöstlichen Ecke den Busen vonCarpentaria berührend, von 26—16" südl. Br.,1,032,870 m km (18,760 M); bis 1865 die grö-
ßere südliche Hälfte des Northern Territory, unterder Colonialregierung von Südaustralien. A. warbisher nur von Eingeborenen bewohnt.
Alexandre, Aaron, ausgezeichneter Schach-spieler, geb. 1766 zu Hohenfeld in Bayern; stndirtein Fürth und wurde hier Rabbiner; 1793ging er als Lehrer der deutschen Sprache nachStraßburg u. von da nach Paris, wo er eineErziehungsanstalt errichtete, die er aber aufgabund als Schachkünstler weite Reisen machte; erst. 16. Nov. 1850 in London. Er schr.: Luoxola-pöäie äss soirsos, Par. 1837, u. 6oI1sotion desplus deanx prodköinss ck'öostsos, ebda. 1846,deutsch Lpz. 1846.
Alexandrctte (Jskendernn, von Js-kcnder, d. i. Alexander), 1) Hafenort am Mittel-ländischen Meere, im türk. Ejalet Aleppo; zählte einst60,000 Ew., besteht jetzt nur ans einigen 30Hütten mit etwa 1000 Ew.; in sumpfiger, unge-sunder Ebene; auch der Hasen, welcher den größtenFlotten Sicherheit gewähren könnte, ist in einemelenden Zustande. Als Hasen von Aleppo führtes noch Galläpfel, Seide, Baumwolle n. Früchte
sthastlicher Hinsicht verdankt das Älterthum diesem! aus; Reis, Getreide, Salz, russische Manufactur